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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 25.02.2015


Missincat – Wirewalker
Christina Mohr

Vom mädchenhaften Singer-/Songwriterfolk zu prächtigem Pop – MissinCats drittes Album präsentiert eine Künstlerin im Wandel. Mit knapp 37 Jahren ist die in Mailand geborene Caterina Barbieri alias …




... MissinCat ihren Kinderschuhen natürlich längst entwachsen. Trotzdem ist ihre neue Platte "Wirewalker" ein großer Schritt für Barbieri, ein Coming-of-Age-Album sozusagen – beziehungsweise ein ganz buchstäblicher Drahtseilakt.

Seit kurzem lebt Barbieri in Berlin, weil in keiner anderen Stadt die Bedingungen für KünstlerInnen so gut sind, wie sie findet. Der Einfluss von Berlin ist deutlich spürbar: Produziert wurde "Wirewalker" von Indie-Impresario Berend Intelmann (Fotos, Paula), dessen musikalische Partnerin Elke Brauweiler als Gastsängerin vertreten ist. Weitere Berliner Producer/Musiker wie Johannes Saal (Super 700) und Hanno Stick (passenderweise Schlagzeuger) begleiten MissinCat, die wie üblich viele verschiedene Instrumente von Gitarre über Piano und Synthesizer selbst spielt. Sie musste lernen, die Kontrolle zu verlieren, sagt Barbieri/MissinCat, die ihre früheren Platten "Back on my Feet" und "Wow" weitgehend allein aufnahm.

Der Kontrollverlust mit Ansage tut der Musik sehr gut: Klang MissinCat bisher ein wenig schüchtern, fast kindlich, weht nun ein deutlich poppigerer Wind durch die Songs – ohne dass die Wahlberlinerin ihren stilistischen Charakter verleugnen würde. Ihr Gesang ist nach wie vor zart, zweiflerisch und zurückhaltend, die Melodien und Arrangements wirken dagegen selbstbewusster und eingängiger. Vor allem die erste Hälfte von "Wirewalker" ist mit Songs wie "Ten Lines", "All I Needed" oder "Pirates" voll prächtiger Songperlen, die sofort ins Ohr gehen und sogar zum Tanzen einladen. Berend Intelmann konnte MissinCat nämlich nicht nur davon überzeugen, ein paar voluminösere Instrumente wie Pauken und Streicher einzusetzen, sondern auch dynamischen Bass und Beats. Keine Angst, von Techno keine Spur: Vielmehr ein buntes Pop-Gewand, das MissinCat hervorragend steht. Mit nachdenklichen Balladen wartet sie auch weiterhin auf, im Titelstück oder "Stay" zieht MissinCat über gescheiterte Beziehungen Bilanz, "Wolf in a Sheepskin" ist eine anrührende Ode an die Freundschaft. Auch ihre geliebten Spielzeuginstrumente wie die Orgel am Anfang von "Pirates" gehören nach wie vor zu ihren Erkennungsmerkmalen.

MissinCats Blick für die kleinen und großen Momente des Lebens machen "Wirewalker" zu einem zauberhaften Album for all seasons – auch wenn es mit seinem unüberhörbaren Schwung perfekt zum beginnenden Frühling passt.

AVIVA-Tipp: Ein künstlerischer Drahtseilakt, den MissinCat mit Bravour meistert – frau darf sich auf die Konzerte freuen!

Missincat
Wirewalker

Label: Revolver, VÖ 27.2.2015
10 Tracks

Missincat im Netz:
www.missincat.com


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:


MissinCat - Back On My Feet




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Beitrag vom 25.02.2015

Christina Mohr 






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