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AVIVA-BERLIN.de 11/25/5778 - Beitrag vom 21.07.2005

Neue Kommunikationsformen zum Thema Shoa
Sarah Ross

Mit dem Wintersemester 2005/2006 wird die amerikanisch-j├╝dische Touro University das "Bernard Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance" in Berlin errichten.



In den vergangenen sechs Jahrzehnten wurden Teile des als Holocaust bezeichneten Abschnitts j├╝discher, europ├Ąischer und deutscher Geschichte in der historischen und politikwissenschaftlichen Forschung durch zahlreiche detaillierte Einzelstudien umfassend erforscht. Was bisher jedoch fehlte, ist eine Gesamtdarstellung und besonders die Kommunikation ├╝ber den Holocaust, ├╝ber die bereits vorhandene Forschung, die Metastrukturen und dessen Zusammenh├Ąnge.
Mit der Errichtung des "Bernard Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance" auf dem Campus am Rupenhorn, soll diese L├╝cke in der Wissenschaft und Lehre geschlossen werden. Dr. Andreas Nachama, Gr├╝ndungsdirektor des Instituts, erkl├Ąrte, dass die Gesamtstrukturen des Holocaust in Europa sicht-, durchschau- und verstehbar gemacht werden m├╝ssen.

Vor allem jedoch sollen die neuen Formen der Vermittlung von Wissen und Erfahrungen ├╝ber den Holocaust und seine Zeitperiode, die am neu errichteten Institut entwickelt und publiziert werden, in der ├ľffentlichkeit Deutschlands wirken. Diese Erkenntnisse werden durch MultiplikatorInnen an Schulen und anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung eingesetzt. Dabei sollen vor allem israelische und US-amerikanische Erfahrungen bei der erfolgreichen Vermittlung des Holocaust pr├Ąsentiert und vergleichende Curriculumsstudien unternommen werden.
Ein derartiges Institut, das die "zahllosen wichtigen und fundierten Arbeiten und Erkenntnisse und eine entsprechende umfassende und zeitgem├Ą├če Kommunikation zum Thema Holocaust" zusammenf├╝hrt, so Dr. Bernard Lander, Gr├╝nder der Touro University, New York, fehlte bisher an einer Universit├Ąt in Deutschland, trotz der zahlreichen Gedenkst├Ątten und ihrer verdienstvollen Wirkung.

Ziel des Instituts ist es, eine neue und zeitgem├Ą├če Kommunikation des Themas Holocaust und Toleranz in der deutschen und f├╝r die deutsche ├ľffentlichkeit zu entwickeln. Diese soll eine alternative Form des Erinnerns m├Âglich machen, die die oft als verordnet empfundene aktuelle Trauer- und Erinnerungsarbeit ersetzt. Da sich die Rezeption der Zeitperiode Holocaust auch innerhalb der j├╝dischen Gemeinden in Deutschland durch die Zuwanderung russischsprachiger J├╝dinnen und Juden ver├Ąndert hat, bedarf es folglich auch einer ver├Ąnderten Kommunikation innerhalb der j├╝dischen Gemeinschaft in Deutschland. Die zuk├╝nftige Arbeit am Institut f├╝r Kommunikation ├╝ber Holocaust und Toleranz wird zwei Seiten haben: Neben der Vermittlung historischer Fakten und Zusammenh├Ąnge zum NS-Terror sowohl f├╝r die Mehrheitsgesellschaft als auch f├╝r die nachwachsenden Generationen der Minderheitsgesellschaften, wird es auch um die positive Sichtbarmachung der Werte und Ideale f├╝r die Mehrheitsgesellschaft, f├╝r die eine Minderheitsgesellschaft, f├╝r die z.B. die j├╝dische steht, gehen.

Das neue Institut wird zun├Ąchst in au├čercurricularen Veranstaltungen Beispiele f├╝r die Vermittlung des Holocaust Interessierten nahe bringen sowie die Curriculumsveranstaltungen des Touro College Berlin unterst├╝tzen. ├ľffentlichen Vortr├Ągen ├╝ber den Holocaust und Toleranz werden seminar├Ąhnliche ├ťbungen folgen, die die Vermittlung der jeweiligen speziellen Themen mit wissenschaftlichen Materialien und konkreten Kommunikationsbeispielen dokumentiert.
Zuk├╝nftig wird gepr├╝ft werden, ob das Institut auch einen gesonderten Studiengang "For Communication about the Holocaust and Tolerance" einrichten kann.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.touroberlin.de


Jüdisches Leben Beitrag vom 21.07.2005 Sarah Ross 





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