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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 03.02.2011


Imelda May - Mayhem
Kristina Auer

Mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Rockabilly Blues und Jazz begeistert die 36-jährige Imelda May, die in ihrer Heimat Irland längst ein Superstar ist, auch auf ihrem dritten Album. Wörtlich...




...übersetzt bedeutet der Titel "Mayhem", der einerseits natürlich eine Referenz zum Namen der Sängerin ist, "Chaos" oder "Körperverletzung".

Glücklicherweise ist der Name hier nicht Programm, dennoch könnte diese Platte, wo immer sie gespielt wird, ein gewisses Chaos auslösen, denn beim Hören von "Mayhem" fällt es schwer, ruhig sitzen zu bleiben.

Dass May´s Musik auf Anhieb zum ausgelassenen Tanzen einlädt, ist aufgrund ihrer musikalischen Einflüsse leicht verständlich. Bereits im Alter von neun Jahren stand ihre Liebe für Rockabilly und Blues fest. Als jüngste von fünf Kindern wurde Imelda vor allem durch den Musikgeschmack ihrer älteren Geschwister geprägt, durch die sie Folk und Rock n´Roll entdeckte und auch Elvis kennenlernte. "Mein Bruder war ein absoluter Elvis-Fan", erzählt May. "Einmal habe ich eine Cassette mit Songs von Elvis, Eddie Cochran und Gene Vincent in seinem Zimmer gefunden und war sofort begeistert."
Bereits mit 16 Jahren begann Imelda, als Mitglied verschiedener Combos durch die Bars und Clubs von Dublin zu tingeln. "Ich bekam Tipps von den besten Musikern in Dublin, einer sagte zum Beispiel zu mir, meine Stimme müsse rauer werden." Doch besonders ein Ereignis erinnert Imelda als Wendepunkt in ihrem Leben: Als ihr Vater einmal die weinende Imelda zu einem Auftritt brachte, fragte er sie: "Hast du ein gebrochenes Herz? Das ist gut, dann kannst du jetzt wirklich den Blues singen."

Ihr Debütalbum "No Turning Back" brachte die Irin im Jahr 2005 noch unter ihrem bürgerlichen Namen Imelda Cabby in Eigenregie heraus. Auch ihr zweites Album, "Love Tattoo", nahm sie in ihrem Schlafzimmer auf, das Album erzeugte aber größere Aufmerksamkeit als der Vorgänger und May bekam einen Plattenvertrag. Als das Album im Jahr 2009 die Nummer Eins der irischen Albumcharts erreichte, war Imelda May die erste heimische Solokünstlerin seit 20 Jahren, die es bis an die Spitze geschafft hatte.
Mittlerweile hat "Love Tattoo" in Irland dreifachen Platin-Status erreicht und May stand bereits mit vielen Legenden des Musikgeschäfts auf der Bühne, zuletzt ging sie mit dem britischen Jazz-Wunderkind Jamie Cullum auf US-Tournee.

Auch auf ihrem aktuellen Album "Mayhem" bleibt Imelda May ihrem unverkennbaren Stil treu, den sie auch optisch durch ihren klassischem Rockabilly-Look samt schwarzer Haartolle mit blonder Strähne verkörpert. Bereits der Einsteiger "Pulling the Rug", eine klassische Rock´n´Roll-Nummer, offenbart der Hörerin alle wichtigen Attribute der Platte: der typische kontrabasslastige Sound, die raue und kraftvolle Stimme, rasante Gitarrensoli und schwungvolle Rhythmen. Sofort ist klar, dass hier neben einer exzellenten Sängerin auch eine Gruppe erstklassiger Instrumentalisten am Werk ist.
Auch der Titelsong "Mayhem" hat mit dem schmissigen Refrain und der funkig-jazzigen Gitarre das Potential zum Disko-Hit. "Psycho" hingegen klingt wie der Soundtrack eines Gangster-Films, unverkennbar findet die aufmerksame Hörerin hier im Gitarrensolo die Referenz zum weltberühmten Gitarrenriff aus der James-Bond-Titelmelodie.

Die Stücke für das Album hat Imelda May bis auf einen Song selbst geschrieben: die Coverversion des Welthits "Tainted Love". Das Original von Gloria Jones aus dem Jahr 1965 hatte nur mäßigen Erfolg, berühmt wurde der Song erst durch das Remake der Band Soft Cell im Jahr 1981. Mays schwungvolle Version von "Tainted Love" orientiert sich deutlich am Motown-Sound des Originals und ist bei ihren Konzerten bereits seit längerem ein Publikumsfavorit.
Doch "Mayhem" bietet nicht nur energiegeladene Tanznummern, auf dem Album sind auch ruhigere Titel wie das nachdenkliche "Kentish Town Waltz" oder das bluesige "Too Sad to Cry" zu finden. Bei "All For You" und "Bury My Troubles" hingegen steht der Einfluss des Jazz im Vordergrund. Mit ihrer wundervoll quäkenden Trompete stellen diese Songs die perfekte musikalische Untermalung für lange Aufenthalte in Cafés oder entspannte Sonntage auf der heimischen Couch dar.

AVIVA-Tipp: Auf "Mayhem" hat Imelda May die klassischen Musikgenres Rockabilly, Blues und Jazz nahtlos miteinander verknüpft. Das Album ist eine aufregende Sammlung von gut gelaunten, vor Energie sprühenden Songs, die sich perfekt mit ruhigeren bis entspannten bluesigen oder jazzigen Klängen abwechseln.

Imelda May
Mayhem
Label: Decca / Universal Music, VÖ: 04.02.2011

Weitere Infos zur Künstlerin finden Sie unter:

www.imeldamay.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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The Puppini Sisters – The Rise And Fall Of Ruby Woo

Kitty, Daisy And Lewis - Kitty, Daisy And Lewis

(Quelle: Universal Music, www.imeldamay.com)


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Beitrag vom 03.02.2011

AVIVA-Redaktion 






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