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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 09.10.2009


Daliah Lavi - Cest la vie - Live mit Band
Iella Peter

Nach fast 15 Jahren Bühnenabstinenz war es für die Grande Dame des deutschen Chansons an der Zeit, ihren Fans Adieu zu sagen und sie präsentiert nun das Live-Album zu ihrer Abschiedstournee 2009.




Daliah Lavi kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Am 12. Oktober 1942 in Israel geboren, zog es sie schon früh in die Welt hinaus. Kirk Douglas war es, der die junge Daliah in den 1950er Jahren entdeckte und ihr ein Stipendium zur Ausbildung als Tänzerin an der Königlichen Oper in Stockholm vermittelte. Auch wenn sie dieses abbrach, der Anfang war gemacht und in den folgenden Jahren wirkte Daliah in internationalen Filmproduktionen in Europa und Hollywood mit.

Ende der 1960er Jahre verlagerte sich ihr Augenmerk auf die Musik und mit Hilfe des renommierten Hamburger Produzenten Jimmy Bowien veröffentlichte sie 1970 ihre erste Single "Liebeslied jener Sommernacht", dessen unterschiedliche Versionen allesamt die Charts stürmten. Lavi, ein Sprachtalent, singt bis heute ihre Songs auf Deutsch, Französisch, Englisch, Hebräisch, Italienisch und Spanisch.

Besonders in Deutschland konnte die Israelin Anfang der 1970er Jahre große Erfolge feiern. Ihre Musik stach aus dem Schlagereinerlei der damaligen Zeit deutlich hervor, da ihre Interpretationen von bekannten Pop-Songs mit neuen Arrangements aufwarteten und mit ihrer vollen, dunklen Stimme oft besser klangen als die Originale. Erst im Laufe 1980er Jahre, als das Interesse an Schlagermusik immer mehr abnahm, wurde es still um Lavi.

Nach langer Pause veröffentlichte die großartige Sängerin letztes Jahr "C´est la vie". Ein allerletztes Album, um sich von ihrem treuen Publikum gebührlich verabschieden zu können, wie Daliah Lavi betont. Und das ist ihr eindrucksvoll gelungen!

Stimmgewaltig wie eh und je verzaubert die Künstlerin ihre Fans mit fünf neuen Liedern und vielen Neueinspielungen ihrer alten Hits, aber auch ganz persönlichen Favoriten Lavis wie "Mutter Erde weint". Ein Song, der in Zeiten der voranschreitenden Globalisierung und erbitterten Ausbeutung natürlicher Ressourcen brisanter denn je ist.

Ihre Evergreens aus den 1970er Jahren wie "Wollt ihr mit mir gehen?", "Jerusalem", "Schalt dein Radio ein" oder "Wer hat mein Lied so zerstört, Ma?" wurden neu produziert, eingesungen und sind in Kombination mit Daliahs erdiger Stimme ein Musik-Revival der Extraklasse.

Die neuen Songs ergänzen die alten Hits harmonisch, liegen allerdings musikalisch eher zwischen Chanson und Pop, während in die früheren Produktionen noch mehr Folk einfloss.

Der Titelsong des Albums "C´est ca la vie" kann als eine Art Leitmotiv für das gesamte Werk verstanden werden. Der an lockeren Bossa Nova erinnernde Sound offenbart die lebensbejahende und humorvolle Weisheit einer Frau, die in ihrem Leben viel erlebt und erreicht hat. Ein Song, der mit seinen südamerikanischen Klängen zum Tanzen verführt. Auch "Hoffnungslos romantisch" swingt und macht mit seinen Latino-Tönen Stimmung.

Bemerkenswert, und ein großer Erfolg für die Sängerin, ist es, dass ihr Album auf Anhieb die aktuellen MEDIA CONTROL-Verkaufs-Charts eroberte und sich bereits in der ersten Woche auf Platz 24 platzierte. Die heute 66-Jährige feiert damit eines ihrer besten Chart-Ergebnisse überhaupt. 1978 war sie zuletzt in den deutschen Charts vertreten gewesen.

Alles in allem ist das Abschiedswerk der Grande Dame der deutschen Musik eher ein Album für die alten Fans, als für die jüngere Generation. Und auch wenn die neuen Stücke nicht wirklich an die Alten herankommen, verleiht Daliahs großartige Stimme diesem Album Klasse.

AVIVA-Tipp: Eine CD, die jedem treuen Daliah Lavi Fan das Herz höher schlagen lässt! Sorgfältig produziert und mit Lavis einzigartiger Stimme eingesungen, bringt "C´est la vie" die Musik des deutschen Chansons der 1970er Jahre wieder in die eigenen vier Wände.

Daliah Lavi im Netz: www.daliah-lavi.com

Daliah Lavi
C´est la vie. Live mit Band

Koch Universal Music, Oktober 2008




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Beitrag vom 09.10.2009

AVIVA-Redaktion 






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