Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam eingeweiht - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 3/2/5782 - Beitrag vom 19.03.2010


Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam eingeweiht
AVIVA-Redaktion

Fast vier Jahre nach dem Libanonkrieg hat die DIG aus Berlin und Potsdam am 11. März 2010 die ersten von insgesamt 5.000 Bäumen eines Wiederaufforstungsprojektes gepflanzt. Die Pinien, die Teil...




...eines Mischwaldes nahe des Sees Kineret (Genezareth) werden sollen, wurden von dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, Jochen Feilcke, seiner Stellvertreterin Maya Zehden und Vorstandsmitglied Mirko Freitag gesetzt. Im Beisein des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Harald Kindermann, enthüllte Feilcke in Kiryat Shemona eine Tafel, die an die Spende erinnert.

Vor nicht einmal vier Jahren fand die ungleiche Auseinandersetzung der Staatsmacht Israel mit der Hisbollah-Miliz statt. Dieser Krieg kostete 150 Israelis das Leben, Hunderte wurden verletzt, Hunderttausende flohen aus dem bedrohten Norden in den sichereren Süden.
Mirko Freitag war während des vierwöchigen Krieges in Israel: die Situation im Norden war unerträglich. Die psychische Belastung wegen der Einschläge der Katyuschas und durch den permanenten Bombenalarm, war insbesondere für Kinder und alte Menschen unvorstellbar groß. Auch im Libanon waren viele unbeteiligte ZivilistInnen Opfer der Kämpfe, die Situation der Flüchtlinge war verheerend.

"Der Krieg brachte großes Leid in ungezählte Familien. Zusätzlich musste auch die Natur einen hohen Preis zahlen. In nur 34 Tagen gab es durch die über 4.000 Katyuscha-Raketen der Hizbollah mehr als 700 Waldbrände - und weit über 750.000 vernichtete Bäume! Infolge dieses Krieges verbrannten ganze Waldgebiete mit schlimmsten Folgen für Israel und das Klima in der Region. Galiläa, die grüne Lunge Israels, verwandelte sich in großen Teilen in schwarze, verbrannte Erde. Jeder, der Israel kennt und regelmäßig besucht, weiß, wie wichtig diese grüne Lunge für das Land ist", so Freitag.

Angesichts dieser bedrohlichen Situation - aber auch aufgrund der Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen Israels im Jahr 2008, hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Potsdam beschlossen, nicht nur zu feiern, sondern auch aktiv zu helfen: Die DIG entschied, Israel anlässlich des Geburtstages einen "Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft" zu schenken und dadurch aktiv mitzuhelfen, den zerstörten Wald im Norden wieder aufzuforsten.

© Mirko Freitag v.l.n.r: Jochen Feilcke, Maya Zehden, Mirko Freitag


"Damit setzen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität und der Freundschaft - das für Jahrzehnte Bestand haben wird. In Israel werden die Menschen den Wald sehen und anerkennend feststellen, dass das Land treue Freunde in Deutschland hat", erklärte der Vorsitzende der DIG Berlin und Potsdam Jochen Feilcke.

"Insgesamt hat die DIG 50.000 Euro gesammelt, mit denen 5.000 Bäume gepflanzt werden können. Wir freuen uns, damit einen Beitrag zur Wiederaufforstung geleistet zu haben", ergänzte Vorstandsmitglied Mirko Freitag.

Der für das Aufforstungsprojekt zuständige Jüdische Nationalfonds hat heimische Baumarten ausgewählt, um einen Mischwald anzulegen, der den harschen Klimabedingungen und dem Wassermangel gewachsen ist.


Dieser Beitrag wurde AVIVA-Berlin vom Autoren Mirko Freitag freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Weitere Infos finden Sie unter: www.digberlin.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Ein Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft für den Galil (2008)


Jüdisches Leben

Beitrag vom 19.03.2010

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