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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 11.12.2007


Elisabeth Kontomanou – Back to my groove
Silvy Pommerenke

In Frankreich wird die Jazz- und Bluessängerin wie eine Königin verehrt. Zu Recht, denn ihre Art zu intonieren erinnert stellenweise an die legendere Nina Simone oder auch...




...an die moderneren Schwestern wie Dee Dee Bridgewater oder Cassandra Wilson.

Bei den elf Stücken von "Back to my groove" handelt es sich explizit um Eigenkompositionen der Sängerin. Dabei umfasst sie eine Spannweite von old-fashioned Jazzstücken, über moderne Improvisationen bis hin zu starken Bluesanleihen. Das Album begeistert dank seiner Vielfalt und ausgeklügelten Arrangements, die für Piano, Percussions, Bass und Saxophon inszeniert wurden. Dabei stehen die Instrumente manches Mal im Vordergrund, meistens jedoch sind sie "einfach nur" die idealen Begleiter für die Alt-Stimme der Französin mit griechisch-afrikanischen Wurzeln.

Aufgewachsen in Südfrankreich, bei ihrem guineischen Vater und ihrer griechischen Mutter, hat sich Elisabeth Kontomanou ihre musikalischen Fähigkeiten autodidaktisch (!) angeeignet. Sie gründete Ende der achtziger Jahre ihre erste Jazzformation, nahm 1993 ihr Debutalbum auf und ging bald darauf in die USA, wo sie in kleineren Clubs auftrat. Zurück in ihrer Wahlheimat Frankreich wurde sie 2006 zur besten Jazzvokalistin des Jahres (Les Victoires du Jazz) gekürt und erhielt für die im gleichen Jahr erschienene CD "Waitin' for Spring" größtes Lob von Seiten der Kritik. Mit "Back to my groove" geht sie ihren stilsicheren Weg weiter.

Anspieltipps: Gleich der Opener "Back to my groove" ist mit einem faszinierenden Intro versehen, das in wahrhaft dramatischer Form eine Liebes-Geschichte erzählt – großartig! "Late cold night" ist eines dieser Lieder, bei dem die griechisch-afrikanische Sängerin verdächtig nach Nina Simone klingt. Phantastisch jazzig und bluesig ist dieses Stück geraten, das die volle Bandbreite von Kontomanou unter Beweis stellt. "My love" erzählt den tragischen Verlust einer Liebe, die dennoch unvergesslich bleibt. Wunderbar untermalt vom Sopran Saxophon, das sich wie kaum ein anderes Instrument dazu anbietet, Wehmut in Töne umzusetzen. "Dreams of gold" ist in seiner Komposition an old-fashioned Jazz der fünfziger Jahre angesiedelt, und Elisabeth Kontomanou trifft hier eine Stimmlage, die durchaus als Kontra-Alt bezeichnet werden kann, und die für eine Frau extrem ungewöhnlich ist.

Elisabeth Kontomanou auf MySpace

Weiterhören: Dee Dee Bridgewater und Abbey Lincoln

AVIVA-Tipp: Das neueste Album von Elisabeth Kontomanou kann man ohne Zweifel als ein Kleinod im Jazzbereich bezeichnen. Der Stimmumfang der Sängerin ist beachtlich, und ihre Mitmusiker haben geholfen – vor allem Sam Newsome mit seinem Sopran Saxophon – ein sehr ausgefallenes Jazzalbum mit starken Bluesanleihen zu produzieren.

Elisabeth Kontomanou
Back to my groove

Label: Nocturne / Broken Silence, November 2007


Kunst + Kultur

Beitrag vom 11.12.2007

Silvy Pommerenke 






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