1000 und eine Frau - Inszenierung von Nadja Tenge - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Kultur live



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 09.04.2009


1000 und eine Frau - Inszenierung von Nadja Tenge
AVIVA-Redaktion

Krieg, Gewalt und die brutale Unterdrückung der Frauen – das sind die Themen der Performance. Am 23., 24., 25. April und am 6. Mai 2009 zeigt das Theaterhaus Mitte die Collage aus Bewegung,...




... Musik und Schauspiel, die auf Texten der Schriftstellerin Assia Djebar basiert.

In eindringlichen Berichten von jungen Frauen, Müttern und Gefangenen, vorgetragen von fünf jungen Künstlerinnen, thematisiert die Berliner Produzentin und Schauspielerin Tenge die ungebrochene Diskriminierung vieler Frauen.

Die Darstellerinnen erzählen die Entstehungsgeschichte des Märchens "1001 Nacht" und verwandeln dieses in sinnliche Weltliteratur, sprudelnd vor Kraft und Stärke der Sheherazade. Die Geschichte zeigt den Ausweg: Entweder die Frauen gehen an Verzweiflung zugrunde oder sie besinnen sich gemeinsam auf ihre Stärke und Lebenskraft. Mit List und Humor, mit Solidarität und Sinnlichkeit können die verletzten Frauen ihre Würde wieder herstellen.

Unterbrochen werden diese Erzählungen von improvisierten Gesängen der Deutsch-Perserin Elena Rezai, die mit einer eigenwilligen Mischung aus orientalischen Liedern, Klassik und Soul ankündigt, dass der Grat zwischen Verzweiflung und daraus resultierendem Aufbegehren schmal ist. Der Schlusspunkt der Performance ist eine fulminante Session aus Gesang, Rap (Idyl Baydar) und Tanz, die die ZuschauerInnen in die Gegenwart entlässt, in der die Frauen selbst über das Geschehen bestimmen.

Die Heldinnen der zeitlich weit voneinander entfernten Texte verbindet ihr außergewöhnlicher Mut und ihre Überzeugung. Sie brechen mit Regeln und Traditionen, um ein selbstbestimmtes Leben zu wagen.

Die Inszenierung erinnert an die Frauenverehrung in der arabischen Tradition und setzt sich zugleich mit der Radikalisierung der Unterdrückung auseinander. "1000 und eine Frau" ist eine Hommage an die Selbstbestimmung der Frauen. Das authentische Spiel der Darstellerinnen resultiert auch aus eigenem Erleben: alle haben familiäre Bindungen an die islamische Tradition.

Die Collage, die aus einer Zusammenarbeit von Nadja Tenge und der Regisseurin I. Zarypow entstand, bringt zum Ausdruck: Die Konsequenz aus anhaltender Unterdrückung der Frauen in der Gegenwart ist Solidarität und Aufbegehren.

1000 und eine Frau
23. April (Premiere), 24., 25. April und 6. Mai 2009, jeweils um 20 Uhr
Mit: Nadja Tenge (D/Irak), Idil Baydar (Türkei), Nadja Hamami (D/Irak), Elena Rezai (D/Iran), Nora Hofmann (D/Österreich)
Regie: I.C. Zarypow
Bühnenbild: Berit Schweska
Kostümbild: Monika Bersch
Eintritt: 12 / ermäßigt 8 Euro
Theaterhaus Mitte
Koppenplatz 12
10115 Berlin
Tickets unter: 030-28 04 19 66 oder unter info@thbm.de
Weitere Informationen unter:
www.thbm.de
www.nadja-tenge.de



Kunst + Kultur > Kultur live

Beitrag vom 09.04.2009

AVIVA-Redaktion 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

. . . . PR . . . .

Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

. . . . PR . . . .

Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

. . . . PR . . . .

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

. . . . PR . . . .

 Roamers – Follow your Likes
Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

. . . . PR . . . .

Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen


Kooperationen

GEDOK-Berlin
Paula Panke
RuT - Rad und Tat e.V.
Begine