Das jüdische Berlin - Teil 3 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 11/16/5781 - Beitrag vom 08.07.2004


Das jüdische Berlin - Teil 3
Denise Hoffmann

Ein kurzer historischer Abriss vom 13. Jahrhundert bis heute soll die Wechselhaftigkeit und Wichtigkeit Berlins für die deutschen Jüdinnen und Juden erklären.




Die Geschichte der Berliner Juden ist beinahe so alt wie die der Stadt selbst: Literarische und architektonische Quellen, wie Dokumente und Grabsteine aus dem 13. Jahrhundert, bezeugen jüdisches Leben in dieser Zeit.
Anfang der 1570er Jahre wurden alle Jüdinnen und Juden aus Berlin und Brandenburg verbannt.

Eine moderne jüdische Gemeinde gibt es in Berlin seit dem 17. Jahrhundert: Friedrich Wilhelm der Erste gestattete 50 reichen jüdischen Familien, die aus Wien vertrieben worden waren, per Edikt die Einreise und das Wohnrecht in Berlin - die Gründe dafür lagen in der Hoffnung des Großen Kurfürsten auf wirtschaftliche Konjunktur.
Am 10. September 1671 wurde die Jüdische Gemeinde zu Berlin gegründet.

Einer der prominentesten jüdischen "BerlinerInnen" war Moses Mendelsohn - "Mosche mi-Dessau" - der 1743 Berlin betrat.
Er gilt als Pionier auf dem Bereich der jüdischen Aufklärung, der Haskala, sowie der Emanzipation und Gleichstellung der Juden. Berlin war das Zentrum dieser Bewegung.

100 Jahre später wurde die Jüdische Reformgemeinde in Berlin gegründet. Es wurde der erste Reformgottesdienst abgehalten, der sich mit Orgelmusik,"Verlegung des Shabbat" auf den Sonntag und einer Vermischung von Männern und Frauen im Betsaal am evangelischen Gottesdienst orientierte.
1866 wurde die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße eingeweiht.

1933 lebten 160.000 Jüdinnen und Juden in Berlin, ca. ein Drittel davon wurde ermordet.
Zur Zeit der Nationalsozilisten war Berlin die Schaltstelle für die Planung und Durchführung der Vernichtung der europäischen Juden.
Davon zeugen unter anderem das Haus der Wannseekonferenz, verschiedene Denkmäler sowie die Topographie des Terrors.

Heute leben rund 11.000 Jüdinnen und Juden in Berlin. Kulturelles, religiöses, gastronomisches und politisches jüdisches Leben hat in Berlin wieder seinen Platz gefunden und zieht BerlinerInnen ebenso wie TouristInnen an!

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Jüdisches Leben

Beitrag vom 08.07.2004

AVIVA-Redaktion 






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