Lochkamerafotografien von Chris Dreier vom 8 - 29. November 2008 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Kultur live



AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 06.11.2008


Lochkamerafotografien von Chris Dreier vom 8 - 29. November 2008
AVIVA-Redaktion

Anlässlich des Europäischen Monats der Fotografie präsentiert die Galerie Laura Mars mit der Serie "The Grim North" Arbeiten von Chris Dreier in einer Einzelausstellung. Sie gehört zu den wenigen...




... KünstlerInnen, die sich derzeit mit den Wirkungsweisen der Untersicht beschäftigen.

Chris Dreiers schwarzweißgraue Lochkamerabilder aus bodennaher Perspektive lassen die fotografierten Orte wie in einem Dornröschenschlaf erscheinen. Gibt es Zugang zu ihnen, oder bleiben sie verschlossen? Kann man sie wecken oder muss man sie schlafen lassen? Wird das Zwielicht, das in ihnen herrscht, verblassen, oder wird zunehmende Dunkelheit alles Sichtbare verschlucken?

"The Grim North" heißt ihr Ausstellungsprojekt, und dieser Norden, mit seinem bleiernen Himmel und nassem Asphalt, den dunklen menschenleeren Straßen und versiegelt wirkenden Häusern, ist wirklich grimmig. Seine Orte heißen Belfast, Derry und Berlin. Orte, die von sichtbaren und unsichtbaren Begrenzungen, heißem und kaltem Krieg geprägt sind und in denen die Schatten Geschichten von Terror, Hass und Glaubensdogmatismen erzählen.

Chris Dreier nähert sich ihnen unauffällig. Ihr Handwerkszeug besteht nur aus einer mittelgroßen Keksdose, in die ein Loch gebohrt ist, hinter dem ein niedrig empfindlicher Film darauf wartet, vierzig Minuten - oder länger - belichtet zu werden. Das ist alles was sie für ihre künstlerische Arbeiten braucht. Wenn sie ein Motiv interessiert, stellt sie ihre Keksdose auf den Boden des Trottoirs oder des Straßenrands und das Einzige, was Aufmerksamkeit erregen könnte, ist ihr Warten.

Die Lochkamera-Fotografie-Technik ist deswegen so beliebt, weil sie nicht nur einfach zu handhaben ist, sondern ihre Ergebnisse manchmal so aussehen lässt, als seien sie in den Zeiten von Niepce und Daguerre entstanden. Mit dem Schein des Alters wird aber meist nur jene Verblüffung bezweckt, die ein plötzlicher Auftritt im historischen Kostüm erzeugt. Mit der Wahl ihrer Motive hat sich die Künstlerin vor den Gefahren der Nostalgie geschützt, denn mit sicherem Gespür für das Spannungsgefüge von Orten, stellt sie etwas her, das sich als Übereinstimmung von Ort, Aufnahmetechnik und Bild zeigt. Den BetrachterInnen wird das Gefühl vermittelt, dass diese Übereinstimmung in keinem anderen Medium so erreicht werden kann.

Diesen Eindruck geben vor allem auch ihre Berliner Motive wieder. Auf ihren Fotoarbeiten erscheint Berlin als ein harter, unsentimentaler Ort, in dem Clubs, wie die "Maria am Ostbahnhof" und die "Bar 25" Außenposten zu sein scheinen, die sich gegen Eruptionen des Aufruhrs gewappnet haben.

Auch die Natur ist abwehrbereit: Die immer seltener werdenden, von Gestrüpp überwucherten Brachflächen am Rande jener Orte, haben das Aussehen von kleinen Großstadtdschungeln. Noch kann Chris Dreier, wie einst Maria Sybilla Merian in Surinam, dort ihre Geduld beweisen und Langzeitstudien über das Leben am Boden und die Stadtnatur machen.

Veranstaltungsort: Laura Mars Galerie
Sorauerstr. 3
10997 Berlin
Tel. 030 – 610 74 630

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13-19 Uhr, Samstag 12-16 Uhr

Ausstellungseröffnung: Freitag, 7. November 2008, 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 8. – 29. November 2008

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.lauramars.de


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Beitrag vom 06.11.2008









KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

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KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

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Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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 Roamers – Follow your Likes
Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

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Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de


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