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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 23.12.2010


Bérangère Palix - Le Bleu de Berlin
Yasmine Georges

Im Klangparadies pflückt sich der Apfel der Versuchung leicht. Mit ihrem zweiten Album entführt die Chansonnière in eben solch ein Wunderland inmitten Berlins. Palix erfindet zwar nicht das Rad...




...neu, dafür hat sie aber ihren eigenen Weg gefunden, Chansons mit ernstem Inhalt ganz fröhlich klingen zu lassen.

"Es tanzt die schöne Libelle/Wohl auf des Baches Welle/Sie tanzt daher, sie tanzt dahin/Die schimmernde, flimmernde Gauklerin.". In seinem Gedicht von 1854 beschreibt Heinrich Heine die Libelle als feenhaftes Wesen. Auch Bérangère Palix hat sich die Libelle als Vorbild genommen. Zuerst hat sie ihr Debütalbum nach ihr benannt. "Libellule" erschien 2005 bei dem Label Phonector und vereinte neben dem Chanson, Jazz und Polka noch andere Genres. Nun beschreibt sie auch ihre Musik als "libellulesque" (dt.: libellenhaft) und das zu Recht, denn "Le Bleu de Berlin" klingt märchenhaft verträumt und leicht.

Mit ihrem zweiten Album hat Bérangère eine Hommage an Berlin geschrieben. Ursprünglich kommt sie aber aus Südfrankreich. 1975 geboren, entdeckt sie schon bald ihren Hang zum Theater und lernt zudem Klarinette. Ersterem bleibt sie treu, als sie sich für eine Theaterausbildung in Grenoble entscheidet. Zeitgleich studiert sie auch Germanistik. 1997 verschlägt es die Sängerin nach Berlin, hier entdeckt sie ihre Leidenschaft für das französische Chanson. 1998 beginnt Bérangère ihr Können auf den Berliner Bühnen zu zeigen, heute, zwölf Jahre später, gehört die Sängerin zu den bekanntesten Gesichtern der Berliner Chansonszene.

Neben Auftritten in der Volksbühne, der Kulturbrauerei oder der Ufa-Fabrik findet das Multitalent auch Zeit sich ihrer A-cappella-Gruppe "Aquabella" zu widmen. Das Ensemble vereint die verschiedenen Stimmen von vier Sängerinnen, die seit 2007 regelmäßig zusammen auftreten. Ihr aktuelles Programm "Nordlichter – klanggewordene Sagen" hat am 1.Dezember 2010 Premiere gefeiert. Nebenbei hat sich Bérangère auch ihrem zweiten Solo-Album gewidmet. Auf "Le Bleu de Berlin" sind neben klassisch angehauchten Chanson-Tracks auch sanfte Balladen zu finden.

Darunter die elfte und letzte Nummer. Auf "Trop de traces" wird Bérangère von dem Pariser Komponisten und Pianisten François Popineau begleitet. Nach der verzaubernden Klaviermelodie am Anfang setzt Bérangères elfenhafter Gesang ein und beweint eine alte Liebe. Ein Liebeslied ist auch "Le Bleu de Berlin", der erste Track der Platte. "Laisse-moi rêver á tes côtés" bittet sie auf dieser beschwingten Nummer. Ein flotter Einstieg, ganz im Stil des ersten Albums. Und doch scheint Bérangère reifer geworden zu sein. Die Songs klingen zwar fröhlich, aber nicht mehr so verspielt wie auf ihrem Debüt. Bérangère besingt vor allem die Schattenseiten der Großstadt. Sie erzählt von Armut, Selbstverleugnung und geplatzten Träumen, findet dabei jedoch immer wieder Zeit, an das Namensgebende Blau zu erinnern und an die Sehnsucht nach einer besseren Welt.

AVIVA-Tipp: Gemütlich können sich die ZuhörerInnen auf den musikalischen Wolken von Bérangère Palix neuem Album treiben lassen. Im blauen Dunst versunken sehnt frau sich nach unbeschwerten Frühlingstagen. Zum Träumen und zum Nachdenken ist das Album "Le Bleu de Berlin" dank seiner heiteren Melodien und seiner traurigen Texte. Treten Sie ein und erleben Sie Ihr blaues Wunder!

Veranstaltungshinweis: Bérangère Palix präsentiert am 04.02.2011 um 20.00 Uhr in der Musikbibliothek Marzahn ihr Programm "Le Bleu de Berlin".
Weitere Informationen zum Event finden Sie unter: www.stb-mh.de

Bérangère Palix
Le Bleu de Berlin

Label: Raumer Records, VÖ: November 2010

Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter:

www.berangere-palix.de und auf der Website ihres A-cappella-Ensembles unter: www.aquabella.net

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

"Aquabella – Sonho Meu"

"Nadja Petrick – The night with you"


(Quelle: Raumer Records)


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Beitrag vom 23.12.2010

AVIVA-Redaktion 






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