Bundesweites Filmfestival 2009 - Ueber Macht - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Film



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 28.12.2008


Bundesweites Filmfestival 2009 - Ueber Macht
AVIVA-Redaktion

Am 9. Januar 2009 startet das Filmfestival der Gesellschafter-Initiative der Aktion Mensch unter dem Motto "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" u.a. in Berlin, danach tourt es ...




...durch 120 deutsche Städte.

Seit drei Jahren stellt die Gesellschafter-Initiative der "Aktion Mensch" die Machtfrage: "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" Sie nimmt damit den Anspruch wörtlich, dass in einer Demokratie alle Macht vom Volke ausgeht. Zugleich aber will sie in Diskussionen aufzeigen, wie komplex Machtverhältnisse in Wirklichkeit sind.

Mit ueber Macht gehen die Filmfestivals der Gesellschafter-Initiative in die dritte Runde. Im Jahr 2006 hat ueber arbeiten sich dem Thema Wirtschaft und Globalisierung gewidmet, 2007 stellte die Initiative ueber morgen Utopien und Entwürfe für die Gesellschaft von morgen zur Diskussion. ueber Macht erforscht nun die Ambivalenz der Macht:

Sie ist oft ein Tabu und selten unverhüllt zu sehen, aber sie verschwindet nicht, nur weil niemand hinschaut. Sie kann zum Missbrauch verführen und ist doch unverzichtbar für jede/n, die/der Veränderungen in Gang setzen will. Worauf es in einer demokratischen Gesellschaft ankommt, ist, wie diese Macht verteilt, kontrolliert, genutzt und auch wieder entzogen werden kann. Worauf es in einer sozialen Gesellschaft ankommt, ist, dass die Chancen zur Teilhabe an ihr gerecht verteilt sind und nicht von Herkunft, Beziehungen, Finanzkraft oder wirtschaftlichem Gewicht determiniert werden.

Das Filmfestival ueber Macht will sensibilisieren für explizite und implizite Machtstrukturen, für legitime und illegitime Macht- und Herrschaftsverhältnisse. Und es möchte dazu ermutigen, im Alltag, in der Öffentlichkeit und in der Politik öfter, nachhaltiger und unbequemer die Machtfrage zu stellen. Die ausgewählten Filme zeigen die Macht und ihre Kontrolle an naheliegenden Orten ebenso wie an unerwarteten: als Staatsapparat, in politischen Ämtern und in Institutionen aller Art, als Diktatur oder Diskussion, in demokratisch legitimierten und ritualisierten Strukturen und als spontaner Zusammenschluss, aber auch im Privaten und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Besonders interessant wird es, wenn sich für Einzelne oder Gruppen Chancen auftun, ihre Welt ein Stück weit zu verändern und mehr Selbstbestimmung zu gewinnen.

So beispielsweise die französischen StudentInnen in "Streik(t)raum", die mit ihrem Protest gegen den Abbau sozialer Standards landesweite Proteste auslösen und die französische Regierung herausfordern. Oder Mukhtar Mai, die junge analphabetische Pakistanerin in "Die Schuld, eine Frau zu sein", die sich nicht nur gegen den übermächtigen Druck archaischer gesellschaftlicher Konventionen behauptet, sondern trotz ihres persönlichen Schicksals eine Schule für andere benachteiligte Frauen gründet, anstatt zuerst an ihr eigenes Wohlergehen zu denken. Nicht minder eindrucksvoll ist es, mitzuerleben, wie in "Die dünnen Mädchen" acht junge Frauen mit lebensbedrohlicher Magersucht darum kämpfen, die Selbstbestimmung über ihr Verhalten und ihren Körper wiederzuerlangen. Das Festival schaut hinter die Kulissen eines Nobel-Internats für die Kinder der Reichen und Mächtigen und untersucht, welche Wertvorstellungen dort vermittelt werden. Es wirft einen Blick auf die dubiosen Verflechtungen des Gentechnik-Konzerns Monsanto mit der Politik und den Versuch, seine gewaltige aber kaum sichtbare Macht zu kontrollieren. Es beobachtet deutsche Firmen dabei, wie sie sich bei einer der übelsten Diktaturen der Erde anbiedern, und amerikanische Abgeordnete bei der praktischen Ausübung der Demokratie als Regierung der BürgerInnen durch sich selbst.

Das Filmfestival ueber Macht ist in 120 Städten in ganz Deutschland zu Gast.

Diskutieren Sie mit über Macht, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung.

Weitere Informationen zu den Filmen und Terminen unter: diegesellschafter.de/filmfestival


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Beitrag vom 28.12.2008

AVIVA-Redaktion 






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Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
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Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

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Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
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Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

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