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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 21.11.2008


Enya - And Winter Came ...
Silvy Pommerenke

Die "Poetin der Stille" und gleichzeitig eine der erfolgreichsten irischen MusikerInnen meldet sich pünktlich zum ersten Schneefall mit einem extrem ruhigen, quasi schneegedämpften Album zurück.




Als sich die mittlerweile 47-Jährige vor mehr als zwanzig Jahren mit ihrem Album "Watermark" und der Single-Auskopplung "Orinoco Flow (Sail Away)" in die Herzen des Publikums spielte, da löste die Irin regelrecht eine Welle der New-Age-Music aus. Vor ihrer Solokarriere spielte Enya - damals noch unter dem Namen Eithne Ní Bhraonáin - von 1979 bis 1982 in der irischen Band Clannad mit. Sie kreierte daraufhin ihren ganz persönlichen Stil, der sich durch Besinnlichkeit und klug durchdachte Arrangements auszeichnete, die Ähnlichkeiten mit einer Esoterik-Oper hatten und die auch heute noch ihr Markenzeichen sind. Seitdem hat sie zehn Alben produziert, zweistellige Millionenverkäufe ihrer CDs erfahren, etliche Top-Ten-Platzierungen gehabt und wurde mit einigen Grammys ausgezeichnet.

Die öffentlichkeitsscheue Sängerin, die kaum Interviews gibt, zieht ein sogenanntes "normales" Leben dem einer ausufernden und skandalträchtigen Musikerin vor. Um ganz in ihrer Kreativität aufzugehen, bewohnt sie seit mehr als zehn Jahren ein traumhaftes Schloss in der ländlichen Einsamkeit Dublins, mit weitem Blick auf das Meer und einer traumhaften Landschaft, die sie stets in ihre Kompositionen einfließen lässt. Die Lieder Enyas eröffnen beim Hören einen weiten geistigen Horizont, der die Seelenlandschaft zum Schwingen bringt und eine Therapie für stressgeplagte Berufstätige ist. Dabei bieten sich die zwölf neuen Tracks von Enya ebenso für die Yoga-Gruppe wie für das Entspannungsbad zu Hause an.

Anspieltipps: "Trains And Winter Rains", die erste Singleauskopplung, besticht durch den gewohnten chorealen Background, großformatige Instrumentierung und eine eingängige Hookline. Dieser Song ist wohl einer der fröhlichsten auf diesem Album. Wesentlich besinnlicher geht es auf "Journey Of The Angels" oder auf "The Spirit Of Christmas Past" zu, denn hier hält sich die Instrumentierung vornehm zurück und Enya lässt vor allem den Chor und ihre glasklare Stimme in den Vordergrund rücken. Fast ohne Instrumente kommt sie hingegen auf dem letzten Track des Albums aus, "Oíche Chiuín", das die gälische Variante von "Stille Nacht, heilige Nacht" ist – allerdings hätten hier etwas weniger Schwere und Dramatik dem Song wohl ganz gut getan. Das Gleiche gilt für den Traditional "O Come, O Come, Emmanuel". Etwas ungewöhnlich aber sehr modern und poppig klingt "My! My! Time Flies!", auf dem sogar E-Gitarren zum Einsatz kommen, wodurch eine regelrecht fröhliche und ausgelassene Stimmung aufkommt – Enya mal anders.

Enya im Netz: www.enya.net

Weiterhören: Loreena Mckennitt und Lisa Gerrard

AVIVA-Tipp: Enya, der irische Exportschlager schlechthin, bleibt sich ihrer Linie treu: Stille trifft auf Langsamkeit, großformatige Arrangements auf ruhige Vocals, Sehnsucht auf Geborgenheit. Die Musikerin ist für die besinnlichen Stunden im Leben gedacht, für die Einkehr und für die Ruhe. In diesen hektischen Zeiten genau das richtige Mittel, um inne zu halten, Kraft zu tanken und mal alle Fünfe gerade sein zu lassen. Welcome to New Age!

Enya
And Winter Came ...

Label: Warner Music, November 2008


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Beitrag vom 21.11.2008

Silvy Pommerenke 






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