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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 22.03.2008


Max Minsky und ich – endlich auch als DVD
Sharon Adler

You can buy it now. Or rent it. Whatever. Most important: enjoy! Incredible but true: Die Verfilmung des Romans "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" von Holly-Jane Rahlens auf DVD. Go for It!




"Es ist für mich als Autorin ein irres Gefühl, Figuren, die in meinem Kopf und meinem Herzen entstanden sind und dann in einem Roman und schließlich in einem Drehbuch als Text existierten, plötzlich ganz groß und lebendig da oben auf der Leinwand zu sehen. Ich sitze unten im Kinosaal und staune: diese Figuren entwickeln plötzlich ihr eigenes Leben, sie tun, was sie wollen, haben ihren eigenen Willen, interessieren sich überhaupt nicht für mich. Ja, ich staune, ratlos, machtlos dagegen — aber unheimlich stolz. Denn so sollte es auch sein — ein bißchen wie mit den eigenen Kindern, denke ich. Und wie unsere Kinder wird auch dieser Film seinen eigenen Weg finden."

Holly-Jane Rahlens hat Recht gehabt. Entstanden ist ein wunderbarer Film mit großartigen DarstellerInnen.
Das Drehbuch zu "Max Minsky und ich" schrieb Holly-Jane Rahlens nach ihrem 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Bestseller "Prinz William, Maximilian Minsky und ich". Ebenso hinreißend ist das Kinodebut von Anna Justice. Zoe Moore, bekannt aus "Pigs will Fly", trägt mit bezauberndem Charme lässig als Hauptdarstellerin den Film, ihr zur Seite steht Emil Reinke ("Türkisch für Anfänger"). Die begabten JungdarstellerInnen werden von einer Riege exzellenter SchauspielerInnen unterstützt: Adriana Altaras und Jan Josef Liefers als Nellys Eltern, Susanna Simon als Mutter von Max sowie Monica Bleibtreu, Rosemarie Fendel und Hildegard Alex als exzentrische jüdische Freundinnen.

Die Geschichte der dreizehnjährigen Nelly Sue Edelmeister, ein spindeldürres jüdisches Berliner Schulmädchen mit Zopf, bebrillt und mit einem Hirn, so groß wie die Enzyclopaedia Britannica, spiegelt die Abgründe wider, die dieses Alter und die daraus resultierenden Katastrophen so mit sich bringen. Noch dazu, wenn man eine bei diversen Hochglanzmagazinen zeilenschindende Mutter hat, die so "sauer ist wie ein Fass voller Gurken" und einen klarinettespielendenden Vater, der dafür aber nur selten Geld damit verdient.

Die intelligente Nelly (Zoe Moore) hat für oberflächlichen Girlstalk einfach keine Zeit – Bücher sind ihre ständigen Begleiter, denn sie will einmal Astronomin werden. Die Liebe zu den Sternen verbindet sie mit ihrem Schwarm, dem süßen 16-jährigen luxemburgischen Prinzen Edouard (im Buch handelt es sich hier um Prinz William, Anm. der Red.). Als das Mädchen-Basketball-Team ihrer Schule zum Wettkampf nach Luxemburg unter Edouards Schirmherrschaft eingeladen wird, steht für sie fest: Sie muss in die Mannschaft! Es gibt nur ein Problem: Nelly kann nicht Basketballspielen, denn sie ist eine totale Niete in Sport. Tatsächlich ist sie so unsportlich wie ein Plüschpantoffel im Schuhkarton. Nelly braucht dringend Hilfe. Gut, dass es Max Minsky (Emil Reinke) gibt, der sich auf Nellys Deal einlässt: Max bringt ihr Basketballspielen bei, dafür macht sie seine Hausaufgaben. Denn Max bringt zwar jeden Ball ins Netz, ist aber in der Schule ein Looser. Durch das heimliche Üben auf dem Court versäumt allerdings Nelly ihren Hebräisch-Unterricht, so dass ihre Bat Mizwa gefährdet ist – sehr zum Verdruss ihrer temperamentvollen Mutter Lucy (Adriana Altaras). Nelly versucht den schwierigen Spagat zwischen Familie, Sport und Schule, bis irgendwie doch alles aus dem Ruder läuft...

Auszeichnungen für "Max Minsky und ich":
Bei seinem ersten internationalen Festivaleinsatz auf dem "13. Sarajevo Film Festival" konnte der Film den Publikumspreis der Sektion Teenarena gewinnen.
Beim "Festival International du Film pour Enfants de Montréal" wurde er mit dem "Grand Prix de Montréal" der Kinderjury ausgezeichnet. Zuvor konnte "Max Minsky und ich" bereits Preise gewinnen beim "Europäischen Jugendfilmfestival" in Flandern, Belgien ("Price of the Children´s Jury Antwerp"), beim "21. International Children´s Film, Television and New Media Festival" in Amsterdam ("Jury Award Cinekid Lion"), sowie beim "Hachenburger Filmfest" ("Der kleine Löwe" im Wettbewerb Deutsches Kinderkino).

AVIVA-Tipp: Schon Holly-Jane Rahlens Romane "Becky Bernstein goes Berlin" und "Mazel Tov in Las Vegas" waren super, "Prinz William, Maximilian Minsy und ich" jedoch übertrifft an Sprachwitz noch den jüdischen Humor der Wahlberlinerin. Die Verfilmung steht dem Buch in nichts nach. Unbedingt sehens- und lesenswert für alle, die jemals dreizehn Jahre alt waren, es gerade sind oder die einfach mal wieder hemmungslos lachen wollen! Go for It!

Lesen Sie auch unser Interview mit Holly-Jane Rahlens aus 2002 anlässlich ihrer Buchveröffentlichung von "Prinz William, Maximilian Minsky und ich".

Max Minsky und ich
Regie: Anna Justice
DarstellerInnen: Zoe Moore, Emil Reinke, Adriana Altaras, Jan Josef Liefers, Monica Bleibtreu, Susanna Simon, Hildegard Alex, Rosemarie Fendel, Wladimir Tarasjanz u.a.
Deutschland 2007
FBW: Besonders wertvoll
Eine Produktion von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit Seven Pictures
Produzentin: Maria Köpf
Drehbuch: Holly-Jane Rahlens (nach ihrer Romanvorlage "Prinz William, Maximilian Minsky und ich")
Deutschland 2007
Länge: 94 Minuten
FSK: Freigegeben ohne Alterbeschränkung
DVD-Start: März 2008 im X Verleih
24,99 Euro
gefördert von Filmförderungsanstalt FFA, Medienboard Berlin-Brandenburg, FilmFernsehFonds Bayern, BKM
Bonusmateriel/DVD-Extras: Interviews mit Regisseurin Anna Justice, Holly-Jane Rahlens und Zoe Moore. Entfernte Szenen. Die Spezialeffekte. Kinotrailer.
www.maxminskyundich.de
www.holly-jane-rahlens.com
www.x-filme.de

Max Minsky und ich
Das Buch zum Film

Holly-Jane Rahlens
deutsch von: Ulrike Thiesmeyer
Rowohlt Verlag, erschienen September 2007
224 S., 16 S. 4-farb. Tafeln, Taschenbuch
Euro 6,90 / sFr 13,00
ISBN 978-3-499-21423-3


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Beitrag vom 22.03.2008

Sharon Adler 






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Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

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Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
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Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
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