Kitty Hoff - Zuhause - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Music



AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 24.04.2009


Kitty Hoff - Zuhause
Sharon Adler

"Schwerelose Zeiten" können mit diesem wunderbar, leicht-tiefsinnigen dritten Album der Ausnahmekünstlerin erlebt werden. Unprätentiöser deutscher Chanson, poetische "Minutendramen". Musik für ...




... Bauch, Kopf und Beine vom größten Geheimtipp der deutschen Chanson-Szene!

Gewohnt entspannt und professionell zugleich präsentieren Kitty und ihre Band Forêt-Noire "orchestralen Glitzerpop, rumpeligen Jahrmarkt-Blues, lyrische Walzerballaden, gutgelaunten Reggae-Swing und seidigen Bossa Nova". Als erster deutscher Female-Act bei Blue Note Germany/EMI erzählt Kitty Hoff auf ihre wunderbar eigenartige Weise typische Berliner Geschichten.

1972 geboren und im Münsterland aufgewachsen, wollte sie nach dem Vorbild ihres Vaters Psychologin werden, studierte dann aber doch zunächst in Münster Musik und Germanistik, anschließend in Wien Gesang, Schauspiel und Tanz am Theater an der Wien sowie Musical an der Folkwang Hochschule in Essen.
Bereits als Teenager lernte sie Klavier und Geige, gab sie mit einem Pianisten erste Liederabende und war Preisträgerin bei "Jugend musiziert". Ab Mitte der Neunziger tourte Kitty Hoff mit Soloprogrammen, wahlweise mit Klavierbegleitung oder mit einer Jazzcombo und wurde zweimalige Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin in der Sparte Chanson.
Später zog Kitty Hoff mit Mann und dem damals 4-jährigem Sohn nach Berlin, wo sie u.a. einen Meisterkurs bei der Brecht-Diseuse Gisela May belegte und begann, eigene Songs zu schreiben, sie war für einige Zeit Mitglied in einer 9-köpfigen Damenkapelle, und erhielt ein Tonstudio-Stipendium des Berliner Senats (2004) und eine Empfehlung des Goethe-Instituts (2006). Heute nennt Kitty Hoff ihre Kunstrichtung "Nouvelle Chanson" und erklärt: "Denn was wären die Deutschen ohne ihre schlechte Laune? Franzosen!"

"Zuhause", so heißt ihr drittes Album und genauso fühlt es sich für die Zuhörerin an – es scheint, als ruhe das Album in sich selbst, als verbreite es eine private Wohlfühlatmosphäre, die den Straßenlärm einfach wegdimmt.

Die Sängerin, Musikerin und Komponistin, die sich selbst gerne als "glückliche Melancholikerin" bezeichnet, beschert den HörerInnen damit erneut den für sie typischen musikalischen Spagat zwischen "Tradition und Moderne, Gewicht und Leichtigkeit". Mit ihren Songs, die "erwachsener" geworden seien, wie sie selbst sagt, und die am heimischen Klavier entstehen, hat sie mit "Zuhause" ihren musikalischen Horizont noch einmal erweitert. Auch das Team hat sich vergrößert, so sind mit dem Bassisten Moe Jaksch und dem Pianisten und Keyboarder MarQ Wenzel zwei neue Musiker in den Kreis ihrer Begleitband Forêt-Noire aufgenommen worden. Nach wie vor dabei ist der Schlagzeuger Beat Lee Burns und der Gitarrist, Mischer und Produzent Phil Marone. Auf ihrem neuen Album präsentiert Kitty Hoff nun auch zwei frankophone DuettpartnerInnen: Coralie Clément, die Schwester des von Kitty Hoff verehrten French-Pop-Genies Benjamin Biolay, singt auf "Riesenräder" erstmals deutsch und der belgische Chansonsänger Joachim Jannin übernimmt auf "Ort im Grün" mit einer warmen Bossa Nova-Stimme den männlichen Gesangspart.

Die musikalische Reise beginnt mit dem melancholischen inneren Monolog der "Frau Auf Der Brücke" über "Papierkram", einem Song über das Chaos der alltäglichen Papierflut weiter zu "Sehr Weit Oben", einem sinnlich-pathetischen Chanson bis hin zu dem tanzbaren "Mahagoni", das auf die Brecht/Weill-Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" verweist.
"Riesenräder" und der Instrumental-Foxtrott "Pension Fuchs" wiederum kommen verspielt und heiter daher, wohingegen der "Ort Im Grün" ebenso wie das 1-minütige Instrumentalstück "Près De Moi" zum Träumen und Nichtstun verführt, eher melancholisch und doch tröstlich wirkt "Surprise". Temperamentvolles wechselt sich ab mit düsteren Stimmungen, und die kleinen Geschichten sind alles andere als banale "Eintagsfliegen".

AVIVA-Tipp: Großstadt-Blues und Großstadt-Glück vereint sich in diesem warmherzig komponierten zu einem großartigen Ganzen, das charmant zum Immer-Wieder-Hören einlädt.

Kitty Hoff – Zuhause
Label: Blue Note /EMI. VÖ: 24. April 2009
www.kittyhoff.de
www.myspace.com/kittyhoff

Konzerthinweis:
KITTY HOFF & FORÊT-NOIRE & GÄSTE
Am Mittwoch, 13. Mai 2009 bringen Kitty und Forêt-Noire die Songs des Albums auch live auf die Bühne im Admiralspalast. Zur Berlinpremiere stockt "La Hoff" – der erste deutsche Female-Act beim "Blue Note"-Label - ihre Band zudem um Bläser und Streicher auf!
101 im Admiralspalast
VVK 18 zzgl. Gebühren / AK 19 Euro

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
Kitty Hoff und Forêt-Noire – "Rauschen"


Quelle: Blue Note


Kunst + Kultur > Music

Beitrag vom 24.04.2009

Sharon Adler 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

. . . . PR . . . .

KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

. . . . PR . . . .

MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

. . . . PR . . . .

Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

. . . . PR . . . .

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

. . . . PR . . . .

 Roamers – Follow your Likes
Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

. . . . PR . . . .

Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

. . . . PR . . . .

Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de


Kooperationen

GEDOK-Berlin
Paula Panke
RuT - Rad und Tat e.V.
Begine