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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 25.08.2009


Eliana Cuevas - Luna Llena
Anja Kesting

Pure Lebensfreude, gepaart mit einer ausdrucksstarken Stimme und charismatischen Ausstrahlung: Die talentierte Venezuelanerin entfacht auf ihrem neuen Album ein Feuerwerk an Sounds.




Die attraktive Wahl-Kanadierin besticht durch ihre Kraft, ihre Emotionen und ihr Temperament. Ihre Musik zeichnet sich durch südamerikanische Rhythmen, Jazz-Harmonien, Flamenco-Klänge und wunderschöne lyrische Texte aus. Die alltäglichen Momente, die menschlichen Schwächen und die latent vorhandenen Lebensängste spiegeln sich in den von Eliana Cuevas komponierten Songs authentisch wider. So handelt der Titel "Irracional (Como un animal)" davon, welche Gefühle die Liebe auslösen kann. Wie eng Liebe und Hass zusammenliegen, wie plötzlich der Mensch von den Instinkten regiert wird und das "Tier im Menschen" zum Vorschein kommt. In "Luna Llena" (Vollmund) besingt die 32jährige Musikerin die Kraft des Mondes auf den Menschen. Sie schreibt über den Schmerz, jedoch ohne Larmoyanz. Die temperamentvolle Komponistin zeigt Herz, wenn sie sich in "Otra Noche de Menos Veinte" in die Situation eines Obdachlosen hineinversetzt, der die nächste Winternacht bei Minus 20 Grad überstehen muss.

Auf ihrem neuen Album "Luna Llena" interpretiert Eliana Cuevas auch den südamerikanischen Klassiker "Alfonsina y el Mer" wundervoll einfühlsam und poetisch. Dieser Song, der den Selbstmord des bekannten ibero-amerikanischen Dichters Alfonsina Storni beschreibt, gehört zum Repertoire vieler renommierter südamerikanischer MusikerInnen.
Der zweite gecoverte Titel ist das weltbekannte Lied "Girl von Ipanema", im Original "Garota de Ipanema". Aus dem ursprünglichen Bossa Nova Sound macht Cuevas eine jazzige, von Lebensfreude bestimmte Adaption.

Vor zwölf Jahren reiste die Sängerin aus dem heißen Venezuela ins kalte Kanada, nach Toronto. Dort schrieb sie sich als Studentin für das Fach Geschichte ein, setzte aber die bereits in ihrem Heimatland begonnene Musik- und Gesangsausbildung weiter fort. Sie sang in verschiedenen Bands Pop, Salsa und Reggae und trat mit verschiedenen Flamenco-Ensembles auf. 2003 gründete sie ihre eigene Band. Gemeinsam mit dem Pianisten Luis Guerra, dem Bassisten George Koller und den beiden Perkussionisten Luis Obregoso und Daniel Stone ging sie ins Tonstudio und nahm die ersten Alben "Cohesion" und "Ventura" auf.

Die Band verdankt ihren Erfolg nicht nur der Bühnenpräsenz und Charme von Eliana Cuevas allein, auch Luis Guerra ist ein virtuoser Pianist, der sich mit Johann Sebastian Bach ebenso gut auskennt wie mit Thelonious Monk und all den Liedern und Rhythmen seiner kubanischen Heimat. Eine ganze Reihe von KritikerInnen halten Guerra für den begabtesten Jazz-Pianisten, der in Kanada lebt. Bassist George Koller ist ein ebenso erfahrener wie intellektueller Musiker. Koller spielte viele Jahre in der Band von Holly Cole, er musizierte gemeinsam mit Bruce Cockburn sowie mit dem ehemaligen "Blood, Sweat & Tears"-Sänger David Clayton-Thomas, hat aber auch Musik für das Ballett geschrieben. Zu den besten Perkussionisten Kanadas gehören auch der aus Peru stammende blinde Luis Obregoso und der Venezolaner Daniel Stone. Das wusste übrigens auch Nelly Furtado, die beide für Plattenaufnahmen engagierte. Stone tourte zeitweilig mit Nelly Furtado.

Eliana Cuevas im Netz: www.elianacuevas.com

AVIVA-Tipp: Eliana Cuevas mischt Jazz mit brasilianischen und kubanischen Rhythmen, ihre Balladen berühren die Herzen der ZuhörerInnen, die temperamentvollen Klänge laden zum Tanzen ein. In Kanada wird Eliana Cuevas´ Name schon oft in einem Atemzug mit Norah Jones genannt. Mit ihrem neuen Album "Luna Llena" will die gebürtige Venezuelanerin endlich die europäische Jazz-Szene erobern, wofür die Chancen ausgesprochen gut stehen.

Eliana Cuevas – Luna Llena
Veröffentlichung: 28. August 2009
(Minormusic / Edel Kultur)


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Beitrag vom 25.08.2009

AVIVA-Redaktion 






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