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AVIVA-BERLIN.de 11/22/5778 - Beitrag vom 04.12.2009

The Jerusalem Foundation - Organisation f├╝r ein friedliches Miteinander von Religionen und Kulturen in Israels Hauptstadt
Sunna Krause-Leipoldt

Die gemeinn├╝tzige, unabh├Ąngige und ├╝berparteiliche Stiftung setzt sich daf├╝r ein, dass Jerusalem eine offene und moderne Stadt bleibt und als Zentrum j├╝dischen Lebens ihr kulturhistorisches...



... Erbe beibeh├Ąlt.

Gegr├╝ndet wurde die Organisation 1966 vom Jerusalemer B├╝rgermeister Teddy Kollek (1911-2007). " The Jerusalem Foundation" rief erstmalig Pl├Ąne zum Denkmalschutz ins Leben und leistete Pionierarbeit bei arch├Ąologischen Entdeckungen wie den Ausgrabungen in der Davidstadt. Seit ihrer Gr├╝ndung konnte die Stiftung mehr als 2.000 Vorhaben verwirklichen.

Bisher gef├Ârderte Projekte der Organisation

Zahlreiche Einrichtungen wie Schulen und Kinderg├Ąrten f├╝r zweisprachige j├╝disch-arabische Erziehung, das erste arabische Community Center in Ost-Jerusalem, Frauenh├Ąuser und Gemeindekliniken f├╝r Familienmedizin in j├╝dischen und arabischen Stadtvierteln gehen auf die Initiative der Stiftung zur├╝ck. Aus- und Weiterbildungsprogramme in Hebr├Ąisch und Arabisch, Begegnungs- und Schulungszentren f├╝r den interreligi├Âsen Dialog, Spiel- und Fu├čballpl├Ątze, Museen, Orchester und eine j├╝disch-arabische Film- und Fotoschule wurden mit Hilfe der Organisation gegr├╝ndet.

Hinter all dem steht der Wunsch nach einer Stadt, in der jede BewohnerIn ÔÇô unabh├Ąngig von Glaubensrichtung, und Ethnie ÔÇô gleichberechtigt Zugang zu allen sozialen und kommunalen Dienstleistungen hat.

Werte und Ziele von "The Jerusalem Foundation"

Die Stiftung ist sich der Sonderstellung der Stadt Jerusalem, die sie seit mehr als 3.000 Jahren als Zentrum j├╝dischen Lebens einnimmt, bewusst. "The Jerusalem Foundation" strebt danach, die Bedeutung der Hauptstadt Israels f├╝r ChristInnen und Moslems zu unterstreichen und die Lebensqualit├Ąt der EinwohnerInnen zu steigern. Sie will eine offene, pluralistische und moderne Gesellschaft schaffen und hilft dabei, die Interessen von Minderheiten zu sch├╝tzen.

Besonders in den Bereichen Koexistenz, Erziehung, Bildung, soziale Wohlfahrt und Kulturleben setzt sich die Organisation f├╝r Chancengleichheit und Verst├Ąndnis zwischen verschiedenen Bev├Âlkerungsgruppen ein.

Geplante Projekte

2009/2010 stehen eine Reihe von Vorhaben unterschiedlichster Themen und Gr├Â├čenordnungen an.

Aus- und Weiterbildungsprogramme f├╝r junge arabische Frauen im muslimischen Viertel, eine Nahrungsmittelkooperative, die Renovierung von Kiriyat Menachem, einem vorwiegend von verarmten EinwanderInnen bewohnten Stadtviertel im S├╝dwesten Jerusalems und die Einrichtung von Spielpl├Ątzen und Jugendzentren sind in Arbeit. Ein Sommerferienlager 2010 f├╝r benachteiligte und behinderte Kinder und Jugendliche aus allen Teilen der Stadt ist ebenso geplant wie Programme zur F├Ârderung der Chancengleichheit und LehrerInnenfortbildungen.

Da allein erziehende M├╝tter eine der bed├╝rftigsten Gruppen der Stadt ausmachen, (33 Prozent von ihnen leben unter der offiziellen Armutsgrenze), hat die Stiftung ein "Single Mothers Independent Network" eingerichtet. Mit dessen Hilfe sollen die M├╝tter lernen, sich eine eigene finanzielle Grundlage sichern zu k├Ânnen. Das Programm bietet ihnen als Unterst├╝tzung eine Partnerschaft mit der Stiftung, lokalen Gemeindezentren, der Sozialabteilung der Stadt und ├Âffentlichen Wohlfahrts-Organisationen. Doch allein um dieses Projekt zu finanzieren, ben├Âtigt "The Jerusalem Foundation" j├Ąhrlich 50.000 Dollar.

Die Stiftung ist auf Spenden zur Realisierung der Hilfsprojekte angewiesen.

The Jerusalem Foundation Deutschland e.V. ÔÇô Spendenkonten:

Commerzbank Berlin, BLZ 100 400 00, Kto.-Nr.: 222 85 00
Westdeutsche Landesbank D├╝sseldorf, BLZ 300 500 00, Kto.-Nr.: 351 95 19
Spenden an "The Jerusalem Foundation" in Deutschland sind steuerabzugsberechtigt.

Weitere Informationen zu "The Jerusalem Foundation" und den gef├Ârderten Projekten finden Sie unter:
www.jerusalemfoundation.org/de

LeiterInnen und VetreterInnen der Organisation in Israel und Deutschland

Die Internationale Pr├Ąsidentin und Mitbegr├╝nderin der Stiftung ist Ruth Cheshin. "Gabriele Appel" vertritt "The Jerusalem Foundation" von ihrem M├╝nchner Home Office aus in Deutschland. Zudem gibt es mit der "Jerusalem Foundation Deutschland e.V." hierzulande einen Freundeskreis. Amtierende 1. und 2. Vorsitzende sind die Ministerpr├Ąsidenten R├╝ttgers und Platzeck.

Zum Gr├╝nder Teddy Kollek

Schon in seiner Geburtstadt Wien nahm Kollek an der j├╝dischen Jugendbewegung teil und wanderte im Alter von 24 Jahren in das damalige Pal├Ąstina aus. Er engagierte sich f├╝r den "Aufbau einer neuen Gesellschaft", arbeitete w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges als Verbindungsoffizier zwischen der Haganah und den Geheimdiensten der Alliierten und sp├Ąter als Gesandter an der israelischen Botschaft in Washington. Nach der Staatsgr├╝ndung war er als Leiter der USA-Abteilung des Ausw├Ąrtigen Amtes in Israel t├Ątig und 1952 wurde er zum Generaldirektor des Ministerpr├Ąsidenten ernannt. Er beteiligte sich an der Errichtung des Israel Museums, organisierte Spendenaktionen f├╝r das Land und 1967 wurde er B├╝rgermeister der wiedervereinigten Stadt Jerusalem.

Kollek bekam zahlreiche Auszeichnungen f├╝r seine Verdienste, wie den Moses Mendelssohn Preis des Berliner Senats 1990 und das Grosse Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1998.

Jüdisches Leben Beitrag vom 04.12.2009 AVIVA-Redaktion 





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