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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 10.12.2009


MASADA
Adler, Glücksstern

Im November 2009 erschien das aufwendig produzierte TV-Historienepos um eine Handvoll jüdischer RebellInnen gegen eine römische Übermacht bei polyband Medien auf DVD. Die 8teilige Mini-Serie ...




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Mythos eines stolzen Untergangs

MASADA ist ein eindrucksvolles Gipfelplateau am Westufer des Toten Meeres, nah an der israelisch-jordanischen Grenze, besonders aber ist es ein historischer Mythos. Im ersten Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung erbaute der jüdische König Herodes I. dort eine zu seiner Zeit unbezwingbare Festung, einen 3300 Quadratmeter großen Palast, um sich vor Übergriffen seiner Feinde zu schützen.

Der berühmteste Massenselbstmord der Geschichte

Etwa 150 Jahre später wurde Masada zum Schauplatz einer Tragödie: Eleazar Ben Yair, Anführer einer Gruppe jüdischer RebellInnen, der Zeloten, war der Brandschatzung Jerusalems durch die römischen Besatzer entgangen. Gemeinsam mit 900 Männern, Frauen und Kindern, die das Massaker ebenfalls überlebt haben, verschanzte er sich in der Festung Masada. Sein großer Widersacher war Feldherr Flavius Silva, Befehlshaber der 10. Römischen Legion.

"Ein ruhmvoller Tod ist besser als ein Leben im Elend".

Silva wurde damit beauftragt, Masada einzunehmen und die Juden in Ketten nach Rom zu bringen. Als der erste Angriff der Römer erfolgte, konnten ihn Eleazar und seine zu allem entschlossenen MitstreiterInnen zunächst zurück schlagen. Ihr vier Jahre währender verzweifelter und mutiger Widerstand gegen die 5.000 Mann starke römische Armee wurde zu einem Symbol des Freiheitskampfes, der dramatisch enden sollte: Flavius Silva erwartete, 960 jüdische PatriotInnen überwältigen zu können, als er am zweiten Pessach-Morgen seine 9.000 Legionäre zum letzen großen Angriff über aus Felsgeröll errichtete Rampe schickte. Doch als die Soldaten das Lager erreichten, nahmen sie, wie der Geschichtsschreiber Josephus berichtete, nur "schreckliche Öde, Feuersbrand und eine unheimliche Stille" wahr.

Aus berechtigter Angst, als Sklaven gefangen genommen zu werden, hatten sich die Verteidiger Masadas im Jahre 3834 jüdischer Zeitrechnung gemeinschaftlich das Leben genommen, durch Lose wurde bestimmt, wer als letzter sterben sollte. Überlebt hatten nur eine Handvoll Frauen und Kinder, die sich in einer Höhle versteckt gehalten hatten.

"Masada soll niemals wieder fallen"

1981 wurde das ergreifende Drama um "Masada" von der American Broadcasting Company als vierteilige Fernsehserie produziert und später zu einem Spielfilm zusammengefasst. Die Regie übernahm Boris Sagal, bekannt als Regisseur zahlreicher Folgen von "Columbo" und "Der Chef" sowie des Kultklassikers "Der Omega-Mann" mit Charlton Heston.

Gedreht wurde nicht mit Hollywoodkulissen, sondern hauptsächlich an Originalschauplätzen, um die Authentizität zu gewährleisten. Rekonstruiert wurde die jüdische Festung auf einem Berg in der Nähe des ursprünglichen Standortes, jedoch erteilte die israelische Regierung die Erlaubnis für den Dreh einiger wichtiger Szenen an den Überresten der originalen Masada, seit 1966 eine nationale Gedenkstätte. Das Produktionsteam war der brutalen Wüstensonne und heftigen Stürmen ausgesetzt, die dreimal das Filmset der "Römer" zerstörten. Mehr als 20 Millionen Dollar und viele Monate später konnte "Masada" fertig gestellt werden.

Die Hauptrollen der beiden sich gegenüber stehenden charismatischen Anführer Flavius Silva und Eleazar Ben Yair, Männer mit Mut und Überzeugung, die sich zwar schätzten, sich aber tragischerweise in der Rolle von Gegnern in einem ausweglosen Krieg wiederfanden, werden überzeugend dargestellt von Peter O´Toole ("Lawrence von Arabien", "Der Letzte Kaiser", "Troja") und Peter Strauss ("Das Wiegenlied vom Totschlag"). Weitere Stars sind Ex-Bondgirl Barbara Carrera, David Warner, bekannt aus unzähligen Produktionen wie "Das Omen", "Steiner", "Star Trek" oder "Titanic" sowie Anthony Quayle ("Der Untergang des Römischen Reiches", "Der Adler ist gelandet", "Die letzten Tage von Pompeji").

Weitere Informationen über Masada finden Sie auf den Seiten der Jewish Encyclopedia Information unter:
www.jewishencyclopedia.com

Masada
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Verpackung: DigiPak im Schuber
Laufzeit: ca. 360 Min. (8x 45 Min.)
FSK: ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch + Englisch
Tonformat: Dolby Digital 2.0, Bildformat: 4:3 (1,33:1)
Disc-Type: 2x DVD-9
Ländercode: 2 PAL
Verleih: polyband Medien, VÖ: 27. November 2009
www.polyband.de



(Quelle: polyband Medien, Spiegel)


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Beitrag vom 10.12.2009

AVIVA-Redaktion 






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