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AVIVA-BERLIN.de 11/22/5778 - Beitrag vom 16.05.2008

Rechte und Schutz von Frauen in Israel
AVIVA-Redaktion

Das gemeinn├╝tzige internationale The Israel Project informiert ├╝ber das ┬┤Recht auf Hilfe bei sexuellem Missbrauch und in Fragen der Fortpflanzung┬┤ f├╝r Frauen in Israel. Eine vorbildliche Rechtslage!



Alle Frauen in Israel, unabh├Ąngig ihrer ethnischer Abstammung oder Religion, genie├čen weitgehende Freiheiten, Rechte und Schutz sowie gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung. Die Unabh├Ąngigkeitserkl├Ąrung Israels "verb├╝rgt all seinen B├╝rgern (und B├╝rgerinnen. Anm. der Red.) ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung." (1)

Um allen israelischen Frauen die vollen, ihnen laut Gesetz zustehenden Rechte zu garantieren, hat die israelische Regierung - gemeinsam mit einer energischen Gruppe von Nicht-Regierungs-Organisationen f├╝r die Verteidigung von Frauenrechten - intensive Bem├╝hungen unternommen, um Israel weltweit an vorderster Front fortschrittlicher Frauenpolitik zu platzieren. Diese Bem├╝hungen haben zu umfangreichen Initiativen gef├╝hrt, mit dem Ziel, Opfern sexueller Gewalt zu helfen, allen israelischen Frauen kostenlose und umfassende Fruchtbarkeitsbehandlung anzubieten, sowie israelischen Frauen den Zugang zu sicheren und fachkundig ausgef├╝hrten Abtreibungen zu garantieren.

Kampf gegen sexuelle Gewalt und Schutz der Opfer

Laut Weltgesundheitsorganisation ist sexuelle Gewalt "ein verbreitetes globales Problem mit bedeutenden gesundheitlichen Konsequenzen f├╝r die Opfer, doch an vielen Orten der Welt erf├╝llen die verf├╝gbaren Dienstleistungen nicht den Bedarf der Opfer." (2) Israel hat weiterreichende Schritte unternommen, um Frauen vor sexueller Gewalt zu sch├╝tzen. Die israelische Gesetzgebung sieht eine Mindeststrafe f├╝r sexuelle Straft├Ąter und bei h├Ąuslicher Gewalt vor. Seit 1991 erm├Âglicht das Gesetz gegen h├Ąusliche Gewalt den Familiengerichten, Verf├╝gungen gegen gewaltt├Ątige Ehepartner zu erlassen. (3) Dar├╝ber hinaus stellt ein umfassendes Netzwerk von Sozialhilfeorganisationen Opfern sexueller Gewalt Beratung und Hilfe zur Verf├╝gung. Der Staat Israel, etwa so gro├č wie das Bundesland Hessen oder wie Slowenien, (4) verf├╝gt ├╝ber 14 Frauenh├Ąuser, einschlie├člich zwei, die ausschlie├člich f├╝r arabische Frauen reserviert sind. (5) Es gibt auch ein Hostel f├╝r die Rehabilitation sexueller Gewaltt├Ąter. (6)

Die am l├Ąngsten bestehende Organisation zur Unterst├╝tzung von Opfern sexuellen Missbrauchs ist ┬┤The Association of Rape Crisis Centers┬┤ (Vereinigung von Krisenzentren bei Vergewaltigung - ARCC), die in Israel acht Niederlassungen hat. Sie bietet besondere Unterst├╝tzung f├╝r religi├Âse Frauen, (7) f├╝r sexuell missbrauchte M├Ąnner und Jungen, sowie f├╝r sexuell missbrauchte religi├Âse M├Ąnner und Jungen. (8) Ihre freiwilligen MitarbeiterInnen sprechen Hebr├Ąisch, Russisch, Arabisch, Englisch, Amharisch, (9) Franz├Âsisch, Deutsch, Spanisch, Japanisch, Ungarisch, Rum├Ąnisch, Italienisch, Persisch und Jiddisch. (10) Das Krisenzentrum der ARCC f├╝r religi├Âse Frauen bietet auch Hotlines f├╝r ├Ąthiopische und russische Frauen. (11) Das B├╝ro der ARCC in Be┬┤er Sheba steht der Bev├Âlkerung in der s├╝dlichen Region (Negev), einschlie├člich der Beduinen (arabische Nomaden), zur Verf├╝gung. (12)

ARCC bietet eine breite Palette kritischer Dienstleistungen, einschlie├člich:
Unterst├╝tzt Opfer sexueller Gewalt und deren Familien,
F├Ârdert das Bewusstsein der Gemeinschaft f├╝r sexuelle Gewalt und Traumata und sch├╝tzt die Rechte der Opfer,
Betreibt rund um die Uhr eine Kriseninterventions-Hotline f├╝r Opfer von Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs, Inzest und sexueller Bel├Ąstigung,
Bietet Opfern fortlaufende Unterst├╝tzung, wie beispielsweise pers├Ânliche Beratung und Selbsthilfegruppen,
Begleitet Opfer zur Polizei, ins Krankenhaus und vor Gericht,
Hilft bei den gerichtlichen Verfahren,
Bietet in Schulen Workshops zur Pr├Ąvention von Vergewaltigungen und bildet SpezialistInnen fort (ErziehungsberaterInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, ├ärztInnen und polizeiliche ErmittlerInnen), damit Opfern von Vergewaltigungen geholfen werden kann. (13)

Andere Organisationen, die Opfern helfen, sind die ┬┤Israel Association for Child Protection┬┤ (Israelischer Kinderschutzbund), (14) ┬┤L.O. - Combat Violence Against Women┬┤ (Gewalt gegen Frauen bek├Ąmpfen) (15) sowie die ┬┤Israel Trauma Coalition┬┤. (16)

Kostenlose, modernste Fruchtbarkeitsbehandlung f├╝r alle Frauen in Israel

Die israelische Nationale Krankenkasse finanziert Fruchtbarkeitsbehandlung f├╝r alle Frauen in Israel, (17) J├╝dinnen, Christinnen, Musliminnen, Drusinnen und Baha┬┤i. (18) Unabh├Ąngig von ihrer Religion, ob s├Ąkular oder religi├Âs, verheiratet oder unverheiratet, alle haben kostenlosen Zugang zu Israels hochmodernen Fruchtbarkeitstechnologien. (19) Die Behandlung ist allerdings Frauen unter 45 Jahren vorbehalten und auf die ersten zwei Kinder beschr├Ąnkt. (20)

Israel verf├╝gt ├╝ber eine h├Âhere Anzahl an Fruchtbarkeitskliniken pro Kopf (21) die mehr als 30 gro├če Fruchtbarkeitszentren betreiben (22) - als jedes andere Land der Welt, sowie ├╝ber die weltweit h├Âchste Rate an In-Vitro-Fertilisation. (23) Israel verf├╝gt au├čerdem ├╝ber die h├Âchste Rate an krankenhausinternen Zentren f├╝r In-Vitro-Fertilisation: einer Bev├Âlkerung von weniger als 7 Millionen Menschen stehen ├╝ber zwei Dutzend solcher Zentren zur Verf├╝gung, die zudem eine H├Âchstzahl an Fruchtbarkeitsbehandlungszyklen je Patientin ausf├╝hren. (24)

Es ist bemerkenswert, dass unfruchtbare Amerikanerinnen regelm├Ą├čig nach Israel reisen, um hier fortschrittlichste und erschwingliche Behandlungen zu erhalten. W├Ąhrend die Behandlung f├╝r israelische B├╝rgerinnen kostenlos ist, zahlen andere etwa 6.500 Dollar je In-Vitro-Befruchtungszyklus, (25) wobei die durchschnittlichen Kosten eines solchen Zyklus┬┤ in den Vereinigten Staaten bei 12.400 Dollar liegen. (26) Zudem ist die begleitende Behandlung im Schnitt erheblich g├╝nstiger als in den Vereinigten Staaten. (27)

Israelisches Gesetz bietet allen Frauen sichere und legale Abtreibungen

Unter massivem Druck seitens Frauenorganisationen legalisierte die Knesset (israelisches Parlament) 1977 die Abtreibung (28), die seitdem von israelischen Frauen in F├Ąllen ausgef├╝hrt werden k├Ânnen, wo eine Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ein direktes k├Ârperliches oder geistiges Gesundheitsrisiko f├╝r die Schwangere darstellen k├Ânnte, in F├Ąllen von Vergewaltigung oder Inzest, sowie in manchen F├Ąllen f├Âtaler Fehlentwicklung. (29) Abtreibung ist in Israel nicht auf einen bestimmten Zeitraum der Schwangerschaft begrenzt. (30)

Abtreibungen m├╝ssen von ├ärztInnen in anerkannten medizinischen Einrichtungen ausgef├╝hrt werden und erfordern die schriftliche Zustimmung der schwangeren Frau. Die Abtreibung muss von einem Komitee aus zwei ├ärztInnen und einer/m SozialarbeiterIn genehmigt werden. (31) Obwohl diese Komitees ein formaler Bestandteil des Abtreibungsverfahrens in Israel sind, werden Abtreibungen in ├╝berw├Ąltigender Mehrzahl genehmigt. So wurden im Jahr 1991 95,6 % aller Antr├Ąge genehmigt. (32)

Israelische Frauen genie├čen f├╝r die Abtreibung die Garantie einer sicheren und fachkundigen Behandlung in einem Krankenhaus ihrer Wahl. Minderj├Ąhrige ben├Âtigen keine Zustimmung ihrer Eltern, um eine Abtreibung auszuf├╝hren. (33) In F├Ąllen, in denen die Geburt ein Risiko f├╝r die Mutter darstellen w├╝rde, bei Frauen unter 17 oder ├╝ber 40 Jahren, bei anormaler Entwicklung des F├Âtus sowie in F├Ąllen von Vergewaltigung oder Inzest wird die Behandlung vom Staat bezahlt. (34) Ansonsten kostet eine Abtreibung in der Regel zwischen 350 ÔÇô 600 Dollar. (35)
Trotz dieser M├Âglichkeit zur Abtreibung liegt die offizielle israelische Abtreibungsrate um 50 % niedriger als jene in den Vereinigten Staaten. (36)

The Israel Project ist eine internationale gemeinn├╝tzige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Presse und die ├ľffentlichkeit ├╝ber den Staat Israel zu informieren und Sicherheit, Freiheit und Frieden zu f├Ârdern. Die Organisation bietet JournalistInnen, F├╝hrungskr├Ąften und Entscheidungstr├ĄgerInnen zuverl├Ąssige Informationen ├╝ber den Staat Israel. The Israel Project ist mit keiner Regierung oder Regierungsbeh├Ârde verkn├╝pft.

Weitere Infos unter: www.theisraelproject.org

Fu├čnoten
(1) "A Free People in Our Land: Israel┬┤s Declaration of Independence," Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, 1. April 2005
(2) "Gender, Women and Health," World Health Organization Website, Zugriff vom 17.3.2008
(3) und (6) "The Advancement of the Status of Women - Israel 2001," Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, Zugriff vom 18.2.2008
(4) "Israel: Country Overview," The Encyclopedia of Nations Web site, Zugriff vom 5.2.2008
(5) und (15) "Three Decades of Work in Israeli Shelters", "L.O. - Combat Violence Against Women" Web site, Zugriff vom 7.2.2008
(7) - (13) "The Association of Rape Crisis Centers of Israel - Crisis Center for Religious Women," The Association of Rape Crisis Centers of Israel Web site, Zugriff vom 2.4.2008
(14) "ELI - An Overview," Israel Association for Child Protection Web site, Zugriff vom 7.2.2008
(16) "Israel Trauma Coalition," UJA Federation of New York Web site, Zugriff vom 7.2.2008
(17) und (19) und (21) und (23) und (34) Kahn, Susan Martha, Reproducing Jews: A Cultural Account of Assisted Conception in Israel, Duke University Press, 2000
(18) "International Religious Freedoms Report 2007," United States Department of State Web site, Zugriff vom 8.4.2008
(20) und (24) Seigel, Itzkovich, Judy, "Israel restricts fertility treatment," British Medical Journal, M├Ąrz 1999
(22) und (25) und (27) Lee, Felicia R., "Driven by Costs, Fertility Clients Head Overseas," The New York Times, 25. Jan. 2005
(26) "Frequently Asked Questions about Infertility," American Society of Reproductive Medicine Web site, Zugriff vom 8.4.2008
(28) (32) und (33) und (35) Portugese, Jacqueline, Fertility Policy in Israel, Greenwood Publishing Group, 1998
(29) und (31) "Abortion Policies: A Global Review,ÔÇŁ United Nations Web site, Zugriff vom 8.4.2008
(30) "Abortion Laws Around the World", The Pew Forum on Religion and Public Life Web site, Zugriff vom 8.4.2008
(36) Osborne, Aaron S., "Israel: Bill Sparks Abortion Contraversy in Israel,ÔÇŁ Christianity Today, 7. April 1997

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