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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 08.09.2009


Berry - Mademoiselle
Tatjana Zilg

Berry überzeugte unter den vielen Acts der Planet Pop mit einer hinreißenden Stimme, episch schönen Texten und zarten Melodien, die ihre sanfte Kraft aus ...






... einer wohltuenden Melange aus Jazz, Edelpop, Chanson und Klassik-Nuancen beziehen. An pointierten Stellen nehmen ihre Songs auch Afrikanische Klänge oder cineastische Sichtweisen auf.

Der Name, der vermutlich zunächst an die delikaten Beerenfrüchte des Sommers denken lässt, schreibt sich aber anders und frankophile Menschen werden sich entsinnen, dass eine Region in Zentralfrankreich diesen Namen trägt. In einem kleineren Ort des Landstreifens, dessen Hauptstadt Bourges ist, erblickte die Autorin und Frauenrechtlerin George Sand im 19. Jahrhundert das Licht der Welt. Die Sängerin, die im 21. Jahrhundert auf dem Cover ihres Debutalbums mit einem erfrischend natürlichen Lachen für sich einnimmt, wählte ihren Künstlerinnennamen als Hommage an den Landstrich und seine Bedeutung für die Geschichte.

In ihrer Musik lässt Elise Pottier alias Berry keine allzu große Schwere zu. Eine wohl dosierte Verspieltheit zeichnet die Grundstimmung aus. Der dramatische Beginn des Openers "Mademoiselle" spiegelt dies in einem gelungenen Kontrast. Mit Hilfe von Streichern ergeben sich spannungsvolle Thriller-Effekte, die durch den Einsatz des warmherzigen Gesangs gemildert und in ein die Seele verwöhnendes, feingliedriges Netzwerk aus Akustik-Gitarren, Streichern und Hörnern übergeleitet werden. Das macht Lust auf mehr und die folgenden zehn Songs enttäuschen hier sicher nicht. "Le Bonheur" ruft mit dem Piano einen weiteren Dauergast der anspruchsvollen Popmusik hinzu, das eine luftig leichte, fröhliche Melodie anstimmt.

Zumeist singt Berry in ihrer Muttersprache. Das beschwingt lässige "Love Affair" bringt sie für das globale Publikum in Englisch zu Gehör.
Die beiden Songs "Las Vegas" und "Les Heures Bleues" blenden in eine melodramatischere Perspektive über, die an Americana und einem Lynch´esken Filmscore erinnert. Sie zeigen sich dennoch im französischsprachigen Gewand, was ihnen einen ungewöhnlich sinnlichen und reizvollen Charakter verleiht. Der temperamentvollste Song des Albums ist das extrem rhythmische "Cheri", das turbulentem Barjazz mit ausgelassener Stimmakrobatik und einem etwas herberen Gesang verbindet.

Weiterhören: Barbara Carlotti und Cocoon

Berry im Netz: www.myspace.com/casadeberry

AVIVA-Tipp: Berry gelingt der Balanceakt zwischen Vielseitigkeit und Harmonie mühelos. Zu ihren Songs kann frau sich entspannt zurücklehnen und verträumt über die Spree blicken oder fröhlich mitsummend über den Sand tänzeln. Zuhause werden geduldige HörerInnen, die zum Ende der CD nicht gleich zum Player stürmen, um die nächste einzulegen, mit einem wunderschönen, zuversichtsspendenden Chanson als Hidden Track belohnt. In Frankreich erfreut sich Berry bereits einer hohen Beliebtheit. Nach dem dortigen Erscheinen von "Mademoiselle" im Jahr 2008 schmückte ihr Debut 42 Wochen lang die Charts und erreichte Goldstatus.

Berry
Mademoiselle

Label: Universal, VÖ September 2009



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Beitrag vom 08.09.2009

AVIVA-Redaktion 






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KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

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KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

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Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
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Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

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Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
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Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
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