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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 19.11.2011


Continu. Von Sasha Waltz. Vom 18. bis 21. November 2011 im Haus der Berliner Festspiele
Sharon Adler

Nach der Deutschlandpremiere im Rahmen von spielzeit´europa 2010 hat die Choreografin das Stück kontinuierlich weiterentwickelt und kehrt nun nach Gastspielen in Zürich, Paris und Salzburg ...




... mit einer neuen Fassung von Continu endlich in das Haus der Berliner Festspiele zurück.

In Continu führt die Star-Choreografin wesentliche Elemente ihrer Arbeiten der vergangenen zehn Jahre konsequent zusammen. Das Stück erzeugt ein Spannungsfeld choreografischer, musikalischer und bildnerischer Energieströme und, so Sasha Waltz im Interview mit Giselind Rinn: "Das Stück bearbeitet das Thema der Getriebenheit, des Wollens, der rohen, ungehemmten Emotion im Kontrast zur geistigen Distanz oder Kontrolle. Das steckt schon in den zwei Teilen des Stückes, dem ersten, schwarzen Teil, in dem es um die Verankerung mit der Erde, um die Triebe und um das Begehren geht. Der zweite, weiße Teil ist der geistige Teil."

Der Titel steht aber auch für die Kontinuität der nicht ewigen Kräfte der Natur und für das Individuum, seine sich verändernde Position in der Gruppe, für Interaktion und Reaktion.
Sasha Waltz hat in Continu wichtige Impulse aus ihren beiden großen Museumsprojekten von 2009 aufgegriffen: den künstlerischen Inaugurationen des Neuen Museums von David Chipperfield in Berlin und des MAXXI von Zaha Hadid in Rom. Gemeinsam mit 24 TänzerInnen entwirft sie eine großformatige und archaische Choreografie. Das epochale sinfonische Orchesterwerk Arcana von Edgar Varèse bildet das musikalische Zentrum von Continu, umgeben von weiteren Kompositionen Varèses sowie von Iannis Xenakis und Claude Vivier.

AVIVA-Tipp: Continu ist radikal, wild und stark. Atemlos verfolgt die Zuschauerin Bild um Bild, Szene für Szene und kann sich nicht sattsehen an den immer neuen Formationen der TänzerInnen, die hier ihr absolut Bestes geben.

Zur Choreografin: Sasha Waltz wurde in Karlsruhe geboren. Von 1983 bis 1987 studierte sie Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 in Berlin die Company Sasha Waltz & Guests und 1996 die Sophiensaele. Von 2000 bis 2005 gehörte sie der künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz an. Hier entstanden unter anderem die Stücke Körper, S und noBody sowie die choreografische Installation insideout.
2005 realisierte Sasha Waltz & Guests ihre erste choreografische Oper, Dido & Aeneas von Henry Purcell, uraufgeführt am Grand Théâtre de Luxembourg und an der Staatsoper Berlin. Es folgte Medea zur Musik von Pascal Dusapin, Text von Heiner Müller, die im Mai 2007 in Luxemburg uraufgeführt und im September als Deutschlandpremiere an der Staatsoper Berlin gezeigt wurde. Für die Opéra National de Paris choreografierte Waltz im Oktober 2007 Roméo et Juliette von Hector Berlioz.
Das musikalisch-choreografische Projekt Jagden und Formen [Zustand 2008] mit der Musik von Wolfgang Rihm wurde im Frühjahr 2008 in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern in Frankfurt/Main uraufgeführt und im darauffolgenden Jahr auch in Berlin bei spielzeit´europa gezeigt. 2009 weihte Sasha Waltz zwei große Museumsbauten künstlerisch ein: Im März begeisterte ihre musikalisch-choreografische Installation Dialoge 09 – Neues Museum in Berlin mehr als 10.000 ZuschauerInnen. Dialoge 09 – MAXXI war im November zur feierlichen Einweihung des Museumsneubaus von Zaha Hadid in Rom zu sehen.
Im Juni 2010 wurde Continu bei den Zürcher Festspielen uraufgeführt, im November 2010 war die Deutschlandpremiere bei spielzeit´europa zu erleben. Im November 2011 ist die gefeierte Produktion nochmals im Haus der Berliner Festspiele zu Gast.
2011 realisierte Sasha Waltz eine weitere choreografische Oper: Matsukaze des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa, eine Koproduktion von Sasha Waltz & Guests, kam am Opernhaus La Monnaie in Brüssel zur Welturaufführung. Neben Vorstellungen in Luxemburg und Warschau war diese Produktion im Juli 2011 auch an der Staatsoper im Schillertheater als Deutschlandpremiere zu sehen. Ebenfalls 2011 überzeugte ihr in Zusammenarbeit mit den Architekten Milla und Partner gestalteter Entwurf für das Einheitsdenkmal die Jury.
Für ihre Arbeit wurde Sasha Waltz mehrfach ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift ballettanz wählte sie im August 2007 zur Choreografin des Jahres. Zuletzt erhielt sie den französischen Kulturorden Officier de l´Ordre des Arts et des Lettres, den Caroline-Neuber-Preis 2010 der Stadt Leipzig sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Continu. Von Sasha Waltz
Freitag, 18. bis Montag, 21. November 2011, jeweils 20 Uhr

Regie und Choreografie Sasha Waltz
Regieassistenz Francesca Noia
Uraufführung 20. Juni 2010, Schauspielhaus Zürich, Schiffbau/Halle
Kostüme Bernd Skodzig
Bühne Thomas Schenk, Pia Maier Schriever, Sasha Waltz
Licht Martin Hauk
Dramaturgie Jochen Sandig
Tanz / Kreation:
Liza Alpízar Aguilar, Ayaka Azechi, Jiří Bartovanec, Davide Camplani, Maria Marta Colusi, Luc Dunberry, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Edivaldo Ernesto, Delphine Gaborit, Gabriel Galindez Cruz, Florencia Lamarca, Sergiu Matis, Thomas Michaux, Todd McQuade, Virgis Puodziunas, Sasa Queliz, Zaratiana Randrianantenaina, Orlando Rodriguez, Mata Sakka, Yael Schnell, Xuan Shi, Shang-Chi Sun, Niannian Zhou
Musik:
Iannis Xenakis (1922–2001): Concret PH (1958), Rebonds B (1989). Editions Salabert Edgar Varèse (1883–1965): Arcana für großes Orchester (1927), Dance for Burgess (1949), Hyperprism (1923), Ionisation (1929-31) Claude Vivier (1948–1983): Zipangu für 13 Streicher (1980) Repetition Renate Graziadei
Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit Schauspielhaus Zürich/Zürcher Festspiele, spielzeit´europa, Berliner Festspiele und Sadler´s Wells London.
Veranstaltungsort: Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Weitere Infos unter:
berlinerfestspiele.de
www.sashawaltz.de







(Quelle: Berliner Festspiele)


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Beitrag vom 19.11.2011

Sharon Adler 






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