Nikki Yanofsky - Nikki - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kunst + Kultur Music



AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 07.12.2010


Nikki Yanofsky - Nikki
Yasmine Georges

Große braune Rehaugen, ein verspieltes CD-Cover und ein niedlicher Name – das Debüt von Nikki Yanofsky passt auf den ersten Blick in die Sparte der Popsternchen, doch gleich zu Anfang überzeugt...




...sie dank ihrer mitreißenden Soulstimme und ihren souveränen Jazz-Interpretationen.

"Als ich sechs war, verliebte ich mich in die Beatles, Stevie Wonder und Aretha Franklin. Mit 12 kam der Jazz hinzu. Ich wurde süchtig nach Ella Fitzgerald[...] Sie ist diejenige, die mich dem Jazz wirklich näher gebracht hat[...]" Ihre Vorliebe für Klassiker lebt Nikki Yanofsky auch auf ihrem Debüt aus. "Nikki" heißt das erste Studioalbum des kanadischen Wunderkindes, das von Landsleuten und KritikerInnen in den Himmel gelobt wird. Eigentlich heißt das Ausnahmetalent mit jüdisch-polnischen Wurzeln Nicole und ist neben ihrer musikalischen Karriere Schülerin in der St. George´s School of Montreal. Ihre Eltern Richard and Elyssa Yanofsky leben weiterhin in Hampstead, Quebec.

2006 gab die damals 12-Jährige ihr Debüt vor den BesucherInnen des Montreal International Jazz Festivals. Im nächsten Jahr war sie auf dem Album "We All Love Ella", einer Hommage an Ella Fitzgerald zu hören, 2008 folgte die Zusammenarbeit mit dem renommierten Komponisten Marvin Hamlisch und eine Tour durch Nordamerika. Im gleichen Jahr nahm sie das Live-Album "Ella...Of Thee I Swing" in Gedenken an ihr großes Vorbild auf. 2010 gewann sie den ersten "Allan Slaight Award". Der Preis dient der Förderung kanadischer KünstlerInnen und ist mit 10.000 US-Dollar dotiert.

Fürwahr, Nikki Yanofskys Vita liest sich wie die einer jahrelang aktiven Künstlerin, dennoch wirkt das erste Studioalbum wie ein Exposé ihres musikalischen Könnens. "Jazz ist definitiv meine erste Liebe und ich werde auch immer dabei bleiben, aber ich liebe es auch Pop, R&B, Blues und anderes zu singen.", zählt Nikki ihre musikalischen Vorlieben auf. Auf "Nikki" zeigt die Kanadierin neben ihrem Jazz-Talent erstmal ihren Hang zur Pop-Musik, schließlich hat sie noch Zeit genug um ihre anderen Leidenschaften auszuleben. Neben Coverversionen sind auch erstmals eigene Songs zu hören, welche die Sängerin zusammen mit den Songwritern Jesse Harris und Ron Sexsmith verfasst hat. Die Ballade "For Another Day" ist einer dieser Tracks. Sanft fließen die Worte und Töne von der Platte, verweben sich miteinander und entführen in eine glitzernde Welt voller Pop-Perlen.

Die langsamen Nummern dominieren auf Nikkis Studiodebüt, "Cool My Heels" ist eine der wenigen Up-Tempo Nummern. Der Song lädt mit seiner lockeren Melodie, die Pop- und Jazzelemente gekonnt miteinander mixt zum Swingen und Schnipsen ein. Auch das Gershwin-Cover "I Got Rhythm" passt zu einem 50er Jahre–Tanzabend mit schwingenden Röcken und heißen Sohlen. Der Einstiegstrack "Take The ´A´Train" ist ein weiteres Highlight der CD, gleich auf dem ersten Song zeigt Nikki ihr ganzes Jazztalent und ihr unglaubliches Stimmvolumen. "Sie kommt aus dem Himmel. Sie hat definitiv schon einmal gelebt.", hat Quincy Jones über die junge Sängerin gesagt. Und fast möchte frau an Wiedergeburt glauben, wenn sie Nikkis nahezu perfekter Interpretation des Klassikers "Over The Rainbow" lauscht. Manchmal klingt sie etwas zu perfekt, zu glatt. Die Songs sitzen allesamt wie ein Maßkostüm, mit der Souveränität einer erfahrenen Performerin singt Nikki sich durch die wohlklingende Tracklist ihres Albums, auf der frau sich doch die ein oder andere ausgefallene Nummer oder gar eine schräge Note wünscht. Insgesamt ist der Kanadierin jedoch ein überzeugender musikalischer Erstling gelungen, der einige JazzhörerInnen auch auf den Pop-Geschmack bringen könnte und andersherum.

AVIVA-Tipp: "Das Album ist sehr persönlich und gibt den ZuhörerInnen die Gelegenheit mich kennen zu lernen [...]" lautet Nikki Yanofskys abschließendes Statement zu ihrem Debüt. Mit seinen zarten Balladen und schnellen Swingnummern zeigt es definitiv die Vielseitigkeit der Künstlerin. Sie orientiert sich an Billie Holiday und Led Zeppelin, interpretiert Jazz-Klassiker für sich völlig neu und versteckt hier und da eine poppige Melodie. Ein gelungener Mix für sonnige Stunden des musikalischen Glücks.

Nikki Yanofsky
Nikki

Label: Decca Records (A Universal Music Company), VÖ: September 2010

Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter:

www.nikkiyanofsky.com und www.deccarecords-us.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

"Ella Fitzgerald – We all love Ella", Nikki Yanofsky, Michael Bublé, Queen Latifah und andere sind auf dieser Hommage an die First Lady of Song zu hören.

"Norah Jones - Feels Like Home"

"Katie Melua – Call Of The Search"

"Eliana Cuevas - Luna Llena"


(Quelle: Decca Records)


Kunst + Kultur > Music

Beitrag vom 07.12.2010

AVIVA-Redaktion 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

. . . . PR . . . .

KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

. . . . PR . . . .

MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

. . . . PR . . . .

Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

. . . . PR . . . .

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

. . . . PR . . . .

 Roamers – Follow your Likes
Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

. . . . PR . . . .

Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

. . . . PR . . . .

Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de


Kooperationen

GEDOK-Berlin
Paula Panke
RuT - Rad und Tat e.V.
Begine