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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2021 - Beitrag vom 23.10.2009


Laura Vane and the Vipertones - Laura Vane and the Vipertones
Lisa Erdmann

She grooves, she souls und bringt den Funk ins Ohr, die 28-Jährige Laura Vane. Ihre Band "The Vipertones" heizt zusätzlich ein und haut die Hörerin schon mit dem Opener "Roof Off" vom Hocker...




...beziehungsweise das Dach vom Haus.

Auch die anderen zehn Titel überzeugen und erinnern an eine Zeit, in welcher Musik noch Hand, Fuß und Herz hatte. Die aus Brighton stammende Musikerin ist seit mehr als zehn Jahren im Geschäft und gewinnt ihre Zuhörerinnen noch immer mit jeder Menge Kreativität, Rhythm and Blues.

Es erstaunt daher nicht, dass musikalische Funk- und R`n`B-Größen wie Gnarls Barkley, MJ Cole und The Streets die Soulröhre in der Vergangenheit als Backgroundsängerin engagierten. Zum Glück hat Laura Vane das nicht gereicht – sie wollte etwas Eigenes und liefert ihren HörerInnen in 2009 mit "Laura Vane and the Vipertones" ein Debüt, welches so sehr einheizt, dass Frau schon beim Zuhören mit den Füßen wippt und mit den Fingern schnippt.

Ihre holländische Band "The Vipertones" fand Miss Vane auf der Suche nach Gleichgesinnten einst via Internet. Auf "Laura Vane and the Vipertones" bringt die Combo deep-funkige Partynächte direkt in die heimischen Boxen und erinnert mit hektisch-ansteckenden Beats und atemberaubenden Vocals unweigerlich an Stimmgrößen wie Sharon Jones (& The Dap Kings), Etta James und Janis Joplin.

Mit dem zweiten Song "Steam", welcher an einem einzigen Nachmittag entstand, präsentieren Laura und ihre Gang noch mehr Funk und laden auf eine Reise in die wilde 1960er-Motown-Welt ein. Auch Titel Nummer Fünf "Did It Anyway" kommt ganz Oldschool mit viel Bläsereinsatz und gezupftem Bass daher - Frau denkt an Soul Train und James Brown, während das Energiebündel aus Brighton shoutet und röhrt, als sänge sie sich die Seele aus dem Leib.

Track Sechs ist eine Überraschung, weil die blonde Britin bei der Ballade "No Words" erstaunlich zahm und sensibel klingt. Laura Vane beweist hier, dass sie auch Tiefgang und lyrisches Talent besitzt. "You give me what I want" oder auch "Good Morning" überzeugen wie die vorherigen Titel mit Retrogroove und kurz vor Schluss macht Track Neun, "The Squeeze", noch mal richtig Spaß und demonstriert das Selbstbewusstsein und Sexappeal der autarken Künstlerin.

Leider ist das ganze Album nach 35 funky-frischen Minuten bereits "abgetanzt", nach einer Verschnaufpause lohnt sich daher eindeutig die Wiederholung. Frau hat Lust, sich noch mal mitreißen zu lassen.

Laura Vane & The Vipertones im Netz:
www.lauravane.com und www.myspace.com/lauravaneandthevipertones

AVIVA-Tipp: Laura Vane hat sich mit "Laura Vane and the Vipertones" eindeutig einen Platz als neue starke Frau im Bereich Soul & Funk gesichert. Gekonnt zaubert sie Neu aus Alt und weist mit ihrem Retro-Groove den Weg in Richtung Sixties. Backgroundchöre und James-Brown-Funk heizen jede Sommernacht und jede lahmgewordene Party ein und bringen den Sixtiesflair gekonnt zurück.

Laura Vane & The Vipertones
Laura Vane and the Vipertones

Label: Unique Records / Groove Attack VÖ August 2009


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Beitrag vom 23.10.2009

Lisa Erdmann 






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