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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 27.05.2009


Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück. Die DVD
Jana Muschick

Die MimInnen des Musiktheaters "Chansonia" versuchen unter höchstem künstlerischem Einsatz, ihrem Schauspielhaus zu neuem Ruhm zu verhelfen. Paris, die Stadt der Verliebten...




...und der weltfremden Bohemiens, war in den 1930er Jahren von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise gezeichnet.

Vor allen anderen kämpften KünstlerInnen und Intellektuelle um ihr Überleben. Auch in dem kleinen Musiktheater "Chansonia" ist die Geldknappheit zu einem Problem geworden. Der Intendant des Theaters hat sich das Leben genommen, das Haus soll geschlossen werden und die KünstlerInnen – vom Bühnenhandwerker bis zur Chanson-Sängerin stehen plötzlich – wie weitere 400.000 Menschen nach der Machtübernahme Hitlers - auf der Straße.

Für Pigoil (Gérard Jugnot) bedeutet die Schließung des Theaters die Zerstörung seines Lebensinhaltes. Zur gleichen Zeit verliert er das Sorgerecht für seinen Sohn Jojo (Maxence Perrin), da er als arbeitsloser Vater nicht für den Jungen aufkommen kann. Nach einigen Wochen der Resignation beschließt Pigoil gemeinsam mit seinen Freunden Milou (Clovis Cornillac) und Jacky (Kad Merad), ein neues Programm für das "Chansonia" zu entwerfen. Sie veranstalten ein Casting für talentierte SchauspielerInnen und treffen dort auf die Chanson-Sängerin Douce (Nora Arnezeder), deren Talent sie zwar nicht sofort erkennen, die aber bei der Eröffnung des Schauspielshauses zum Star der Show avanciert.

Leider ist die arbeitslose SchauspielerInnencrew auf die finanzielle Unterstützung des Gangsterbosses Galapiat (Bernard-Pierre Donnadieu) angewiesen, der sich zu allem Übel in Douce verliebt hat und sie damit erpresst, das Theater zu vernichten, sollte sie ihm nicht treu sein.

Obwohl die Show von Erfolg gekrönt wird, die ZuschauerInnen trotz Weltwirtschaftskrise das Theater stürmen und Pigoil fast soweit ist, das Sorgerecht für seinen Sohn zurück zu bekommen, zerstört die Eifersucht Galapiats die Träume der SchauspielerInnen. Der Gangsterboss findet heraus, dass Douce ihm untreu geworden ist...

AVIVA-Tipp: Regisseur Christophe Barratier, der mit seinem Film Die Kinder des Monsieur Mathieu (2004) für einen Oscar nominiert wurde, beweist in "Paris, Paris" erneut sein Fingerspitzengefühl für feine Charakterdarstellungen und die wahren Leidenschaften des KünstlerInnentums.
Der Film "Paris, Paris" ist das wundervolle Portrait eines kleinen und mittellosen Theaters, dem nur mit Hilfe seiner SchauspielerInnen zu neuem Glanz verholfen werden kann. Es wird schnell deutlich, dass die BühnenkünstlerInnen nicht nur spielen, um sich am Leben zu erhalten, sondern sie mimen, weil das Theater ihr Leben ist. "Paris, Paris" vermittelt einen rührenden und zugleich glanzvollen Eindruck des Paris der 30er Jahre.

Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
(Franz. Originaltitel: "Faubourg 36")
F 2008, Länge: 116 Min.
DarstellerInnen: Gérard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, Nora Arnezeder, Bernard-Pierre Donnadieu
Regisseur: Christophe Barratier
Verkaufsstart: 28.05.2009
Im Verleih der Constantin Film
FSK. Ab 6 Jahren
www.paris.film.de
www.faubourg36-lefilm.com (offizielle französische Seite)

(Quellen: Blicke auf das Paris der 30er Jahre. Kolloquium der Deutsch-Französischen Gesellschaft zu Kiel. 21./22. November 1997)



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Beitrag vom 27.05.2009

AVIVA-Redaktion 






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