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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 16.09.2010


Fallulah - The Black Cat Neighbourhood
Tatjana Zilg

Die skandinavischen Länder waren bei der Popkomm gut vertreten. Aus dem Land der Meerjungfrau kam eine junge, dynamische Sängerin, um dem Publikum beim Showcase-Festival im C-Club kräftig ...




... einzuheizen und dennoch auch durch zarte Seiten für sich einzunehmen.

Eine leicht mysteriöse Wirkung wie eine schwarze Katze hat die Dänin mit dem rumänischen Migrationshintergrund durchaus. Geschickt pendelt sie zwischen extrovertiertem Auftreten und introvertierter Detailgenauigkeit.

In Deutschland legt sie gerade erst los: Im August 2010 erschien ihr Debüt-Album "The Black Cat Neighbourhood" unter dem Dach von Sony, im März 2010 schaute sie für eine erste Live-Stippvisite als Support von der Schwedin Miss Li vorbei. In Dänemark beging sie die ersten Schritte zum Plattenvertrag beim Major-Label. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich der Musik und hat schon mit fünf Jahren die ersten Versuche im Songwriting unternommen. Das Interesse daran wurde ihr in die Wiege gelegt, denn ihre Mutter ist Tänzerin undihr Vater Tanz-Choreograph und nahm seine Tochter bereits früh mit auf Tour. Keinesfalls leise Töne waren es, denen die angehende Songwriterin dort begegnete. Ihr Vater ist gebürtiger Rumäne und hat sein Herz der Balkan-Musik verschrieben.

So dringt viel Feuer und Temperament durch die Songs, die Maria Apetri aka Fallulah für ihren ersten eigenen Musiksilberling ausgefeilt hat. Weniger melancholisch-nachdenklich - wie so oft von skandinavischen SongwriterInnen gewohnt - kommen ihre Songs daher. Dennoch verzichtet sie nicht auf den Einsatz eines reichhaltigen Repertoires an unterschiedlichen Instrumenten, welches besonders der schwedische Indie-Pop in dieser Art salonfähig gemacht hat. Bei der geballten Energie, die aus ihrer Musik hervor schießt, ist es selbstverständlich, dass dabei Percussion-Instrumente im Vordergrund stehen. Dies kann besonders deutlich im Albumtitelgeber "The Black Cat Neighbourhood" nachverfolgt werden, für den im Booklet als verwendete Instrumente Conga, Claps, Drums und Voodoo Drums aufgeführt werden. Aber auch Glockenspiel und Saiteninstrumente bekommen an anderer Stelle ihr Tribut, denn in einigen Songs gibt sie leiseren Tönen mehr Raum wie in "Work Song", "Use it for good", "Give us a little love" und "Hold your horses".

Herausstellungs-Merkmal aller Songs ist die ansteckende Fröhlichkeit, die bei jedem Takt herüber auf die Seele der HörerInnen hüpft und sie aus einem vorzeitigen, wetterbedingten Abschweifen in herbstliche Gefilde zurückholt. So sorgt der detailreiche und doch eingängige Pop der Fünfundzwanzigjährigen für eine gute Erdung und einen festen Stand, welches sich auch im naturverbundenen, zugleich modernen Artwork der Paperback-CD spiegelt. Wald und die Struktur eines Baumstamms auf der Innenseite schenken Ruhe und Gelassenheit, aus der heraus eine unbefangene Wildheit und Lebendigkeit hervor sprudeln kann, ohne verstörendes Chaos zu fabrizieren.

Zu einem unbefangenen Musikgenuss trägt auch die schnell hellhörig machende Stimme von Fallulah bei, die viel Soul in sich trägt und mit einer raumeinnehmenden Kraft die selbst verfassten Lyrics voll zur Geltung bringt. Diese erquicken die Seele durch eine Mischung aus Einfachheit, Alltagsphilosophie und treffsicherer Wortwahl, wodurch die Refrains rasch im Gedächtnis hängen bleiben und leicht mitsummbar sind.

AVIVA-Tipp: Eine Newcomerin, die weiß, was sie will, ist Fallulah auf jeden Fall und überträgt so Selbstsicherheit und Selbstvertrauen ins Karma ihrer Songs. Daraus ergibt sich ein erfrischender Sound, der skandinavischen Indie-Pop mit Disco-Funk zum Galoppieren bringt und Balkan-Dancebeats aus dem hitzigen Süden in den meereskühlen Norden holt.

Fallulah
The Black Cat Neighbourhood

Label: Sony, erschienen August 2010

Fallulah im Netz:

www.fallulah.com
www.myspace.com/mymusicbank/

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Unser Interview mit Fallulah.



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Beitrag vom 16.09.2010

AVIVA-Redaktion 






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