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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 03.07.2011

Astrid Rosenfeld - Adams Erbe
Sabine Grunwald

Edward und sein Gro├čonkel Adam verbindet ├╝ber zwei Generationen hinweg die Geschichte einer gro├čen Liebe. Der Roman erz├Ąhlt von der Macht der Familienbande und wie eine einzige Begegnung ...



... das Leben ver├Ąndern und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart bestimmen kann.

Edward Cohen, ein in Berlin lebender erfolgreicher Besitzer einer Modeboutique, offenbart einer jungen Frau in einem langen Brief seine Lebensgeschichte. Wie er mit zusammen mit seiner Mutter und deren gro├čer Liebe, einem nicht ganz seri├Âsen aber lebenslustigen Gesch├Ąftemacher umherzieht, bis dieser durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen wird.

Edward kehrt nach Berlin zur├╝ck und wei├č nichts mit seinem Leben anzufangen, aus einer Laune heraus entwirft er Wollmonster, die er "Sorgenp├╝ppchen" nennt. Seine h├Ąsslichen Kreationen werden zum Verkaufsschlager und begr├╝nden seinen Wohlstand.

Edward ist seinem in der Nazizeit verschollenen Gro├čonkel Adam wie aus dem Gesicht geschnitten. Um seinen Onkel ranken sich dunkle Geheimnisse, niemand aus der Familie will ihm die Geschichte Adams erz├Ąhlen, der als schwarzes Schaf der Familie gilt. Als er im Nachlass seiner Gro├čmutter einen dicken Papierstapel findet, beginnt die zweite Geschichte des Romans und die LeserInnen h├Âren die Stimme Adams, der uns von seiner gro├čen Liebe zu dem j├╝dischen M├Ądchen Anna erz├Ąhlt. Adams sowohl exzentrische als auch praktische Gro├čmutter Edda Klingmann sichert das ├ťberleben der Familie w├Ąhrend des Holocaust. Mit Hilfe eines Verehrers bereitet sie die Auswanderung der Familie nach England vor und verhilft Adam mit gef├Ąlschten Papieren zur Flucht nach Polen. Der dort den Spuren seiner gro├čen Liebe Anna folgt, die von der Gestapo abgeschoben wurde.

Astrid Rosenfeld, die selbst keine J├╝din ist, wagt sich mit ihrer Interpretation auf gef├Ąhrliches Terrain, das sie allerdings mit viel Fingerspitzengef├╝hl meistert. Ihre bitter-tragische Geschichte, die von den Auswirkungen des Holocaust auf die ├ťberlebenden und deren Nachkommen erz├Ąhlt, enth├Ąlt auch viele skurrile Einf├Ąlle, ohne die Tragik des Geschehens zu verleugnen.

AVIVA-Tipp: Adams Erbe, ein einf├╝hlsamer und mitrei├čender Familienroman zweier Generationen erz├Ąhlt von Schicksalen, gro├čen Gef├╝hlen und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart durchdringt, vor allem aber von dem Triumph der Liebe ├╝ber das Grauen.

Zur Autorin: Astrid Rosenfeld wurde 1977 in K├Âln geboren. Nach dem Abitur ging sie f├╝r zwei Jahre nach Kalifornien, wo sie erste Berufserfahrungen am Theater sammelte. Danach begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin, die sie nach anderthalb Jahren abbrach. Seither hat sie in diversen Jobs in der Filmbranche gearbeitet, unter anderem als Casterin. So war sie Casting Directorin bei den Kinofilmen "Muxm├Ąuschenstill" (2004, Regie: Marcus Mittermeier) und "Knallhart" (2006, Regie: Detlev Buck). Astrid Rosenfeld lebt in Berlin. "Adams Erbe" ist ihr erster Roman.
Die Autorin ist mit ihrem Romandeb├╝t Adams Erbe eine der f├╝nf Finalistinnen f├╝r den Franz-Tumler-Preis. Diese mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung f├╝r Erstlingswerke wird anl├Ąsslich einer Lesereihe in Laas (S├╝dtirol) am 16.9./17.9.2011 vergeben. (Verlagsinformation)


Astrid Rosenfeld
Adams Erbe

Diogenes Verlag, erschienen im Februar 2011
Hardcover Leinen,385 Seiten
ISBN 978-3-257-06772-9
Euro 21,90

Literatur Beitrag vom 03.07.2011 Sabine Grunwald 





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