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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 12.07.2008


Carla Bruni - Comme Si de Rien N`Etait
Silvy Pommerenke

Es ist schwer, dieses Album nicht in die Zeit vor und nach Sarkozy zu beurteilen, denn es gibt sehr wohl markante Unterschiede zum Vorgängeralbum "No promises". Dies aber im positiven Sinne,...




...denn die italienische Sängerin hat ein ultra-phantastisches drittes Album hingelegt!

Mein Gott, klingt die Frau verliebt. Gönnen wir den beiden also von Herzen dieses Märchen – es wird schon früh genug von allein aufhören ...

Stellen Sie sich nur mal vor, Angela Merkel hätte eine Beziehung zu – na, sagen wir mal - Xavier Naidoo. Okay, weit hergeholt, aber wahrscheinlich ist die Beziehung zwischen Bruni und Sarkozy für die FranzösInnen genau so weit hergeholt. Der eine Staatsmann, die andere Musikerin. Er älter, sie deutlich jünger. Er Franzose, sie Italienerin. Dies sind konträre Eigenschaften, die von der Gesellschaft nicht gerne gesehen werden, stellen sie doch das eigene fest zementierte Weltbild in Frage. Somit bedarf das neue Album von Carla Bruni besonderer Aufmerksamkeit, und verdient es auch, denn die Musikerin beweist, dass das eine mit dem anderen sehr wohl funktionieren kann.

Einerseits klingt das Album sparsamer instrumentiert, als seine Vorgänger, andererseits wartet Bruni mit vielerlei neuen und vielfältigen Instrumenten auf, die das Hören zu einem akustischen Abenteuer werden lassen. Ihre Stimme ist nach wie vor rau und heiser, klingt gleichzeitig verlebt und unschuldig, und dabei zart und wild. Vielerlei Gegensätze also, ähnlich wie der berufliche Gegensatz zwischen ihr und ihrem Gatten. Das Album beweist einmal mehr, dass Mann und Frau sich einfach nur von seinen und ihren gesellschaftlichen Zwängen befreien müssen, um authentisch zu sein. Und Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.

Bruni hat sich für "Comme Si de Rien N`Etait" altbewährte Musiker mit ins Studio geholt, denn nach ihrer Aussage hätte sie "große Schwierigkeiten, mit einer völlig fremden Person zusammenzuarbeiten. Es ist sehr wichtig für mich, dass die Aufzeichnungen völlig ruhig verlaufen." Ruhig ist denn auch die CD geworden, etwas anderes hätte man von der Sängerin auch nicht erwartet. Und dennoch ist sie einerseits lebendiger als seine Vorgänger und gleichzeitig melancholischer. Ein Gegensatz, der durchaus machbar ist. Prädikat absolut hörenswert!

Carla Bruni im Netz: www.carlabruni.com und auf MySpace

Weiterhören: Lara Fabian und Natasha St.Pier

AVIVA-Tipp: Während das zweite Album kaum von seiner Ausdruckskraft an das famose Debutalbum "Quelqu`un M`a Dit" anknüpfen konnte und sogar ziemlich blass daher kam, schafft Carla Bruni – der Liebe sei Dank – ein phantastisches drittes Album. "Comme Si de Rien N`Etait" hört exakt dort auf, wo das Debut angefangen hat, nämlich bei traumhaftem und emotionalem poppigem Chanson, der nie langweilig wird, sondern eine dezente Leidenschaft zu Tage bringt. Französisches Lebensgefühl, das nach Mehr klingt!

Carla Bruni
Comme Si de Rien N`Etait

Label: Naïve, VÖ: Juli 2008


Kunst + Kultur

Beitrag vom 12.07.2008

Silvy Pommerenke 






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