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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 14.10.2011


Feist - Metals
Marie-Luise Wache

Mit lebendigerem, chaotischerem Sound und um viele Erfahrungen reicher ist Leslie Feist nach sieben Jahren musikalischer Abstinenz zurück. Gewappnet für eine neue Herausforderung, im Gepäck...




... zwölf erfolgsversprechende Kompositionen.

Allzu lange hat es für viele Fans gedauert, die Songs der Hitalben "The Reminder" und "Let it Die" sind seit langem auswendig gelernt und die Vorfreude auf neue Ohrwürmer wuchs. Leslie Feist hat es dabei sehr spannend gemacht und sich Zeit gelassen, die sie nach musikalisch-erschöpfenden und erfolgreichen Jahren wohl verdient hatte. Im September, vier Jahre nach ihrem letzten Studioalbum, hat die kanadische Singer- und Songwriterin nun auf "Metals" die lang ersehnten neuen Songs veröffentlicht.

Angefangen hat die Karriere der heute 35-Jährigen mittlerweile vor fast zwölf Jahren. Zwar verlief der musikalische Weg Feists nicht immer schnurgerade, ihr Ehrgeiz, das enorme Talent und die Unterstützung von internationalen MusikerkollegInnen jedoch bewirkten, dass dieser ohne Stolpersteine unaufhaltsam fortgesetzt werden konnte. Bevor Leslie ihre heute so unverwechselbare Ausdrucksform fand, ging sie Umwege über die Punkszene und als Support für die Band Broken Social Scene, bis sie im Jahr 1999 ihr erstes, sehr experimentelles Soloalbum "Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)" veröffentlichte. Fast unzählige Auftritte mit MusikerInnenikonen wie Gonzalez, Jamie Lidell oder Peaches folgten und führten schließlich zu einer "Entpuppung" des heutigen ganz individuellen Stils Feists. In den Jahren 2004 und 2007 folgten die unter anderem mit Platin und mehreren Juno-Awards ausgezeichneten Alben "Let it Die" und "The Reminder".

Die Vorlage für das neueste Werk "Metals" entstand zusammen mit ihren alten Weggefährten, dem kanadischen Pianisten und Teilzeit-MC Chilly Gonzalez, dem Songwriter Mocky sowie der Unterstützung durch Produzent Valgeir Sigurdsson 2010 in Toronto. Eingespielt wurden die Songs durch Gonzalez, den Percussionisten Dean Stone und Keyboarder Brian LeBarton in der intimen Atmosphäre eines selbstgebauten Studios an der kalifornischen Küste von Big Sur.

Leslie Feist hat die Stille ihrer Auszeit genutzt und sich selbst auf ihre Umgebung konzentriert, aufgehorcht, zugehört und so Energie geschöpft, die sie nun kraftvoll und durch neue, musikalische Facetten umsetzt. Die Bescheidenheit, für die sie während ihrer Auftritte in den vergangenen Jahren bekannt war, erfährt einen Aufbruch und eine dynamische Wende. Alle zwölf Songs des Albums sind während Livesessions der MusikerInnen entstanden und von den ganz persönlichen Rhythmen und individuellen Talenten eines jeden Bandmitglieds geprägt.

Das bewusst gewählte, raue und für alle MusikerInnen unbekannte Szenario der Küstenlandschaft Kaliforniens spielte für den Sound der CD ebenfalls eine große Rolle als Inspirationsquelle. In ihren Texten spielt Feist, im Gegensatz zu den Vorgängeralben, auf erzählerische Art und Weise viel mit Sprichwörtern und Weisheiten, weniger mit eigenen Erfahrungen.

Anspieltipps: Bereits der erste Song des Albums The Bad In Each Other zieht mit wuchtigen Drums und einer rauen Gitarre volle Aufmerksamkeit auf sich. Das Herz hüpft mehrere Takte schneller, sobald Feists gewohnt klare und attraktiv, gereifte Stimme ertönt. Streicher im Refrain vervollständigen den Eindruck, es mit einer hochprofessionellen und liebevollen Komposition zu tun zu haben. Graveyard und How Come You Never Go There weisen Ähnlichkeit mit den dynamisch-verträumten Ohrwürmern der Vorgängeralben auf und sind allein oder gerade deshalb hörenswert. Das neue musikalische Gesicht Feists zeigt sich besonders im Song A Commotion, der von rhythmischen Streichern und einem überraschenden, männlichen Kollektiv-Schrei im Refrain dominiert wird.

AVIVA-Tipp: Rechtzeitig zum Herbstanfang kann sich frau auf ein emotional-mitreißendes und hochgradig arrangiertes Album freuen, dessen Sound direkt unter die Haut geht und etwas Wärme in die kalte Jahreszeit bringt.

Feist
Metals

Label: Polydor (Universal), VÖ: 30. September 2011

www.feistmusic.de
www.universal-music.de


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Feist - The Reminder

Feist - Let It Die

Feist - Open season. remixes and collabs










Kunst + Kultur

Beitrag vom 14.10.2011

AVIVA-Redaktion 






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