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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 01.01.2007


Au Revoir Simone – The Bird Of Music
Tatjana Zilg

Nicht aus Frankreich, wie es der elegante Name und die grazile Bühnen-Präsenz vermuten lässt, sind die drei jungen Koryphäen der Synthie-Musik, sondern aus New York. Tanzbarer Electro-Indie-Pop




Eine neue Perle auf dem überfluteten Electro-Markt ist das Trio aus Brooklyn mit Garantie! Vor zwei Jahren tauchte ihr Mini-Album „Verses of Comfort, Assurance and Salvation“ (erschienen bei Moshi Moshi Records) in den UK auf. Schnell wurden sie zum Geheimtipp unter den Fans von anspruchsvoller Electro-Pop-Musik jenseits der Major Deals.

Dass Zugfahren nicht nur zeitraubend seien kann, dafür sind Au Revoir Simone der beste Beweis. Auf der Heimfahrt von einem Weekend-Break zurück nach NYC im Herbst 2003 begegneten sich Erika Forster und Annie Hart zum ersten Mal, die Idee für eine All-Female-Keyboard-Band entstand mit ratternden Zuggeräuschen im Hintergrund. Ausgestiegen dauerte es nicht lang, bis auch Heather D´Angelo zu ihnen stieß und die Proben im heimischen Schlafzimmer beginnen konnten. Bald darauf waren sie auf den Bühnen der kleinen Clubs in Brooklyn zu sehen.

Nach dem Release ihres Debuts wagten sie auch den Sprung über den Großen Teich und tourten in Europa. Ihre Bekanntheit stieg rasch, wozu auch sicherlich ein klein wenig beitrug, dass die Indie-Rocker „We Are Scientists“ sie als Support für ihre extensive Tour durch die US, Kanada und Europa hinzubaten.

Ein Jahr arbeiteten sie an ihrem ersten Longplayer. Die hochgesteckten Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden.
Auf „The Bird Of Music“ verbinden sie mit anmutiger Leichtigkeit bittersüße Melodien, tanzbare Electro-Beats, verspielte Poesie zu einem Sound, der – trotz der bewährten Ingredienzien - erfrischend neu klingt.

Kindlich unschuldig erscheinen die ersten Töne des Openers „The Lucky One“, einer der wenigen Tracks des Albums, die im Rhythmus eher langsam gehalten sind. Die an ein Glockenspiel erinnernden Töne entwickeln sich zum fröhlichen Mitsummen animierenden Refrain „Let the sunshine, let it come…“, und spiegeln den positiven Grundton aller elf Tracks. Und doch schwingt immer eine Essenz Melancholie durch die Synthie-Beats. - Das ganze Spektrum menschlicher Emotionen wollen die drei Keyboard-Künstlerinnen einfangen: Freundschaft, Liebe, Verlust, Freude, Frivolität, reines Glück, Traurigkeit, Schuld und Ruhelosigkeit.

Einer der stärksten Tracks ist „A Violent Yet Flammable World“, wo der messerscharf klare Gesang besonders gut zur Geltung kommt. Im leichten Kanon-Chorus schmeicheln sich die liebreizenden Stimmen ins Ohr und entfalten doch auch genügend Kratzbürstigkeit, so dass bestimmt kein Fünkchen Langweile die pure Freude an den Electro-Flammen stört. Inspiriert wurden die drei Ladies aus NYC zu dem Song während eines ihrer Europa-Trips, bei dem sie besonders von den Landschaften und Menschen der Vulkaninsel Island beeindruckt waren.

AVIVA-Tipp: Die drei Newcomerinnen aus der hektischen Metropole Amerikas erfreuen mit einem eingängigen, dabei raffiniert abwechslungsreichen Sound, der in einer einprägsamen Mischung aus jugendlichem Esprit, femininer Eleganz und graziler Klarheit daherkommt.


Au Revoir Simone im Netz: http://aurevoirsimone.com/

Au Revoir Simone
The Bird Of Music

Label: Moshi Moshi, Rough Trade, VÖ Februar 2007
EAN: 5033197449524
18,49 Euro
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Beitrag vom 01.01.2007

AVIVA-Redaktion 






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