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AVIVA-BERLIN.de im Februar 2021 - Beitrag vom 20.11.2014


Catherine MacLellan - The Raven´s Sun
Daniélle Aderhold

Der Sängerin gelingt es, ihren Kampf gegen ihre Depressionen zu verarbeiten, indem sie melancholische und gleichzeitig hoffnungsvolle Texte mit berührenden akustischen Folkmelodien verbindet.




Als Tochter des kanadischen Musikers Gene MacLellan wuchs Catherine schon früh mit einer Begeisterung für die Musik und das Schreiben eigener Texte auf. "I grew up watching him write songs in the living room with pen and paper or with a guitar on his lap. That was what I thought you were supposed to do, and eventually I started doing it".
Zunächst sang sie in der Folk-Rock-Band "The New Drifts", später auch in der Countryband "Saddle River Stringband, bevor 2004 sie ihre erfolgreiche Solokarriere als Sängerin begann. "The Raven´s Sun" ist nun bereits ihr fünftes Studio-Album und gleichzeitig das erste, welches sie ohne ihre Band, nur mit ihrem Musik- und Lebenspartner, Chris Gauthier, aufgenommen hat.

"I can´t tell just where to start with this cloud around my heart"

Die Symbolik, die hinter dem titelgebenden Covermotiv des Raben steht, stammt ursprünglich aus verschiedenen Schöpfungsmythen indigener Völker des Pazifischen Nordwestens. Dort bringt der Vogel das Licht in die Welt. Bewusst entschied sich die Singer- und Songwriterin für dieses hoffnungsvolle Bild.
Denn viele ihrer poetischen Texte auf dem Albums beschäftigen sich verstärkt mit Verlustthemen, aber vor allem dem Finden neuer, innerer Stärke. Den jahrelangen, inzwischen erfolgreichen Kampf gegen ihre Depressionen thematisiert Catherine MacLellan somit gleich in mehreren Songs. Das langsame "Rushing Winding Wind" widmet sie denjenigen, die ihr in schweren Zeiten zur Seite standen: "You brought the light into the dark and the sound of laughter / The joy back to my heart, what I was after.". Auch sie selbst will in "Hold On" einem resignierten Freund Mut zusprechen: "I know it´s hard just to live / When shadows cover up the light that was given". Den schmerzhaften Verlust ihrer Großmutter, sowie den frühen Tod eines befreundeten Nachbarn versucht sie in dem Song "Tell Me Luella" und der Ballade "Gone Too Soon" zu verarbeiten.

Neben den meist ruhigen und sanften Folk-Songs finden sich jedoch auch Ausnahmen, wie die schnellen, rhythmischen Songs "Don´t Call Me Stranger" oder "Jack´s Song", die den Umgang mit gescheiterten Beziehungen aufarbeiten.
Begleitet wird die einfühlsame und klare Stimme der mehrfach preisgekrönten Sängerin ausschließlich von Akustik- und E-Gitarre, sowie vereinzelten Elementen von Fiddel und Bass. Obwohl die instrumentale Umrahmung reduziert und zurückgenommen ist, sind dennoch die Melodien der elf Tracks prägnant gestaltet und haben zusammen mit den Texten Ohrwurm-Charakter.

AVIVA-Tipp: "The Raven´s Sun" verbindet die emotionale Zerbrechlichkeit von Catherine MacLellan mit ihrer gesanglichen und textlichen Stärke. Dabei entstand ein Album, das trotz seiner Trauerthematik vor allem Hoffnung spendet.

Catherine MacLellan
The Raven´s Sun

CD, 11 Tracks
Label: AL!VE, VÖ: 28.11.2014

Catherine MacLellan im Netz:

www.catherinemaclellan.com und unter www.facebook.com/catherinemaclellanmusic


Das Musikvideo zum Titelsong:

"The Raven´s Sun"

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Catherine MacLellan – Church Bell Blues


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Beitrag vom 20.11.2014

AVIVA-Redaktion 






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