Deutsch-israelische Literaturtage vom 20. bis 24. März 2005 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 2/6/5782 - Beitrag vom 13.03.2005


Deutsch-israelische Literaturtage vom 20. bis 24. März 2005
Sarah Ross

Zum 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel laden die Heinrich-Böll-Stiftung und das Goethe-Institut zu einer literarischen Begegnung nach Berlin ein.




In Anlehnung an das Schwerpunktthema "Israel" der Leipziger Buchmesse 2005, und aus Anlaß der 40 Jahre bestehenden, diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, veranstalten die Heinrich-Böll-Stiftung und das Forum Goethe-Institut vom 20. bis 24. März 2005 die "deutsch-israelischen Literaturtage" in Berlin. Israelische und deutsche AutorInnen werden sich in zahlreichen Lesungen und Diskussionsrunden unter anderem mit den Fragen auseinandersetzen, was über die Gesellschaften beider Staaten, deren Befindlichkeiten und Konflikte in der Literatur erzählt wird, welche Funktion die SchriftstellerInnen in der politischen Öffentlichkeit beider Länder übernehmen, und wie die Shoah in der deutschen und israelischen Literatur reflektiert wird.

Nahum Goldmann, langjähriger Präsident des Zionistischen Weltkongresses und Vorsitzender und Präsident des Jüdischen Weltkongresses, schrieb in seinem Buch "Mein Leben als deutscher Jude", das "das Kapitel "Deutsche und Juden" [...] in jeder Hinsicht einmalig und einzigartig" ist. Obwohl es fast 20 Jahre dauerte, bis nach dem Ende des Krieges die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurden, so kann nach den nun insgesamt 40 Jahren andauernden deutsch-israelischen Beziehungen doch eine positive Bilanz gezogen werden. Denn wie Goldmann weiterhin in seinem Buch schreibt, ist es an den diplomatischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland zu erkennen, dass dies der richtige Schritt ist, der in die Richtung der Normalisierung führt. Vier Jahrzehnte nach dem 12. Mai 1965 können Israel und Deutschland auf eine Verbindung zurückblicken, die "von einer langsamen Annäherung, von der verspäteten Aufarbeitung der Geschichte, von der politischen Verpflichtung der Bundesrepublik gegenüber Israel, von Freundschaft und Misstrauen, aber auch von wachsender Kritik gegenüber der israelischen Besatzungspolitik und Auseinandersetzungen über die Gratwanderung zwischen legitimer Kritik und Verständnislosigkeit" geprägt ist.

Wie unter anderem diese Beziehung zwischen den beiden Staaten und die wechselseitige Wahrnehmung und Entwicklung der deutschen und israelischen Kultur und Literatur von SchriftstellerInnen beider Länder thematisiert wird, ist Gegenstand der "deutsch-israelischen Literaturtage". Zum Auftakt wird es ein Gespräch mit S.E. Shimon Stein, dem Botschafter des Staates Israel, Prof. Klaus-Dieter Lehmann, dem Vizepräsidenten des Goethe-Instituts, und Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, und anderen geben.
Auf dem Programm stehen weiterhin Lesungen und Gespräche mit bekannten AutorInnen wie Amos Oz (Israel), Yoram Kaniuk (Israel), Eva Demski (Deutschland) und Marcel Reich-Ranicki (Deutschland, angefragt).


Weitere Informationen zur Veranstaltung und das Programm erhalten Sie unter:
www.boell.de/de/01_event/3050.html

und unter:
Heinrich-Böll-Stiftung, Forum Goethe Institut
Michaela Birk, Tina Balla
birk@boell.de, forum-kultur@goethe.de
Tel.: 030-400 48 483
Tel.: 030-25906 510


Jüdisches Leben

Beitrag vom 13.03.2005

Sarah Ross 






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