Irit Dekel und Eldad Zitrin - Last of Songs - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Music



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2021 - Beitrag vom 18.03.2015


Irit Dekel und Eldad Zitrin - Last of Songs
Clarissa Lempp

Die israelische Sängerin Irit Dekel und Multi-Instrumentalist Eldad Zitrin laden mit "Last of Songs" auf eine musikalische Reise durch Zeit und Raum ein, mit Coverversionen von Blues bis Klezmer.




Zwölf Songs sind die Grundlage für Irit Dekels und Eldad Zitrins Projekt "Last Of Songs". Es sind Lieder, die heute als Klassiker bzw. Standards gelten, wie "Bye Bye Love" oder "The Rose". Dementsprechend gibt es davon bereits reichliche Interpretationen. Dem Duo aus Israel - beide KünstlerInnen leben in Tel Aviv - Eldad Zitrin schon immer - Irit Dekel ist aus Haifa, hat aber in Jerusalem studiert - gelingt es dennoch zu überraschen. Jeder Song erhält von ihnen eine eigene musikalische Atmosphäre, die mit Leichtigkeit zwischen den Genres schwingt. Immer dem folgend, was originär in den Kompositionen liegt, statt den bereits bekannten Versionen nachzueifern.

Unterstützt von vielen GastmusikerInnen entwerfen Dekel und Zitrin so den musikalischen Melting Point Jerusalem. Hier treffen sich Tango und Klezmer, um dem "No More Blues" neues Leben einzuhauchen. Trip-Hop-Anleihen machen aus "Good Morning Heartache", bekannt in einer Billie Holidays Version, einen coolen Lounge-Blues. Der findet sich auch im "Blues In The Night" wieder, aber in einer abstrakten Zuspitzung, die Dekels stimmliche Vielfalt auf spannende und spielerische Weise zum Höhepunkt bringt. Neben dem Akkordeon ist auch die arabische Violine ein prägendes Instrument, das unter anderem in "Willow Weep For Me" hervorsticht. Das bereits erwähnte "Bye Bye Love" hingegen baut auf eine Mischung aus Harmonie und Disharmonie, die an David Lynchs Filmarbeiten denken lässt. Warme Streicher und Dekels eindringliche Stimme führen durch die hallenden Nebel aus Klavier, Stoner-Gitarre und Synthie-Effekten. Überhaupt besitzen die Arrangements oft etwas Filmisches in ihrer atmosphärischen Dichte. Daher ist es nur konsequent, die Veröffentlichung des Musikprojekts mit Videos zu begleiten. Darin steht mal Irit Dekel mit wallender Mähne und 70er Jahre Diva-Kleid vor einem roten Vorhang und schwingt in dramatischer Geste die Fledermausärmel. Ein andermal bespielt das Duo mit Akkordeon und Mini-Anlage die Straßen Jerusalems und für "Skylark" schlüpfen sie in eine romantische Choreografie, die an die Swing-Ära erinnert.

Die Songs wurden bisher nur digital veröffentlicht, was aber der Hörfreude nichts abtut. Wer Artwork und Hintergrundinfo dennoch vermisst, wird sich über den liebevoll gestalteten Internetauftritt freuen, der neben Konzertdaten und Download-Links auch Hörproben und die besagten Videos bereit hält:

www.lastofsongs.com

AVIVA-Tipp: Ein spannendes Cover-Projekt, das Evergreens zu neuen Perspektiven verhilft. Mal leichtfüßig, mal Beats-stampfend oder mit großer Streicher-Geste: die gekonnte Bandbreite von "Last of Songs" überrascht und macht Spaß.


Irit Dekel und Eldad Zitrin
Last of Songs

EAN 7293627636827
nur digital erhältlich als Download bei: iTunes

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Beitrag vom 18.03.2015

Clarissa Lempp 






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