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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 28.03.2007


Christina Bjordal – Brighter days
Silvy Pommerenke

Wie ein lauer Frühlingswind klingt die musikalische Arbeit der Norwegerin. Easy listening in Form von Jazzklängen, die sowohl für den späten Barbesuch geeignet sind, als auch für das...




...Jazzfrühstück am Sonntagmorgen.

Die 26-jährige hatte ihre ersten Gesangsversuche auf dem größten norwegischen Öltanker, wo sie in der Küche mit dem Chefkoch sang - doch dies ist sieben Jahre her. Zuvor hatte sie mit vierzehn Jahren einen missglückten Soloauftritt im lokalen Gospelchor, der sie beinahe dazu brachte, nie wieder als Solistin vor ein Mikrofon zu treten. Aber es ist bekanntlich noch keine Meisterin vom Himmel gefallen, so dass ihr stetiges Weiterstreben vor drei Jahren denn doch zu ihrer ersten Albumproduktion "Where dreams begin" führte. Diese brachte ihr in Norwegen den ersehnten Erfolg und machte sie auf einen Schlag populär.

Für ihr zweites Projekt zog sie sich die Landsmännin Silje Nergaard ins Boot, mit der sie zusammen "At my side" komponierte. Ihre bekanntere Kollegin zog zudem ihren Texter und Schlagzeuger mit hinzu. Kein Wunder also, wenn Bjordal stellenweise wie Nergaard klingt...

Dennoch hat sie ihren eigenen Stil, der verhalten und unaufdringlich von dem Tonträger widerhallt. Ihre folkloristische Aufmachung auf dem Titelcover mag nicht so recht zu dem Inhalt der CD passen, denn folkloristisch ist ihre Musik bei weitem nicht, da sie mit modernem populären Jazz verzaubert. Wenn man das CD-Cover ansieht, könnte man sie vom Äußeren glatt für die Schwester von Heike Makatsch halten, aber Gott sei Dank unterscheiden sie sich stimmlich stark voneinander. Bjordal, die komplexe Strukturen in ihren Songs vermeidet, hat ihr Augenmerk auf feine, kleine Songs gelegt. Somit spricht sie vielleicht die gleiche Zielgruppe wie die von Makatsch an, präsentiert das Ganze jedoch mit einer besser ausgebildeten Stimme. Die Stücke des Albums schrieb sie mit Hilfe ihrer Musiker größtenteils selbst, ausgenommen dem von Nergaard, und man kann auf die nächste CD hoffen, die noch mehr von Christina und weniger von Silje präsentieren wird. Damit ein wenig mehr Charisma von ihr ausgeht, und sie nicht in der überbordenden Schwemme von Vokal-Jazz-Musikerinnen untergeht.

Insgesamt wirkt das Album wie ein Weichspüler für verwaschene Wäsche: das, was früher schon da war, wird mit neuem Glanz überzogen und erblüht am Körper erneut und unwiderstehlich in frischem Glanz!

Anspieltipps: "Marking time" ist ein erfrischender Vorfrühlingsbote, der ob seiner unkomplizierten und gradlinigen Art überzeugt. Auch der Opener "Destined to try" transportiert diese unwiderstehliche Frühlingsbrise.

Weiterhören: Silje Nergaard und Rebekka Bakken

Christina Bjordal im Netz: www.christinabjordal.com

AVIVA-Tipp: Christina Bjordal bringt eine starke Verknüpfung von Pop- und Jazzelementen, die in ein Easy listening münden. Im schönsten Sinne des Wortes, denn unbeschwerter kann man den Tag nicht beginnen – oder die Nacht nicht enden lassen!

Christina Bjordal
Brighter days

Label: Emarcy / Universal Classics, VÖ: Februar 2007.
EAN: 0602498566848
Preis: 19,99 Euro
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Beitrag vom 28.03.2007

Silvy Pommerenke 






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