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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 07.03.2008


1.000 Frauen der Gegenwart ehren 1.000 Frauen der Vergangenheit
Kristina Tencic

Mit einem informativen Kunstwerk möchte das FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH auf den Reichtum weiblichen Erbes aufmerksam machen. Mit Ihrer Hilfe kommt das Projekt 2009 auch nach Berlin




Das Labyrinth ist eines der ältesten Symbole der Menschheit und wird als Bild des Lebens und der Suche nach Sinn verstanden. Die Frankfurter Frauenforscherin und Tanzpädagogin Dagmar von Garnier initiierte im Jahre 2000 erstmals das FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH im Rahmen des "Festes der 2000 Frauen" auf dem Frankfurter Opernplatz. Mit seiner eindrucksvollen Größe von 30 Metern und der nächtlichen atmosphärischen Beleuchtung bleibt es den Partizipierenden als gelungenes Ereignis im Gedächtnis. Als Wanderausstellung war das FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH in verschiedenen deutschen Städten zu sehen, stets an öffentlich relevanten Plätzen und mit einem breiten Rahmenprogramm, das Universitäten, Schulen und andere Institutionen einbezog. Nun soll das Gedenk-Labyrinth 2009 auch einige Wochen in Berlin verweilen.

Das Projekt wird zur Ehrung großer Frauen veranstaltet, wobei "groß" nicht unbedingt mit "prominent" gleichzusetzen ist. Hierbei wurden 1.000 Steine von der Züricher Künstlerin Agnes Barmettler zu einem Fragen aufwerfenden Kunstobjekt angeordnet, von denen 486 Steine bereits mit einem Namen versehen sind. Darunter sind Namen von Königinnen und Landfrauen, Unternehmerinnen und Arbeiterinnen, Forscherinnen und Künstlerinnen, Jüdinnen, Frauen, die man als Hexen verbrannt hat, oder Frauen, die im Holocaust verfolgt wurden oder für den Widerstand im 2. Weltkrieg stehen. Der Name wird ergänzt mit einigen Angaben zur Person, sowie durch den Namen der Patin. Diese Patin sollte sich im Laufe ihres Lebens eindringlich mit der historischen Frau beschäftigt haben. Sie hat von ihr berichtet, nach ihr geforscht, oder ist durch andere öffentliche Tätigkeiten zu einer Ansprechpartnerin für Interessierte geworden.

In Berlin soll das FRAUEN-GEDENK-LABYRINTH acht Wochen im Mai und Juni 2009 zu erleben sein. Dafür braucht es aber noch engagierte UnterstützerInnen, welche sowohl finanziell als auch ideell helfen möchten, Geschichte ehrfahrbar zu machen. Falls Sie bereit sind, eine Mäzenin des FRAUEN-GEDENK-LABYRINTHs zu werden, lädt Sie Dagmar von Garnier dazu ein, sich mit 100 Euro oder mehr an dem Projekt zu beteiligen. Diese Spende (die auch im Bekanntenkreis gesammelt werden kann) kommt dem Kulturverein "Das Erbe der Frauen e.V." zugute, ist steuerlich absetzbar und wird quittiert.

Einen ideellen Beitrag können Sie als Patin oder, temporär beschränkt, als "Zeitpatin" leisten, falls Sie zu einer dieser 35 in Berlin geborenen oder gestorbenen Frauen schon eine weitreichende Kenntnis besitzen:
Agnes Karll (1868-1927), Agnes Wabnitz (1842-1894), Anastasia Geng-v.Schwabe (1912-2002), Anna Louisa Karschin (1722-1791), Ayya Khema (1923-1997), Bettine v. Arnim (1785-1859), Clara Hoffbauer (1830-1909), Dr. Clara Immerwahr (1878-1915), Elfriede Scholz (1902-1943), Elsa Gindler (1885-1961), Else Zach (1901-1953), Emma Herwegh (1817-1904), Gerda Weiler (1921-1994), Grete Hoyer (1904-1970), Gunda Beeg (1858-1913), Hedwig Dohm (1831-1919), Irmgard Keun (1905-1982), Irmtraud Morgner (1933-1990), Kätchen Paulus (1868-1935), Liane Berkowitz (1923-1943), Lily Braun (1865-1916), Lotti Huber (1912-1998), Dr. Luise Schottroff (geb. 1934), Maria Kiliani (1904-1994), Marie Schlei (1919-1983), Marlene Dietrich (1901-1992), May Ayim (1960-1996), Meret Oppenheim (1913-1985), Dr. Pnina Nave Levinson (1921-1998), Regina Jonas (1902-1944), Dr. Regine Hildebrandt (1941-2001) Dr. Rosa Luxemburg (1871-1919), Ruth Cohn (geb. 1912), Ursula Tautz (1924-1987).
Weitere Infos zu den historischen Frauen unter: www.frauen-gedenk-labyrinth.de

Ausführliche Infos zu dem Projekt und die Bankverbindung unter:
www.frauen-gedenk-labyrinth.de


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Beitrag vom 07.03.2008

Kristina Tencic 






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Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
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Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
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Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

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Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
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Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
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