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AVIVA-BERLIN.de 3/6/5782 - Beitrag vom 09.10.2006


Hannah Arendt. Denkraum
Yvonne de Andrés

Zum hundertsten Geburtstag der Denkerin und Jüdin (1906 - 1975) widmet sich vom 14. 10. bis 19.11.2006 eine Kunstausstellung in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in Berlin-Mitte...




den zentralen Begriffen ihres Denkens.

Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Linden bei Hannover geboren und starb am 4. Dezember 1975 in New York. Am 14.Oktober 2006 wird in Berlin, der Stadt, aus der sie 1933 vertrieben wurde, eine Ausstellung realisiert, die Denken und Sprache Hannah Arendts würdigt und die Aktualität und Wechselwirkungen ihres literarischen, philosophischen und politischen Schaffens sichtbar macht.
Die Ausstellung Hannah Arendt Denkraum ist ein experimentelles Kunstprojekt, bei dem dreizehn Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten (Installationen, Videos, bildnerischen Arbeiten und Skulpturen) sich den zentralen Begriffen Hannah Arendt zuwenden.

In der politischen Theorie und in der Schreibwerkstatt Hannah Arendts existieren zentrale Begriffe, deren Bedeutung, Wirkung und Aktualität unübersehbar ist.
Es sind dies Begriffe wie Arbeiten, Herstellen, Handeln, Denken, Verstehen und Lieben. Im Sinne Hannah Arendts verwendet, können sie auch heute dazu dienen, brennende Fragen angesichts der Krisen von Gesellschaft, Politik und Arbeitswirklichkeit zu erörtern.
Hannah Arendts Denkbilder sind literarisch-künstlerischen Formen wahlverwandt. In ihrem Denktagebuch notiert sie im August 1969: "Was Denken und Dichten verbindet, ist die Metapher. In der Philosophie nennt man Begriff, was in der Dichtung Metapher heißt. Das Denken schöpft aus dem Sichtbaren seine "Begriffe", um das Unsichtbare zu bezeichnen."
Die Metapher zielt bei Hannah Arendt auf das Neue und Unsichtbare und bedarf neuer Begriffe des Sichtbaren. Diese Methode Hannah Arendts korrespondiert mit gegenwärtigen Arbeitsmodellen und Konzepten bildender Kunst, die nicht nur im Metaphorischen operieren, sondern mit unverbrauchten und unerwarteten Verbindungen divergenter Elemente ebenfalls zu neuen Ansichten und Sehweisen vorstoßen wollen.
Hier setzt die Ausstellung Hannah Arendt Denkraum an. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler zeigen neue und ortsbezogene Kunstwerke und Installationen in Reflektion auf Hannah Arendt und die Aktualität ihres Denkens. Es geht den künstlerischen Beiträgen um eigenständige Darstellungen - nicht um Illustrierung - der im Werk Hannah Arendts entwickelten Denkformen und Sprachbilder.

Die Ausstellung wird begleitet von einer Vortragsreihe - jeweils donnerstags - in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße.

Teilnehmende KünstlerInnen:
Tobias Hauser, Berlin
Johan Lorbeer, Berlin
Volker März, Berlin
Susanne Hofer u. Katrin Oettli und Sebastian Hefti, Zürich
Thomas Hirschhorn, Aubervilliers und Marcus Steinweg, Berlin
Martha Rosler, New York
Judith Siegmund, Berlin
Parastou Forouhar, Offenbach, Teheran
Ram Katzir, Amsterdam
Adib Fricke, Berlin
Eine Veranstaltung des Hannah Arendt Denkraum e.V. in Zusammenarbeit mit dem Haus am Kleistpark, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Künste

Hannah Arendt Denkraum
Eröffnung der Ausstellung:
Samstag, 14. 10. 2006, ab 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Ehemalige Jüdische Mädchenschule, Auguststr. 11 - 13, Berlin-Mitte.
www.hannaharendt-denkraum.com

Feierliche Eröffnung:
Matinée- Veranstaltung
Sonntag 15. 10. 2006 um 12.00 Uhr
"Denkraum-Politik - Hannah Arendt zum 100. Geburtstag"

Akademie der Künste Studio
Veranstaltungsort: Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten
Eintritt: 5 Euro, erm.: 3 Euro
www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen

Künstlergespräch:
Sonntag 15. 10. 2006 um 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Ehemalige Jüdische Mädchenschule, Auguststr. 11 - 13, Berlin-Mitte.

Dauer der Ausstellung:
15. 10. bis 19. 11. 2006, 12.00 - 19.00 Uhr
Donnerstag 12.00 - 21.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro


Jüdisches Leben

Beitrag vom 09.10.2006

Yvonne de Andrés 






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