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AVIVA-BERLIN.de im April 2021 - Beitrag vom 09.03.2009


ROSA - Ich war, ich bin, ich werde sein
AVIVA-Redaktion

Regisseurin Anja Gronau vollendet ihre "Trilogie der starken Frauen". Ein Theaterabend um Rosa Luxemburg im Theater unterm Dach, zu sehen bis zum 8. November 2009.




Nach der "Trilogie der klassischen Mädchen" (Käthe / Johanna / Grete) vollendet die Regisseurin Anja Gronau nun mit ROSA - "Ich war, ich bin, ich werde sein." ihre "Trilogie der starken Frauen", in der jeweils drei Schauspielerinnen eine reale, epochale Persönlichkeit im politischen Raum des 20. Jahrhunderts erspielen (dazu entstanden bisher: LENI – eine Riefenstahl Subjektive und FRIDA [KAHLO] - "Farbiges Band um eine Bombe.").

"Ich beginne eben zu begreifen, dass das Leben einen packen und nicht mehr loslassen kann, und dass es nichts dawider gibt. Ich beginne eben, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass es für mich nur eine Aufgabe gibt – inzwischen an die Wahlen zu denken und dann daran, was den Wahlen folgt." (Rosa Luxemburg, 1898 )

Rosa Luxemburgs kompromisslos idealistische Haltung kostete sie 1919 durch ein schändliches Attentat in Berlin das Leben. Die Luxemburg hatte ein ehrgeiziges Programm für einen Menschen, dem viele Steine in den Weg gelegt waren – sie war eine Frau, sie galt als Ausländerin, sie war Jüdin, sie war klein, sie hinkte. Für ihre sich selbst gestellte Aufgabe besaß sie nicht mehr als einen scharfen Verstand, ein leidenschaftliches Temperament und einen überscharfen Sinn für soziale Gerechtigkeit. Rosa prägte ihr Profil als radikale Antimilitaristin, die sich gegen Nationalismus aussprach, und jede Ideologie – auch die marxistische – immer kritisch hinterfragte und sich keiner Parteidoktrin unterwarf.

Im Superwahljahr 2009, neunzig Jahre nach der Ermordung der sozialistischen Kämpferin, möchte Anja Gronau einen Theaterabend schaffen, der mit allen Widersprüchen der Persönlichkeit die Konstanten des Kampfes um politische Ideale und die Suche nach neuen Wegen zur sozialen Gerechtigkeit verhandelt.

"Wenn ich mir eine Aussage für den Abend ROSA wünsche, dann wäre diese erreicht, wenn wir die von Luxemburg als Substanz des Humanismus verstandenen Begriffe des Sozialen und der Solidarität aus der gegenwärtigen Herabwürdigung befreien können." (Anja Gronau)

Zur Regisseurin: Anja Gronau studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Kostümdesign und assistierte im Bereich Ausstattung am Schauspielhaus Hamburg und an den Münchner Kammerspielen. Anschließend studierte Anja Gronau Regie am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg bei Jürgen Flimm und Christof Nel und Schauspiel bei Hildegard Schmahl. Sie inszenierte u. a. auf Kampnagel, an den Hamburger Kammerspielen, am Thalia Theater, am Staatstheater Stuttgart, am Berliner HAU und bei den Wiener Festwochen. Für ihre Inszenierung "Grete" nach Goethes Faust aus ihrer Trilogie klassischer Mädchen erhielt sie den Friedrich-Luft-Preis für die beste Berliner Aufführung des Jahres 2004. Bei der RuhrTriennale 2007 inszenierte Anja Gronau die Uraufführung "Corpus delicti" von Juli Zeh.

ROSA - "Ich war, ich bin, ich werde sein."
Premiere: 12. März 2009, 20 Uhr
Vorstellungen: 13.,14.,15. März, 3.,4.,5. April, 2.,3. Mai, 3.,4. Oktober 2009, 7., 8. November 2009, jeweils 20 Uhr
Veranstaltungsort: Theater unterm Dach
Danziger Straße 101
10405 Berlin
Karten: 030/ 902 95 38 17 oder theateruntermdach@gmx.de
Karten 8,- / 5,- Euro

Es spielen: Katharina Eckerfeld, Renate Regel, Martina Schiesser

Regie & Konzeption: Anja Gronau
Bühne: Mi Ander
Kostüme: Olaf Habelmann
Licht & Technik: Dirk Lutz
Dramaturgieassistenz: Claudia Drenda
Regieassistenz: Julia Pohl
Produktion: Björn Pätz

Weitere Infos unter: www.theateruntermdach-berlin.de

ROSA - "Ich war, ich bin, ich werde sein." ist eine Produktion von Anja Gronau und dem Theater unterm Dach in Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden, Forum Freies Theater Düsseldorf und dem LOFFT Leipzig. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - für kulturelle Angelegenheiten und des Fonds Darstellende Künste e.V.


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Beitrag vom 09.03.2009

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