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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2024 - Beitrag vom 30.01.2009


Louisa Bey - Turning Me Jazz
Silvy Pommerenke

Die gebürtige Pariserin macht weitaus mehr als Jazz, denn sie verbindet Jazzstandards mit Pop- und Rockeinflüssen, wodurch sie der Nouvelle Scène Frankreichs zugerechnet werden kann.




Louisa Bey sagt von sich, dass die Musik immer schon ihr Zufluchtsort war, an dem sie wirklich sie selbst sein konnte: "Vibrations and harmony were my space of freedom. [...] I am interested in melodies and feelings, and osmosis between words and sounds." So wählte sich die Französin auch bewusst die englische Sprache zum Singen aus, in der sie ihre Emotionen am besten ausdrücken kann. Bereits 2006 veröffentlichte sie ihr Debutalbum "Blue Thoughts", auf dem sie sich deutlich stärker dem puren Jazz zuwandte. Mit "Turning Me Jazz" begeht sie nun ein Crossover von Jazz und Pop, und dies klingt äußerst vielversprechend. Bezeichnend hierfür sind auch ihre musikalischen Vorbilder wie Rickie Lee Jones, Abbey Lincoln, Joni Mitchell oder Robbie Williams.

Bisweilen erinnert Louisa Bey in ihrem musikalischen Stil an Norah Jones oder Katie Melua, die auch nicht eindeutig einem Genre zuzuordnen sind. Herausgekommen ist ein sehr komplexes, durchdachtes Album, das französische Chansons ("Parler d`amour") ebenso bietet wie Cool-Jazz-Nummern ("Utopian morning") aber auch sehr poppige Stücke ("Your smile") und rockige Songs ("Pillow") beinhaltet, und auch Lieder mit Blues-Elementen ("Pieces of a man") dürfen nicht fehlen, wie auch traumhaft schöne Balladen ("Pieces of a man"). Dabei holt sie sich tatkräftige Unterstützung von Olivier Louvel (Gitarre und Arrangements), Gilles Coquard (E-Bass), Alexandre Saada (Klavier), Xavier Desandre-Navarre (Percussion) begleiten und als Gast ist Hervé Meschinet an der Flöte zu hören.

Louisa Bey im Netz: Auf MySpace

Weiterhören: Francoiz Breut und Marianne Dissard

AVIVA-Tipp: Das zweite Album von Louisa Bey ist sehr vielfältig geraten und lässt sich kaum einem musikalischen Genre zuordnen. Die Französin verbindet auf intellektuelle und charmante Weise Jazzelemente mit Pop und Rock und hat dadurch ein sehr kreatives und individuelles Album eingespielt, das teilweise – wenn überhaupt Vergleich herangezogen werden können – an Norah Jones erinnert. Sehr smart, sehr durchdacht, sehr charmant!

Louisa Bey
Turning Me Jazz

Label: Enja Records, Januar 2009


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Beitrag vom 30.01.2009

Silvy Pommerenke