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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2021 - Beitrag vom 04.11.2009


Angelika von Stocki - Zerfall der Mauer
Sharon Adler

Auf Einladung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. zeigt die Berliner Fotokünstlerin Angelika von Stocki vom 15.12.2009 – 14.01.2010 im Bundespresseamt ihre fotografische Installation




...zum "Zerfall der Mauer".

Ihre dokumentarischen Fotoaufnahmen bilden für sie die Basis einer vielschichtigen künstlerischen Auseinandersetzung. So, wie die Mauer nicht von heute auf morgen verschwand, war auch die friedliche Revolution von 1989 ein komplexer, dynamischer und emotional bewegender Vorgang. Mit Hilfe von Mehrfachbelichtungen und Überblendungen sowie durch Collagen mit Original-Mauerteilen bringt Angelika von Stocki in ihrer fotografischen Installation verschiedene historische und ästhetische Ebenen zusammen und lässt auf diese Weise ihre persönlichen Erlebnisse und ihre Betroffenheit als Zeitzeugin spürbar werden.

Die Ausstellung "Zerfall der Mauer" von Angelika von Stocki umfasst Fotografien und Installationen. Teils monumentale, malerisch anmutende Lichtbilder stehen neben raumgreifenden Objekten, die einem Denkmal gleich, das Ungeheuerliche der Grenze und das wundersame Ende der Teilung Deutschland vor Augen führen.

Angelika von Stocki kombiniert verschiedene Ansichten der Berliner Mauer als "todbringender Grenze" und Aufnahmen anderer symbolhafter Gebäude, wie der Glienicker Brücke, dem Reichstag und dem Brandenburger Tor, mit den gewaltsamen Werkzeugen der Grenzsicherung wie Stacheldraht, Eisenketten, Moniereisen und elektrischen Metallzäunen. Fotografien der Wandbilder und Graffitis, die auf der westlichen Seite des "Monstrums" eine Hoffnung auf die Überwindung der Teilung zeigen, stehen Bilder gegenüber von jubelnden und sich umarmenden Menschen, als die Mauer im November 1989 allmählich durchlässig wurde. Fotografien, die in düstere oder kräftige Farben getaucht sind, wechseln mit auf Acrylglas aufgezogenen Großformaten, die mit Eisenrahmen, Monierstäben und echten Mauerstücken kombiniert sind.

© Angelika von Stocki


Im "Berliner Mauer-Mahnmal" schreiten bewaffnete Volkspolizisten über die Mauer und markieren den historischen Wandel. Einst bewaffnete Organe eines Unrechtsregimes, laufen sie nun über die Mauer als Beobachter eines unblutigen Wandels, der dreißig Jahre mörderischer Trennung und steter Bedrohung beendet. Eine Erfahrung, die für die Künstlerin und Zeitzeugin Angelika von Stocki prägend war:

"Als ich mit acht Jahren an der Hand meiner Eltern auf dem Transitweg nach Berlin die Baracken betrat, blickte ich bei der Grenzkontrolle zum ersten Mal in die Gewehrläufe der Vopos. Diese Bedrohung war mir bis zum Fall der Mauer immer gegenwärtig."

Angelika von Stocki setzt sich seit 1964 mit den Medien Film und Fotografie auseinander. Mit den politischen Veränderungen 1989 ist die Stadt Berlin für Angelika von Stocki zum thematischen Schwerpunkt geworden. Sie ist ihr wichtigster fotokünstlerischer Aktionsort und hat sie immer wieder zu Bildfolgen angeregt.

Angelika von Stocki hat ihre eindrucksvollen Bilder, die den "Zerfall der Mauer" auf symbolische Weise erfassen sowie andere umfangreiche Foto-Projekte in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen an verschiedenen prominenten Orten gezeigt, u.a. im Deutschen Bundestag in Bonn und Berlin, dem Roten Rathaus und dem Abgeordnetenhaus in Berlin, bei zwei Open-Air-Ausstellungen am Potsdamer Platz in Berlin, dem Frauenmuseum Bonn, dem Europäischen Parlament Straßburg, den Photo-Museen und Goethe-Instituten in den USA, Frankreich, Österreich und auf Teneriffa sowie im German House in New York City.

Ihre Werke sind heute in bedeutenden Sammlungen vertreten, wie dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dem Frauenmuseum Bonn, dem Photomuseum Bad Ischl, dem Photomuseum Santa Cruz in Spanien und dem Museum Haus am Checkpoint Charlie.

Aus persönlichem Engagement möchte Angelika von Stocki zudem für Schulklassen nach persönlicher Absprache (info@angelikavonstocki.de) Führungen durch ihre Ausstellung zum Zerfall der Mauer anbieten.

Ausstellungseröffnung am 15.12.09 im Foyer des Bundespresseamtes

Am 15.12.09 wird um 11.00 Uhr die Ausstellung "Zerfall der Mauer" mit den fotografischen Installationen der Künstlerin Angelika von Stocki im Bundespresseamt eröffnet. Zur Eröffnung spricht u.a. der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Prof. Hans Ottomeyer.

Weitere Infos zu Angelika von Stocki finden Sie auf ihrer Homepage unter:
www.angelikavonstocki.de

Veranstaltungsort: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Berlin
Foyer des Presse- und Besucherzentrums
Reichstagufer 14, 10117 Berlin

Verkehrsverbindung: U- und S-Bahnhof Friedrichstraße

Öffnungszeiten und Eintritt
Mo-Fr 9 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Führungen
Führungen von Schulklassen nach Vereinbarung
info@angelikavonstocki.de


Veranstalter
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Kurfürstenstr. 129
10785 Berlin
Tel.: 030 -21286-0
Fax: 030 – 21286-240
E-Mail: bauind@bauindustrie.de


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Beitrag vom 04.11.2009

Sharon Adler 






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