Tanztheater Wuppertal Pina Bausch - Die Sieben Todsünden - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Kultur live



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 11.12.2009


Tanztheater Wuppertal Pina Bausch - Die Sieben Todsünden
Sharon Adler

Vom 10. - 13.12.2009 wird das 1976 uraufgeführte Stück im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen von spielzeit´europa in Berlin zu erleben sein - mit Josephine Ann Endicott und Mechthild Großmann




In "Die Sieben Todsünden" verband die Choreografin und als die "Mutter Courage des modernen Tanzes" gefeierte Pina Bausch erstmals Tanz mit Sprache, Gesang, Pantomime und Alltagsgesten und schuf damit eine neue Kunstform, die ihren Ruf als eine der bedeutendsten Choreografinnen der Gegenwart begründete. Bauschs legendärer Brecht-Weill-Abend wurde 2001 und 2008 am Tanztheater Wuppertal wiederaufgenommen und ist nun im Rahmen von spielzeit´europa in Berlin zu erleben.

Die Wiederaufnahme der "Sieben Todsünden" gleicht eher einer "Wiedergeburt" (Rheinische Post): Auch mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Uraufführung hat der zweiteilige Tanzabend aus Brecht/Weills "Ballet chanté" "Die sieben Todsünden" der KleinbürgerInnen und Bauschs Stück "Fürchtet euch nicht" zu Liedern des genialen Duos nichts von seiner gesellschaftskritischen Kraft und ästhetischen Qualität eingebüßt. In Hauptrollen sind – wie bei der Uraufführung 1976! – mit Josephine Ann Endicott und Mechthild Großmann zwei langjährige Wegbegleiterinnen Pina Bauschs zu erleben.

Pina Bausch, die wie keine andere deutsche Choreografin die internationale Tanzszene prägte, wurde im In- und Ausland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so zuletzt mit dem Kyoto-Preis, dem Goldenen Löwen (Venedig), dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt und soeben mit dem Laurence Olivier Award.

Im Alter von nur 68 Jahren ist Pina Bausch am 30. Juni 2009 überraschend an Krebs gestorben. Die Tanzwelt trauert um eine ihrer herausragendsten Tänzerinnen und Choreographinnen.



Pina Bausch

wurde am 27. Juli 1940 in Solingen geboren. Mit 14 Jahren Beginn des Studiums an der Folkwang Hochschule unter der Leitung von Prof. Kurt Jooss. 1958 Abschlussprüfung.
Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für USA.
Special Student an der Juilliard School of Music/New York, gleichzeitig Mitglied der Dance Company Paul Sanasardo und Donya Feuer, Engagement beim New American Ballet und an der Metropolitan Opera New York. 1962 Rückkehr nach Deutschland.
Tänzerin in dem von Kurt Jooss neugegründeten Folkwang-Ballett. Seit 1968 eigene Choreographien im Repertoire des Folkwang-Balletts, dessen Leitung sie ein Jahr später übernimmt. 1973 wird Pina Bausch Direktorin des neugegründeten Tanztheater Wuppertal. 1982 übernimmt sie eine Rolle in Federico Fellinis Film "E la nave va". 1990 "Die Klage der Kaiserin" Kinofilm von Pina Bausch. 1997 Neueinstudierung der Choreographie "Le Sacre du printemps" mit dem Ballet de L´Opéra national de Paris.
2001 im Film von Pedro Almodovar "Hable con ella" mit Ausschnitten aus "Café Müller" und "Masurca Fogo" von Pina Bausch. 2005 Neueinstudierung der Choreographie "Orpheus" und "Eurydike" mit dem Ballet de L´Opéra national de Paris. Für ihre künstlerische Arbeit wurde Pina Bausch mehrfach ausgezeichnet.
Ihr Tod am 30. Juni 2009 bedeutet einen großen Verlust für die Tanzwelt.
Weitere Infos unter: www.pina-bausch.de

10. – 13. Dezember | 20 Uhr
Haus der Berliner Festspiele
Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
Die Sieben Todsünden
Tanzabend von Pina Bausch
Inszenierung und Choreografie Pina Bausch, Texte von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill
Musikalische Leitung Jan Michael Horstmann

Bühne und Kostüme Rolf Borzik
Mitarbeit Marion Cito, Hans Pop
Mitarbeit Wiederaufnahme Bénédicte Billiet, Josephine Ann Endicott
Es spielt The Capital Dance Orchestra unter der Leitung von Jan Michael Horstmann

Uraufführung 15. Juni 1976, Schauspielhaus Wuppertal | Wiederaufnahme
Dauer 2h 25, eine Pause
Karten 63,–, 51,–, 40,–, 31,–, 23,–, 15,–

Anna I Annette Jahns
Anna II Josephine Ann Endicott 10./11. Dezember
Julie Shanahan 12./13. Dezember
Die Familie Friedemann Hecht Tenor, Sebastian Schade Tenor, Rainer Scheerer Bariton, Thomas Tye Bass
TänzerInnen: Regina Advento, Pablo Aran Gimeno, Rainer Behr, Andrey Berezin, Damiano Ottavio Bigi, Aleè Èuèek, Clémentine Deluy, Silvia Farias Heredia, Barbara Kaufmann, Ditta Miranda Jasjfi, Nayoung Kim, Daphnis Kokkinos, Eddie Martinez, Thusnelda Mercy, Pascal Merighi, Cristiana Morganti, Nazareth Panadero, Jorge Puerta Armenta, Franko Schmidt, Azusa Seyama, Julie Anne Stanzak, Michael Strecker, Fernando Suels Mendoza, Anna Wehsarg

Veranstaltungsort: Berliner Festspiele
Schaperstr. 24
10719 Berlin
www.berlinerfestspiele.de

Ticket Office
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Fon: 030 - 254 89-100
Fax: 030 254 89-230
E-Mail: ticketinfo@berlinerfestspiele.de


(Quelle: Berliner Festspiele)



Kunst + Kultur > Kultur live

Beitrag vom 11.12.2009

Sharon Adler 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

. . . . PR . . . .

Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

. . . . PR . . . .

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de


Kooperationen

GEDOK-Berlin
Paula Panke
RuT - Rad und Tat e.V.
Begine