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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 11.06.2010


Sexy Sushi - Cyril.
Marie Heidingsfelder

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen man ungehörigen Kindern den Mund auswusch - Sonst wäre das französische Elektropop-Duo Sexy Sushi vermutlich vor ihrem neuen Album an Seifenblasen erstickt




Spaß mit Tourette-Syndrom
Ein Hang zum Trash, absurde Abzählreime, vulgäre Texte und all das rhythmisiert von kitschigen Synthesizer-Electrosounds der Achtziger - Das ist Sexy Sushi. Was sich nach schlechtem Geschmack und Großraumdisko anhört, ist tatsächlich eine der bekanntesten Bands der französischen Electro-Szene. Mitch Silver komponiert die Musik, während Rebeka Warrior sich als durchgeknalltes Showgirl inszeniert und in ihren Klassikern von Tussis, Pferden, Polizistinnen oder auch von Ex-Justizministerin Rachida Dati singt.

Provokant, selbstironisch und ohne ästhetische Hemmungen begann das Duo aus Nantes ihre Karriere vor acht Jahren auf diversen Festivals und überzeugte bereits 2004 mit ihrem ersten Album "Défonce ton ampli" ("Lass den Tuner krachen").
Das neue Werk "Cyril" erscheint am 21. Juni 2010 und hält, was der wilde Ruf nach fünf Alben und unzähligen Live-Auftritten von Sexy Sushi verspricht: "Cyril" macht Spaß - zumindest wenn man sich für die Dauer des Hörens von hermeneutischer Textinterpretation, political correctness und gutem Geschmack lösen kann. Natürlich ist es lustiger, wenn man die französischen Texte versteht, aber auch ohne Übersetzung kommt man als Electro-Fan auf seine Kosten.

"On devient fou ici" ist nicht nur der Titel des letzten Stücks, sondern scheint auch das inoffizielle Motto der Band zu sein: Rebeka und Mitch bezeichnen ihr Album selbstironisch als "Merde" und sind in keinem der veröffentlichen Interviews zu einer vernünftigen Antwort zu bewegen. Ganz einem weiteren Song entsprechend, präsentieren sie sich "les codes chamboulés", also mit verdrehten Normen: Auf dem CD-Cover sitzen beide mit ausgestopften Bäuchen vor dem Fernseher und für die Plakate posiert Rebeka mit Vollbart. Bei all dem Trash und Techno-Sound überrascht dann doch, dass die Sängerin von Sexy Sushi ganz anders kann und auch in der melancholisch düsteren Band "Mansfield Tya" spielt.

Die Tournée 2010
Passend zur Erscheinung des neuen Albums führt die "Cyril" Tournee Sexy Sushi in diesem Sommer endlich auch jenseits der französischen Grenze. Nach nationalen Festivals und Auftritten in großen französischen Städten spielen Rebeka und Mitch Konzerte in Kanada, Belgien, Deutschland, Russland, Serbien, der Slowakei und England, wo sie sich auf einer der Bühnen des Glastonbury-Festivals präsentieren.

Zuhause in Frankreich sind die Auftritte der Band bereits legendär: Schnell, gewagt, und hemmungslos, den beiden ist alles Recht, um die vollen Säle zu animieren. Die Konzerte in Limoges und Orléans mussten Anfang Juni abgesagt werden, weil Rebeka sich während der vorigen Show bei ihren Stunts verletzt hatte. Sexy Sushi improvisiert wild und hält engen Kontakt zum Publikum, das auch mal per Zufallsrad die Songs wählen darf - "Kommt mit Waffen, Drogen und kleinen Hunden" fordert Sexy Sushi.

AVIVA-Tipp: Wer auf Stéréo Total, die Peaches oder Tristan Tzara steht, wird an "Cyril" viel Spaß haben. 14 Tracks für Partys, koffeinfreie Morgen und Autofahrten durch den Sommer!


Sexy Sushi
Cyril

Label: Scandale! Records
Erscheint am 21. Juni 2010

Sexy Sushi im Netz: sexysushi.free.fr


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Stereo Total – Paris – Berlin

Peaches - I feel Cream


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Der Bildband Glastonbury. Another Stage von Venetia Dearden



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Beitrag vom 11.06.2010

AVIVA-Redaktion 






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