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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.05.2012

Mechthild Lanfermann - Wer im TrĂŒben fischt
Britta Meyer

Die feierliche Verleihung der Gastprofessur an einem elitÀren Berliner Institut hatten sich die Veranstaltenden anders vorgestellt: Erst lehnt der amerikanische Geehrte den Posten vor aller...



... Augen ohne ErklÀrung ab und dann findet mensch wenig spÀter in einem Nebenzimmer seine Leiche.

Lanfermann, die selbst lange beim Radio tĂ€tig war, verlegt die Handlung ihres ersten Romans in die RedaktionsrĂ€ume eines Rundfunksenders und lĂ€sst die Heldin ansonsten die Hauptstadt per Fahrrad durchstreifen – auf der Jagd nach den lĂ€ngst vergessenen HintergrĂŒnden eines Mordes.

Die Radiojournalistin Emma hat ihre Heimatstadt nach einer beruflichen und persönlichen Katastrophe verlassen und versucht nun, in Berlin erneut Fuß zu fassen. Als einzige freie Mitarbeiterin ihres Senders wird sie in aller Schnelle zur UniversitĂ€t geschickt und merkt schnell, dass hier kein zufĂ€lliger Unfall passiert ist. Parallel zu den Ermittlungen der Polizei und sehr zum Unmut des Kriminalkommissars Blume beginnt sie, ihre eigenen Recherchen anzustellen.

Der Tote, Tom Rosenberg, war nicht nur der Sohn jĂŒdischer EmigrantInnen aus Deutschland, er war außerdem dafĂŒr bekannt, in seinen BĂŒchern die Verstrickungen angesehener ProfessorInnen in antisemitische UniversitĂ€tspolitik aufzudecken. Seine Veröffentlichungen, die schon so manche Reputation fĂŒr immer zerstört haben, bescherten ihm einige rachsĂŒchtige FeindInnen in einflussreichen Kreisen. Aber warum schlug er den prestigetrĂ€chtigen Posten so plötzlich aus? Warum hat er kurz vor seinem Tod in Berliner ArchitektInnenkreisen recherchiert? Und wer oder was sind "junge Fische"?

WĂ€hrend ihre Vorgesetzten Emma und ihre Story als einen Überraschungserfolg behandeln und die KollegInnen darauf mit eigenen Intrigen reagieren, macht ihre HartnĂ€ckigkeit jemanden in Berlin zunehmend nervös. Bei ihren Nachforschungen stĂ¶ĂŸt sie nĂ€mlich nicht nur auf verwickelte Beziehungen im Bauhaus-Milieu der 1920er Jahre und perfide Praktiken der Berliner FinanzĂ€mter wĂ€hrend des Dritten Reiches, sondern auch auf die eine Person, die heute noch weiß, was "junge Fische" sind und welche Menschen vor langer Zeit solche gefangen haben...

Zur Autorin: Mechthild Lanfermann, geboren 1969 in Niedersachsen, studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und spĂ€ter Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. "Wer im TrĂŒben fischt" ist ihr erster Roman. Lanfermann lebt in Berlin. (Verlagsinformationen)

AVIVA-Fazit: Die Idee ist spannend und die Hintergrundstory komplex, aber leider wimmelt die Handlung nur so von ausgedienten Klischees. Von der Zerrissenheit der verletzlich-toughen Heldin ĂŒber die zaghafte Liebesgeschichte bis hin zur vorhersehbaren Auflösung passieren keine Überraschungen.


Mechthild Lanfermann:
Wer im TrĂŒben fischt

btb Verlag, erschienen im April 2012
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten
11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74376-6
9,99,- Euro
www.randomhouse.de

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Literatur Beitrag vom 14.05.2012 Britta Meyer 





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