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AVIVA-BERLIN.de 11/21/5778 - Beitrag vom 17.08.2005

Tu B┬┤Av - der j├╝dische sweethearts day
Sarah Ross

Am 20. August 2005 - dem 15. Av 5765- wird wieder das j├╝dische Pendant zum Valentinstag gefeiert: Er ist einer der fr├Âhlichsten Feiertage und ein guter Tag, um sich zu verloben.



Tu B┬┤Av, der 15. des j├╝dischen Monats Av, wird eine Woche nach Tisha B┬┤Av (9. Av), dem traurigsten Tag im j├╝dischen Kalender - an dem der Zerst├Ârung des zweiten Tempels gedacht wird - gefeiert. ├ťber viele Jahrhunderte hinweg war dieser so genannte Halbfeiertag in Vergessenheit geraten, doch seit der Gr├╝ndung des modernen Staates Israel k├Ânnen wir ein Revival von Tu B┬┤Av miterleben: Einige der Kibbutzim (BewohnerInnen eines Kibbutz) "adoptierten" diesen Tag als eine Art j├╝dischen Valentinstag.

Doch was ist der Hintergrund, der Ursprung von Tu B┬┤Av, und warum ist dieser Tag ein so fr├Âhlicher Tag? Durch die gesamte Geschichte hindurch sind dem j├╝dischen Volk am 15. des Monats Av viele gute Dinge widerfahren. Der Talmud nennt mehrere Gr├╝nde, warum man sich an diesem Feiertag freuen soll: Unter anderem endete nach der Wanderung der IsraelitInnen durch die W├╝ste im vierzigsten Jahr das Sterben der Menschen infolge der "sin of the spies" . W├Ąhrend der Herrschaft Davids (ca. 1010-970 v. Z.) erlaubte das K├Ânigreich Judea den Menschen seines befeindeten Nachbarreiches Israel, wieder Opfer zum Tempel nach Jerusalem zu bringen, und ebenfalls an Tu B┬┤Av - nach dem Bar Kochbar Aufstand im Jahr 135 - wurde es den Juden wieder erlaubt, ihre Toten zu beerdigen.

Aber der 15. Av ist vor allem ein Tag an dem zahlreiche Restriktionen gegen├╝ber den Frauen aufgehoben wurden: Die Torah berichtet von dem Zugest├Ąndnis des Erbrechts an die T├Âchter Zelophats. W├Ąhrend des B├╝rgerkrieges, zur Zeit der Richter, war es den Frauen verboten, die M├Ąnner des Stammes Benjamin zu heiraten. Auch dieses Verbot wurde an Tu B┬┤av aufgehoben und die St├Ąmme wurden wieder vereint. Doch vor allem wird an diesem Tag die strikte Trennung der Geschlechter aufgehoben, und die Frauen sind nicht gezwungen, ihre Sch├Ânheit zu bedecken. So wurde Tu B┬┤Av bereits in der Antike zu einem Tag des Flirtens, zum einem Feiertag, der den Singles gewidmet ist.

Schon die Mishnah berichtet ├╝ber die heute wieder gel├Ąufigen Traditionen an Tu B┬┤Av: So gingen bereits damals junge, ledige Frauen in geborgten wei├čen Kleiden raus in die Weinberge und tanzten. Dann kamen die M├Ąnner in die Felder und w├Ąhlten sich eine Braut. Der Tausch der Kleider sollte verhindern, dass die M├Ąnner sich ihre Braut nach ihrem ├äu├čeren, oder dem Reichtum ihrer Familie w├Ąhlten, sondern danach, wie freundlich, liebevoll und mitf├╝hlend die Frau ist. Die Frauen sangen: "Anmut ist tr├╝gerisch und Sch├Ânheit - bedeutungslos".

Heute ist es in Israel an Tu B┬┤Av ein g├Ąngiger Brauch, rote Rosen an den Menschen zu verschenken, den man liebt, aber auch an enge FreundInnen und Verwandte. Dieser Strau├č roter Rosen ist das bedeutendste Symbol dieses Feiertages. Da Tu B┬┤Av in Israel immer mehr an Popularit├Ąt gewinnt, werden den ganzen Tag ├╝ber romantische Lieder im Radio gesendet und am Abend zahlreiche "Holiday of Love"-Partys gefeiert.

Da Tu B┬┤Av eine Woche nach Tisha B┬┤Av, dem Gedenktag an den tiefsten Punkt in der j├╝dischen Geschichte, gefeiert wird, ist er heute nicht nur ein Tag der Hoffnung und des Fortbestands, sondern auch ein Tag der Liebe - ein guter Tag, um sich zu verloben. Denn gem├Ą├č dem Talmud ist jeder und jedem von uns ein Seelenverwandter bzw. eine Seelenverwandte - the perfect match oder Bashert - zugedacht.

Jüdisches Leben Beitrag vom 17.08.2005 Sarah Ross 





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