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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 19.01.2009


Der fremde Sohn - Changeling
Sharon Adler

1928. Eine alleinstehende Mutter nimmt es im Kampf um ihren verschwundenen Sohn mit dem korrupten Los Angeles Police Department auf. Angelina Jolie in einer Paraderolle nach einer wahren Geschichte.




Das neue Meisterwerk von Hollywood-Legende Clint Eastwood, basierend auf den authentischen Wineville-Chicken-Morden, startet am 22. Januar 2009 in den deutschen Kinos.
In diesem erschütternden 1920er-Jahre Drama spielt Angelina Jolie überzeugend und äußerst authentisch eine verzweifelte und mutige Frau und Mutter, die ihren neunjährigen Sohn wiederfinden will und dabei der Willkür der korrupten Justiz und einer frauenfeindlichen Gesellschaft ausgesetzt ist, der nichts daran liegt, die Wahrheit ans Licht kommen zu lassen.

Los Angeles, 10. März 1928. An einem Samstagmorgen verabschiedet sich Christine Collins (Angelina Jolie) von ihrem Sohn Walter. Sie muss zur Arbeit, obwohl sie ihm einen gemeinsamen Kinonachmittag versprochen hatte. Doch die Zeiten erlauben es nicht, eine unvorhergesehene Extraschicht abzulehnen, schon gar nicht, wenn eine Frau alleine für ihr Kind sorgen muss. Als sie am späten Nachmittag wieder nach Hause kommt, ist Walter verschwunden.

Nachdem die Suche der Polizei fünf lange Monate aussichtslos geblieben ist, teilt man Christine Collins mit, man habe ihren Sohn gefunden. Hier nimmt ein weiteres Drama seinen Lauf, denn der wiedergefundene und unter großem Medienrummel Zurückgebrachte ist nicht Walter. Hartnäckig insistiert jedoch die Polizei, allen voran der aalglatte Captain J. J. Jones (Jeffrey Donovan), sie sei wohl "nur etwas durcheinander" und solle es doch "mit dem Jungen versuchen.

Eingeschüchtert und verunsichert lässt sich Christine darauf ein und nimmt den fremden Jungen mit nach Hause. Sie wird auch dann nicht ernstgenommen, als sie der Polizei gegenüber noch Wochen später behauptet, Walter sei verschwunden und hiebfeste Beweise für die falsche Identität des anderen Jungen erbringt, der nun bei ihr lebt. Man glaubt ihr nicht, im Gegenteil wird sie von der Polizei als krankhaft hysterische und schlechte Mutter verurteilt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wie viele andere unschuldig und jahrelang unter fadenscheinigen Gründen festgehaltene Frauen wird Christine von dem sadistischen Arzt und dem Klinikpersonal gedemütigt und gequält. Support von außen erhält sie nur von dem Pfarrer Briegleb (John Malkovich), der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Machenschaften der Polizei aufzudecken.

Rehabilitiert wird Christine Collins jedoch erst, als der toughe Detective Ybarra (Michael Kelly) im Zuge seiner Ermittlungen um weitere verschwundene Jungen den Serienmörder Gordon Northcott (Jason Butler Harner) aufspürt, der auch Walter entführt hat.

Unter großem medialen Interesse steht Christine nun aufsehenderregende Prozesse durch und sorgt auch dafür, dass die in der psychiatrischen Anstalt gefangen gehaltenen Frauen freigelassen werden. Northcott wird zum Tode verurteilt und vor dessen Hinrichtung bittet Christine ihn ein letztes Mal, ihr den Mord an Walter zu gestehen, was ihr dieser jedoch verweigert.

Christine Collins gibt nie die Hoffnung auf, ihren Sohn noch zu finden.

AVIVA-Tipp: Der erstklassigen schauspielerischen Leistung aller DarstellerInnen, allen voran Angelina Jolie sowie der exzellenten Regiearbeit von Clint Eastwood, ist es zu verdanken, dass mit "Der fremde Sohn – Changeling" trotz aller Dramatik kein reißerischer Thriller, sondern ein sensibler, fotografisch eindrucksvoll in Szene gesetzter, hochspannender Kinofilm entstanden ist, dessen tragische Handlung niemanden unberührt lassen kann.

Der fremde Sohn – Changeling
DarstellerInnen: Angelina Jolie, John Malkovich, Amy Ryan, Geoff Pierson, Jeffrey Donovan, Jason Butler Harner, Colm Feore, Michael Kelly u.a.
Regie: Clint Eastwood
Produktion: Clint Eastwood, Brian Grazer, Ron Howard, Robert Lorenz
Länge: 142 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
FBW: Prädikat besonders wertvoll
Ab 22. Januar 2009 im Kino
Im Verleih von Universal Pictures International Germany
movies.universal-pictures-international-germany.de


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Beitrag vom 19.01.2009

Sharon Adler 






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