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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 20.04.2011

Susanne Betz - Der elektrische Kuss
Sabine Grunwald

Die junge Landadelige Charlotte ist wie viele Menschen des 18. Jahrhunderts von den wissenschaftlichen Entdeckungen ihrer Zeit fasziniert und findet in der "neuen Welt" ihre Bestimmung.



Charlotte wächst Mitte des 18. Jahrhunderts in einem vernachlässigten Haushalt unter der Obhut ihres melancholischen, dem Spiel und Trunk verfallenen, Vaters auf. Er toleriert seine kluge Tochter, die sich oft stundenlang mit ihren Büchern zurückzieht und ihren Wissensdurst auslebt. Das Phänomen der Elektrizität hat es ihr besonders angetan und mit einem selbstgebauten Drachen läuft sie bei Sturm und Gewitter über die Felder, um dem Geheimnis der Naturgewalten auf die Spur zu kommen.

Bei einem ihrer Streifzüge lernt sie Sarah, die Tochter des Pächters Samuel Hochstettler und mit ihr eine völlig andere Welt kennen. Während Charlotte ihre Reize bei Hofe einsetzt, um ihre Wünsche zu erfüllen, die eine "Elektrifiziermaschine" und Zugang zur kurfürstlichen Bibliothek bedeuten, lebt Sarah in der streng religiösen und bibeltreuen Gemeinde der Amisch.

Diese als KetzerInnen verfolgte Gruppe der protestantischen Wiedertäufer, wird in der Pfalz als fleißige und tüchtige Bauern nur geduldet. Als Samuels Frau während der Geburt stirbt und Charlotte den Säugling durch ihren Einsatz rettet, nähern sich die beiden so unterschiedlichen Menschen vorsichtig an. Unter dem neuen Kurfürsten wird der religiösen Toleranz gegenüber den Amisch ein Ende gesetzt und der Exodus nach Amerika ist für viele die letzte Lösung,. Auch die schwangere Charlotte sieht in der Auswanderung die Lösung ihres Problems und schließt sich den Hochstettlers mit Ziel Philadelphia an. Während der abenteuerlichen und gefährlichen Überfahrt prallen die beiden Welten von Charlotte und Samuel aufeinander.

Susanne Betz hat mit ihrer Heldin Charlotte eine Frauenfigur geschaffen, die den Freiheitsdrang und Wissensdurst einer jungen Adligen farbig und lebendig schildert. Die Leserin wird detailliert über die damaligen Lebensumstände ins Bild gesetzt: Flöhe unter der Perücke, faulige Zähne, unsaubere Körper und Kleidung, Unrat in den Zimmern und amouröse Übergriffe gehören zum Alltag. Dagegen die enge, reinliche, von strengen Riten beherrschte Welt der Amisch, die für ihre Überzeugung ins Gefängnis oder zu Tode kommen.

Zur Autorin: Susanne Betz wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Danach arbeitete die promovierte Historikerin bei verschiedenen deutschen und amerikanischen Tageszeitungen und Zeitschriften. Sei 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München. Nach "Falkenjagd" ist "Der elektrische Kuss" ihr zweiter Roman. (Quelle: Verlagsinformation)

AVIVA- Tipp: Ein wunderbarer, unterhaltsamer Schmöker, der die Welt des 18. Jahrhunderts am Hofe und die gegensätzliche Welt der Bauern und der religiös radikalen Amisch lebensnah schildert.

Susanne Betz
Der elektrische Kuss

C. Bertelsmann, München, erschienen 21. Februar 2011
Februar 2011
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10038-7
Euro 19,99

Literatur Beitrag vom 20.04.2011 Sabine Grunwald 





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