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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 27.03.2007


Dee Dee Bridgewater – Red earth
Silvy Pommerenke

Ungewohnt afrikanisch klingt das neue Album von der amerikanischen Jazzsängerin. Sie holte sich dabei tatkräftige Unterstützung von malischen MusikerInnen, die ihre eigene Handschrift darauf...




...hinterließen.

Der Titel der CD "Red earth" entstand daraus, dass Bridgewater eine Ähnlichkeit der roten Erde Malis zu den Farben ihrer Heimatstadt Tennessee empfand. Angetreten hatte ihre Reise zu dem schwarzen Kontinent, weil sie neben der Suche nach einer neuen kulturellen Identität auch nach ihren Roots suchte. Die fand sie schließlich in der westafrikanischen Republik in Form "einer besonderen spirituellen Kraft" die von der einheimischen Musik ausgeht. Die rund dreißig Ethnien, die das Land bevölkern, versprechen eine kulturelle Vielfalt, die sich letztendlich auch in der Musik widerspiegelt. Dee Dee hat diese verschiedensten Einflüsse aufgesogen und in ihr neuestes Musikprojekt einfließen lassen. "Aufgenommen mit afrikanischen Top-Stars wie Cheick Tidiane Seck, Toumani Diabate und Oumou Sangare, sowie Dee Dee's erstklassigem Jazz-Trio, verschmelzen große Jazzklassiker und traditionelle Mandingo-Titel zu sehr persönlichen Songs voll treibender, ungebändigter Energie und Lebensfreude."

1950 in Memphis, Tennessee geboren, hatte sie in den Sechzigern nur mäßigen Erfolg auf den amerikanischen Bühnen. Erst ihr Umzug 1987 nach Paris bereitete ihr einen Aufstieg in die europäische musikalische Landschaft des Jazz. Es folgten Alben, auf denen sie Horace Silver ("Love and peace", 1995), Duke Ellington ("Prelude to a Kiss", 1996), Ella Fitzgerald ("Dear Ella", 1997) und schließlich Kurt Weill ("This is new", 2002) interpretierte und Tribut zollte. Die Analogien zu obengenannter Fitzgerald und Sarah Vaughan waren schnell gezogen und gaben den Gradmesser an für die weiteren Produktionen.

Aber nicht nur im Studio, sondern auch live ist Bridgewater mit ihren musikalischen FreundInnen ein Wahnsinnserlebnis. Das Konglomerat aus nordamerikanischen und afrikanischen Beats lässt kaum eine/n der ZuhörerInnen auf den Stühlen sitzen bleiben. Die Leichtigkeit, die bei allem über der Bühne schwebt und die unglaubliche Energie die von der kleinen Crew über die Bretter ins Auditorium schwappt, ist ein unvergesslichen Konzerterlebnis!

Anspieltipps: "Footprints" ist eines der vielen wunderbaren Musikstilvermischungen, die es auf diesem Album gibt, und bei dem Dee Dee ihre volle Stimmenvielfalt zum besten gibt. "Four Women" - ursprünglich von Nina Simone gesungen - wird von Bridgewater in einer unübertrefflich leichtfüßigen Art und Weise interpretiert. Vor allem, weil der Song – so wie es sich gehört – gegen Ende hin dann doch noch richtig anhebt.

Weiterhören: Oumou Sangaré und Rokia Traore

Dee Dee Bridgewater im Netz:www.deedeebridgewater.com

AVIVA-Tipp: Für die Wurzelsuche ist es nie zu spät. Dee Dee Bridgewater hat damit zugegebenermaßen erst spät angefangen, aber das Ergebnis lässt allemal von sich hören. Die amerikanische Musikerin verbindet Jazzstandards mit musikalischen Elementen aus Mali. Für eine grenzenlose Welt!

Dee Dee Bridgewater
Red earth

Label: Emarcy / Universal Classics, VÖ: März 2007.
EAN: 0602517228290
Preis: 18,99 Euro
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Kunst + Kultur

Beitrag vom 27.03.2007

Silvy Pommerenke 






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