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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 26.05.2002


Thea Dorn & Ulrike Haage: Bombsong
Meike Burgard

Das Stück "Bombsong" ist Teil des Kulturprojekts "Frankfurter Positionen 2001"




Es wurde am 6. Oktober 2001 im TAT, Frankfurt am Main, uraufgeführt. Bei diesem Projekt haben sechs Theaterautoren, sechs bildende Künstler und zwei Komponisten Werke zu den gesellschaftlichen Verhältnissen unserer Zeit entwickelt.

Bombsong - komponiert von Ulrike Haage und geschrieben von Thea Dorn - beschreibt die Gefühle der vereinsamten "Wohlstandsbabies".
In Zeiten, in denen die Menschen alles zu haben scheinen, in denen sie nicht wissen, wofür sie kämpfen sollen und die Sehnsucht nach einem sinnerfüllten Leben immer größer wird, kommt neben Hass und Melancholie der Wunsch nach der Katastrophe...
Textauszug:

"Meine Heldin war die Heilige Jungfrau von Orleans,
als ich fünf war, wollte ich werden wie sie,
ich sagte, Papa kaufst du mir eine Rüstung
und Papa kaufte mir eine Rüstung.
Ich lief hinaus auf die Wiesen und legte mich unter die Bäume,
aber alles was ich hörte, war mein eigenes Niesen.
Weinend lief ich zurück und sagte,
Papa, warum sind unter den Bäumen keine Stimmen für mich?
Da nahm mich mein Papa in den Arm und fragte,
was willst du denn hören von den Stimmen?
Gehe hin und befreie dein Land!,
sagte ich und meinte es ernst,
da lachte mein Vater und hob mich in die Luft,
kein Wunder, dass du keine Stimmen gehört hast, du Dummerle,
das Land, in dem wir leben ist, doch schon lange befreit."

Jahre später, zwischen Laufband, Wellnesswasser und Gucci sitzt dasselbe Mädchen jetzt da und packt den kleinen roten Koffer, in dem sie als Kind Schlafanzug, Zahnbürste und Kekse verwahrt hatte, neu.
Das Gepäck der Stunde heißt: Brandbeschleuniger.

Obwohl im Sommer 2001 entstanden, ist "Bombsong" in Zeiten nach Erfurt und dem 11. September 2001 aktueller denn je.
Das Stück rüttelt wach, erschreckt und ruft verwirrende und extreme Emotionen hervor.
Es ist nicht leicht, eine Stunde der Musik und den Texten über den Weltuntergang zuzuhören.
Bei einer der Aufführungen von "Bombsong" live dabei zu sein, ist sicher empfehlenswerter.

Wichtig ist das Stück in jedem Fall, denn: "Bombsong" ist schockierend wahr!



Live-Aufnahme vom 6.10.2001 im TAT, Frankfurt a.M.
Pociao`s Books, 2002
ISBN: 3-88030-040-2
Diese CD können Sie online .
Außerdem finden Sie dort Hörproben zu dieser CD!


Kunst + Kultur > Theater

Beitrag vom 26.05.2002

AVIVA-Redaktion 






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KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

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KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

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Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
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Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
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