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AVIVA-BERLIN.de 3/1/5782 - Beitrag vom 07.12.2009


Bundesministerium für Bildung und Forschung vergibt Förderpreis für deutsch-israelische ForscherInnenteams
AVIVA-Redaktion

Die deutsch-israelische Zusammenarbeit im Bereich von Forschung und Wissenschaft hat eine lange, kontinuierliche Tradition. Um diese zu würdigen, hat das BMBF im vergangenen Jahr...




...den "Award for Research Cooperation and Highest Excellence" (ARCHES) ins Leben gerufen.


Die deutsch-israelische Wissenschaftskooperation war der/die WegbereiterIn der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Heute existiert ein umfassendes Netzwerk gemeinsamer Aktivitäten auf bilateraler Ebene ebenso wie im Rahmen der Forschungsprogramme der EU, denen Israel seit 1996 angehört. Am 1. Dezember 1959 gab es den ersten offiziellen Kontakt zwischen deutschen und israelischen WissenschaftlerInnen, nachdem ForscherInnen der Max-Planck-Gesellschaft einer Einladung des israelischen Weizmann-Instituts gefolgt waren.

"Diese Einladung - gerade einmal 15 Jahre nach dem Holocaust - war alles andere als selbstverständlich", sagte Bildungsministerin Annette Schavan am Montag, dem 07. Dezember 2009 in Berlin anlässlich der Preisverleihung: "Doch wurde Schritt für Schritt eine Diplomatie des Vertrauens zwischen Deutschland und Israel aufgebaut. Zudem entstand aus diesem ersten Kontakt eine starke und dynamische Partnerschaft in der Wissenschaft und Forschung, die eine Vielzahl hochkarätiger Projekte mit großem Erfolg bearbeitet hat. Der ARCHES-Preis dient dazu, eben solche Projekte auszuzeichnen."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung vergibt nun zum 2. Mal den ARCHES-Förderpreis. In diesem Jahr wurde er in dem Bereich "Lebenswissenschaften" ausgeschrieben. Zwei deutsch-israelische ForscherInnenteams aus den Bio- und Medizinwissenschaften haben ihn erhalten.

Der ARCHES-Preis wird jährlich wechselnd in den Natur- und Ingenieurswissenschaften, den Lebenswissenschaften sowie den Geistes- und Kulturwissenschaften an deutsch-israelische NachwuchswissenschaftlerInnenteams vergeben. Er ist mit 400.000 Euro dotiert und wird zu gleichen Teilen auf die jeweils ausgezeichneten Teams aufgeteilt. Erstmals vergeben wurde der Preis im November 2008 anlässlich des Deutsch-Israelischen Jahres der Wissenschaft und Technologie und ging an ein junges geisteswissenschaftliches Team. Die Verwaltung des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens erfolgt durch die Minerva Stiftung GmbH.

Die "Minerva-Stiftung Gesellschaft für die Forschung mbH" besteht seit mehr als 40 Jahren und markierte den Beginn der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel. Seit 1973 hat die interministerielle Kooperation Forschungseinrichtungen beider Länder in mehr als 600 Projekten im Rahmen von Fachprogrammen gefördert. Weiteres Kernstück der Zusammenarbeit ist die 1986 gegründete Deutsch-Israelische Stiftung für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF). Im Rahmen der Deutsch-Israelischen Projektkooperation (DIP) unterstützt das BMBF seit 1997 disziplinübergreifende größere deutsch-israelische Projekte.

Die Preisträger des "Award for Research Cooperation and Highest Excellence" (ARCHES) sind:

Dr. Stephan Grill und Dr. Ohad Medalia für ihre Arbeit zur Zellforschung - Projektitel "Insights into the dynamics and architecture of tension generating actomyosin networks" und Dr. Rotem Karni und Prof. Lars Zender für ihre Arbeiten im Bereich der Krebsforschung – Projektitel "The involvement of splicing factors in Hepatocellular carcinoma development and maintenance".

Weitere Infos finden Sie unter:

www.bmbf.de und www.minerva.mpg.de



Jüdisches Leben

Beitrag vom 07.12.2009









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