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AVIVA-BERLIN.de 12/20/5778 - Beitrag vom 01.06.2005

Kunst in Auschwitz 1940-1945. Sztuka w Auschwitz 1940 - 1945
Sarah Ross

Vom 25. Mai bis 14. August 2005 wird im Centrum Judaicum in Berlin eine Ausstellung mit 140 Kunstwerken aus der Sammlung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim gezeigt.



In Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Dienst Berlin zeigt die Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum, zum Anlass des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, 140 Kunstwerke, die während der Lagerzeit entstanden sind. Die originalen Stilleben, Landschaften, Karikaturen, Genreszenen und vor allem Portraits der Häftlinge im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau stammen aus den Sammlungen des Museums in Oswiêcim. Mit dieser künstlerischen Retrospektive - "Kunst in Auschwitz 1940-1945" - ehren die verantwortlichen Institutionen nicht nur die im Lager umgekommenen Menschen, sondern auch die, die überlebten und in ihren Kunstwerken die bitteren Erfahrungen des Holocaust verarbeitet haben.

In der Hauptsequenz der Ausstellung, den Portraits, werden die körperlichen und seelischen Leiden der KZ-Häftlinge besonders deutlich, obwohl in den Bildern Terror und Gewalt nicht direkt gezeigt werden. Was diese Kunstwerke jedoch besonders hervorheben, ist die "Anwesenheit" der Menschen. Wie aus der Beschreibung von Franciszek Jazwiecki (1946) hervorgeht, waren die Bilder für die KünstlerInnen und die Dargestellten elementare Lebens- und Existenzbeweise: "Um eine Weile Glück zu erringen, vor allem um zu vergessen, zeichnete ich mit Bleistift weiter in den Lagern Porträts. Diese im Verborgenen gemachten Porträts ließen mich vergessen, führten mich in eine andere Welt, in meine Welt der Kunst. Dass Zeichnen mit dem Tod bestraft wurde, nahm ich einfach nicht zur Kenntnis, nicht weil ich mutig war, sondern weil ich die Gefahr nicht beachtete, so anziehend war es, in der eigenen Welt zu schaffen."

Die Bilder aus Auschwitz sind nicht nur selbständige und zugleich faszinierende Kunstwerke, sondern auch authentische Dokumente der grausamsten Epoche der Menschheitsgeschichte. Sie ermöglichen aufgrund der Spannung zwischen Kunst und Lageralltag, und des personalisierten Grauens, eine neue Form der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Völkermordes und des Konzentrationslagers.

Wie Krystyna Oleksy, die stellvertretende Direktorin des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim betont, reflektiert die Ausstellung ein wichtiges und schwieriges Thema, und gibt Antworten auf die Fragen, was dieser Ort war und ist und welche Rolle er in heutigen Zeiten spielen sollte.

Die Ausstellung entstand in Kooperation zwischen der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und dem MD (Museumspädagogischer Dienst) Berlin mit Unterstützung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim. Sie wird außerdem unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes, der Kulturstiftung der Länder, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Auswärtigen Amt und der Gesellschaft für ein Jüdisches Museum Berlin. Die Ausstellung ist eine Veranstaltung im Rahmen des Themenjahres "Zwischen Krieg und Frieden".

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.cjudaicum.de


Kunst in Auschwitz 1940-1945
Wann: vom 25. Mai bis 14. August 2005
Wo: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
Öffnungszeiten im Centrum Judaicum:
So und Mo 10 bis 20 Uhr / Di bis Do 10 bis 18 Uhr / Fr 10 bis 17 Uhr / Sa geschlossen
Eintritt: 3.00 Euro / ermäßigt 2,50 Euro.

Jüdisches Leben Beitrag vom 01.06.2005 Sarah Ross 





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