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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 20.06.2007


1933-45 Verfolgt - Verfemt - Entartet
AVIVA-Redaktion

Unter diesem Titel präsentiert das Willy-Brandt-Haus vom 28. Juni - 9. September 07 in einer Ausstellung 130 Werke von KünstlerInnen, die während der Nazi-Herrschaft verfolgt wurden. Eintritt frei!




Am 19. Juli 1937 wurde in München die Ausstellung "Entartete Kunst" eröffnet. Vorausgegangen waren dieser Präsentation bereits Jahre der Verfolgung jüdischer, sozialistischer und kommunistischer KünstlerInnen, was im Einzelnen Entlassung, Berufsverbot, Beschlagnahmung und Vernichtung der Kunstwerke, Vertreibung und im schlimmsten Fall Ermordung der KünstlerInnen bedeuten konnte.

Die als "entartet" stigmatisierten KünstlerInnen waren von nun an ausgeschlossen von der Teilhabe am offiziellen künstlerischen Leben in Deutschland, sie mussten Strategien entwickeln, wie sie ihre Existenz sichern und der täglichen Bedrohung durch SS und Gestapo entgehen konnten. Die Lebensgeschichten dieser KünstlerInnen zeigen spätestens ab 1933 Brüche und Verletzungen, die sich auch in den künstlerischen Arbeiten widerspiegeln. Viele von denen, die die Zeit der Verfolgung und Verfemung überlebten, hatten nach dem 2. Weltkrieg Schwierigkeiten, wieder zu ihrem künstlerischen Ausdruck zu finden. So hat die nationalsozialistische Kunstpolitik noch weit nach ihrer Zeit Spuren hinterlassen.

In Gedenken an die Verfolgung und Verfemung "entarteter" KünstlerInnen präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Werke, u.a. von Elfriede Lohse-Wächtler und Lea Grundig, aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus. Gezeigt werden insgesamt 130 Arbeiten von 85 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern.

Einige der ausgestellten KünstlerInnen waren vor 70 Jahren mit ihren Arbeiten in der Wanderausstellung "Entartete Kunst" vertreten. Neben den heute immer noch bekannten Namen der Kunstgeschichte gibt es auch viele weniger bekannte KünstlerInnen zu entdecken, die im gleichen Maß unter den Auswirkungen des nationalsozialistischen Terrors gelitten haben.
Es sind die Schicksale Einzelner, die verschiedene Facetten der Unterdrückung dokumentieren: die teils tragischen Versuche, durch Anpassung weiteren Repressalien zu entgehen, die Flucht in den Untergrund und in ein Leben im Verborgenen, die Suche nach einem Ausweg in der Emigration, die Verzweiflung, die oft ein Ende im Selbstmord findet und die Zeugnisse von Verhaftung und Ermordung einzelner Künstlerinnen und Künstler.


Verfolgt - Verfemt - "Entartet"
Ausstellung vom 28. Juni bis 9. September 2007
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei, Ausweis erforderlich

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

Weitere Informationen:
Willy-Brandt-Haus: www.willy-brandt-haus.de



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Beitrag vom 20.06.2007

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