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AVIVA-BERLIN.de 1/25/5782 - Beitrag vom 20.10.2006


Jüdische Facetten
Sarah Ross

So das Motto der Jüdischen Kulturtage Berlin, die vom 22.10.-01.11.2006 stattfinden werden. Das alljährliche Festival feiert 2006 sein zwanzigjähriges Bestehen. Musik, Literatur, Film und Theater




Mit einem anspruchsvollen und genreübergreifenden Programm feiern die Jüdischen Kulturtage Berlin unter dem diesjährigen Motto "jüdische facetten" ihr 20-jähriges Jubiläum. Unter der künstlerischen Leitung von Peter Sauerbaum, Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, werden vom 22. Oktober bis 1. November 2006 bedeutende israelische und deutsche KünstlerInnen der Sparten Musik, Literatur, Film und Theater ein abwechslungsreiches und vielseitiges Festivalprogramm präsentieren. Hauptspielstätte wird das Festivalzelt im Innenhof der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin Mitte sein. Die Jüdischen Kulturtage Berlin haben sich seit 1986 zu einem führenden Podium für jüdische Kultur in Deutschland entwickelt.

Mit dem Titel "jüdische facetten" spannen die VeranstalterInnen der Jüdischen Kulturtage einen inhaltlichen Bogen der vielfältigen Kunst und Tradition. So wird das Festival mit einem Konzert der Berliner Symphoniker - unter der musikalischen Leitung von Lior Shambadal - am 22. Oktober im Veranstaltungszelt eröffnet. Der Theater- und Filmschauspieler Ulrich Mühe wird zu der Komposition von Viktor Ullmanns "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" die Textpassagen vortragen.

Neben weiteren Konzerten u. a. mit der renommierte Kammersängerin Helene Schneiderman, oder dem jüdisch-russischen Pianisten Vladimir Stoupel und seinem Ensemble, werden Ilja Richter und Judy Winter mit dem Programm "Zores haben wir genug..." eine Hommage an die Kabarettisten des Jüdischen Kulturbundes präsentieren.
Eindrucksvolle Lesungen sind mit zwei Überlebenden des Holocaust geplant: Gemeinsam mit Mark Aizikovitch berichtet Arno Lustiger über das Schicksal junger Shoa-Überlebender und Isaak Behar spricht über sein jüdisches Schicksal. Aus seinem Buch "Versprich mir, dass du am Leben bleibst" wird der renommierte Schauspieler Otto Sander lesen.

In Kooperation mit dem Berliner Ensemble im Theater am Schiffbauerdamm und dem Kino Babylon werden ferne verschiedene Theater- und Filmproduktionen gezeigt.

Darüber hinaus knüpft das junge Musikprogramm des Festivals in diesem Jahr eine direkte Verbindung zur jüdischen Gegenwart: mit "Hadag Nachash" , dem "Idan Raichel Project" und "Noa" gastieren Stars der israelischen und internationalen Musikszene im Festivalzelt. Auch DJ Shantel wird mit seinem legendären "Bucovina Club" und der Gastband "Boom Pam" wieder ein Abend im Zelt gehören.

Auch die Jüdische Gemeinde zu Berlin wird während des Festivals ihre Pforten für alle interessierten BürgerInnen und TouristInnen öffnen. Mit dem "Fest der Gemeinde" und in "Einer langen Nacht der Neuen Synagoge" in der Oranienburger Straße wird den BesucherInnen das kulturelle jüdische Leben mit diversen Führungen, Konzerten und Kinderveranstaltungen näher gebracht.

Hauptveranstaltungsort der Jüdischen Kulturtage ist wieder das Gelände der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße in Berlin Mitte. Dort befindet sich im Innenhof das imposante, transparente Veranstaltungszelt. Es steht an der Stelle, wo sich einst der Synagogenhauptraum befand. 1866 wurde die Neue Synagoge eingeweiht und im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Daher musste im Jahre 1958 der große Synagogenraum gesprengt werden. Mit dem Standort und der Beschaffenheit des Festivalzeltes, das den Gästen einen beeindruckenden Blick von Innen nach Außen gewährt, wird auch hier ein Bogen vom jüdischen Leben in der Vergangenheit bis zu den zukünftigen Jüdischen Kulturtagen geschlagen, die im Sommer 2007 als Open Air-Festival stattfinden werden.
Dieses Zelt soll während der Jüdischen Kulturtage nicht nur als Bühne für die KünstlerInnen dienen, sondern auch ein Ort der Begegnung sein, an dem die BesucherInnen die jüdische Kultur mit Musik, Theater, Lesungen, Film, Führungen und Festen erleben können.

Künstlerischer Leiter des diesjährigen Festivals ist Peter Sauerbaum. Er ist Dezernent für Bildung, Wissenschaft und Kultur in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und seit dieser Spielzeit Intendant des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder). Außerdem ist er Beauftragter der Stiftung Oper in Berlin. Bis Ende der Spielzeit 2004/2005 war Peter Sauerbaum geschäftsführender Direktor der Deutschen Oper Berlin. Als künstlerische Beraterin der 20. Jüdischen Kulturtage fungiert Shelly Kupferberg.

Der Vorverkauf zu den 20. Jüdischen Kulturtagen in Berlin startet am 21. September 2006. Karten sind unter der zentralen Tickethotline 01805-4470 (0,12 Euro/min) und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Außerdem erhalten Sie Karten in der Literaturhandlung, Joachimstaler Straße 13.

20. Jüdische Kulturtage Berlin
jüdische facetten
Wann: 22. Oktober bis 1. November 2006
Wo: Festivalzelt Innenhof Neue Synagoge, Oranienburger Straße 28-30, Berlin.
Weitere Informationen und das komplette Programm erhalten Sie unter: www.juedische-kulturtage.org


Jüdisches Leben

Beitrag vom 20.10.2006

Sarah Ross 






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