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AVIVA-BERLIN.de 11/18/5781 - Beitrag vom 21.03.2006


Hundert Jahre American Jewish Committee (AJC)
Sarah Ross

In diesem Jahr begeht das AJC seinen 100. Geburtstag. Gewürdigt wird dieses Jubiläum unter anderem durch eine Reise des Board of Governors (BOG) durch Israel, Europa und Nordafrika.




Im Jahr 1906 wurde das American Jewish Committee (AJC) von deutschen Juden gegründet, die in die USA ausgewandert waren. Ihr Ziel war es, mit diesem Projekt für die Sicherheit und das Wohlergehen von Juden weltweit einzutreten, und sich für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen. So ist seither auch die Beziehung zwischen dem AJC und Deutschland traditionell eine besondere. In diesem Jahr feiert das American Jewish Committee bereits sein hundertjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wird unter anderem auch durch eine Reise des Board of Governors (BOG) durch Israel, Europa und Nordafrika gewürdigt, wobei mehr als einhundert VertreterInnen des BOG mit hochrangigen PolitikerInnen, MitarbeiterInnen von Nichtregierungsorganisationen und MedienvertreterInnen zusammentreffen. Die wichtigsten Stationen der Reise werden Jerusalem und Berlin sein.

Da das AJC durch seine GründerInnen untrennbar mit Deutschland verbunden ist, und auch dessen Arbeit mit und in Deutschland einer der wichtigsten Ecksteine des internationalen Engagements dieser Institution darstellt, wird vor allem Berlin einen Höhepunkt der Reise markieren. Entsetzt über die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung Russlands waren die GründerInnen des AJC überzeugt, dass der beste Weg, Juden in Russland und anderswo zu schützen, darin liegt, an einer Welt zu arbeiten, in der alle Völker gleichermaßen Achtung und Würde genießen.
So setzt sich das American Jewish Committee bis heute für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und gegenseitigen Respekt über ethnische, religiöse und nationale Grenzen hinweg ein.

Besonders jedoch vor dem Hintergrund der wechselhaften Geschichte dieser Zusammenarbeit, insbesondere geprägt durch die Shoah, ist das 1998 gegründete AJC-Büro in Berlin die Basis und das Symbol dafür, das eine Überwindung des Hasses möglich ist, sowie für eine friedliche Zukunft und dauerhaft stabile deutsch-jüdische Beziehungen.
Entsprechend gestaltet sich auch die Arbeit des Berliner Büros: Gemeinsam mit seinen PartnerInnen aus Politik, Diplomatie, Medien, NGOs und Bildung engagieren sich seine MitarbeiterInnen für die strategische Partnerschaft zwischen den USA und Europa. Das Büro fördert amerikanisch-europäische Initiativen im Nahen Osten und unterstützt transatlantische Bemühungen zur Bekämpfung von politischem Extremismus und Terrorismus. Es macht auf Fälle von Antisemitismus, Diskriminierung und andere Formen von Intoleranz aufmerksam, baut die Kontakte zwischen jüdischen Gemeinschaften in den USA und Europa aus und fördert den interreligiösen Dialog.

Weitere Informationen zum American Jewish Committee finden Sie unter: www.ajc.org



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Beitrag vom 21.03.2006

Sarah Ross 






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